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Ulrich Meyer, Gitarre
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Musik

Musikalische Aktivitäten, Unterrichtstätigkeit und einige Beispiele für eigene Stücke und Bearbeitungen.

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Musik

Auf dieser Seite versuche ich zu beschreiben, was ich selbst als Musiker unternehme. Im Abschnitt Unterrichtmöchte ich meinen Ansatz als Gitarrenlehrer vorstellen. Falls Sie sich für Unterricht interessieren werde ich Sie zu einem Unterrichtsbesuch einladen. Ich finde man sollte immer, wenn man selber Unterricht nehmen möchte oder einen Lehrer für sein Kind sucht, nach der Möglichkeit fragen, im Unterricht zu hospitieren. Man sollte sich ruhig nach der Qualifikation des Lehrers erkundigen, denn für das Erteilen von Unterricht oder die Eröffnung einer privaten Musikschule
muss man in Deutschland keine Qualifikation nachweisen. Auch hinter dem Begriff "Musikstudium" stecken sehr verschiedene Ausbildungswege.

Unter Stücke und Bearbeitungen stehen einige Beispiele für Gitarrenstücke von mir, weiterhin ein paar Kompositionen für Schultheater. Es war mir immer ein großes Vergnügen, für Schultheateraufführungen Musik schreiben und einstudieren zu dürfen, und vielleicht kann man hier meinen Sinn für Humor sehen, der auf den Seiten über Musiklehre eher in den Hintergrund tritt...
 
 

Gitarre solo

Sie hätten gerne für Ihre Veranstaltung Musik, aber es steht kein Flügel vor Ort? Dann ist vielleicht ein Gitarrist eine Idee! Sprechen Sie mich an! Bei allen Anfragen gilt der alte Spruch "Unmögliches wird sofort erledigt, Wunder dauern etwas länger."
Zu meinem Repertoire gehören

- Stücke für Laute und Vihuela
- Bearbeitungen von Violoncellosuiten von J. S. Bach
- Gitarrenmusik der Klassik
- romantische und post - romantische Musik der spanischen und südamerikanischen Komponisten wie Tarrega, Moreno -Torroba, Turina, Villa-Lobos, Barrios-Mangoré oder M. Ponce
- moderne Komponisten wie F. Martin, Smith - Brindle, L. Brouwer oder Baden Powell

 

Laute solo

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Laute spiele ich auf einer 7chörigen Renaissancelaute, einem Arciliuto, Chitarrone und Barocklaute. Musik von Francesco da Milano, Piccinini und Kapsberger bis Adam Falckenhagen. Selbstverständlich spiele ich gerne Continuo in kleineren und großen Ensembles.

 

Kammermusik

Sowohl mit Gitarre als auch Lauten war und bin ich in unterschiedlichsten kammermusikalischen Projekten aktiv. Immer wieder als Begleiter von SängerInnen, mit Violine, Trio für Flöte, Violine, Gitarre; Streichquartett und Gitarre...

Castuelnovo - Tedesco, Fantasia für Gitarre und Klavier, mit dem Bremer Pianisten Ichiro Asanuma.

 


 

Tiree

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Tiree ist ein Folkbandprojekt, dessen geistiger Vater Burkhard Schöning ist. Wir spielen Traditionals aus Irland, Schottland und allgemein dem keltischen Kulturkreis, darüber hinaus aber eine schwer zu etikettierende Mischung aus Folk, Singer-Songwriter, Klassik und allem, was uns gefällt. Die Stücke schreibt Burkhard, wobei oft das Konzept offen genug ist, um Raum für Improvisation und eigene Ideen zu lassen. Das sorgt für Lebendigkeit!

 

Tiree sind: 
Burkhard Schöning, Gesang, Gitarre, Dudelsack, Gaita, Drehleier
Heidi Furche, Akkordeon 
Michaela Keil-Schmelz, Violine, Saxofon
Ulrich Meyer, Gitarre, Bass, Flöten, Bodhrán.
Backing -Vocals und Percussion machen alle. Spielfreude ist Trumpf!

 


 

Termine 

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Sa, 30. August 08 19.30 Uhr: TIREE

 

Konzert im Garten des Kreishauses Wildeshausen, Delmenhorster Str. 6. Bei schlechtem Wetter im Kreishaus. (Gartenkultur-Musikfestival)
So, 30. März 08 20.00 Uhr: TIREE Konzert in der St. Johannes - Kirche, Oldenburg - Kreyenbrück, Pasteurstaße

 

Musikschultermine
Montags, 17.45 bis 18.45 Uhr in Hude, Schule Hohelucht 13 gerade Kalenderwochen: Gitarrenensemble

ungerade Kalenderwochen: Blockflötenensemble

 


 

Berichte

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Klassenvorspiel der kleinen Gitarren in Hude am 30. 11.07

Beim Klassenvorspiel der „kleinen Gitarren“ meiner Gitarrenklasse wurde es eng im Forum der Peter-Ustinov-Schule in Hude: 27 Schüler hatten jede Menge Eltern, Großeltern, Geschwister und Freunde mitgebracht. Wenn man rund 100 Menschen zu so einem Vorspiel erwartet tut man gut daran, die Veranstaltung in einen größeren Raum zu verlegen; der Musikraum in der Schule an der Hohelucht reicht da nicht mehr aus. Ein herzliches Dankeschön an Herrn Bürmann, den Hausmeister am Huder Bach, der auch am frühen Freitagabend noch die Schule mit dem schönen Bühnenraum für uns öffnet!

Anna-Lotta, Hannah und James eröffneten das Konzert mit ihrem ersten Auftritt. Die Kinder, die alle die erste Klasse besuchen und nach den Sommerferien mit einem Schnupperkurs gestartet sind, lernen Buchstaben und Noten um die Wette lesen. 

Ebenfalls zum ersten Mal dabei waren Timon, Luca, Thore, Chiara, Emily, Raôul und Joshua. Die Siebenergruppe trat in zwei Abteilungen auf. Sie sind auch seit den Sommerferien dabei, können als Zweit- und Drittklässler alle schon lesen und spielen bereits im Wechselschlag.

 

Oben: Timon, Luca und Thore; rechts Chiara, Emily, Raôul und Joshua.
Jörn, Till, Saskia, Melanie und Tobias spielen schon seit März. Sie trugen einzeln bekannte Lieder im Fünftonraum vor, teilweise in flottem Zeitmass.

Annemie, Jasmin, Janna, Theresa, Arne und Lena spielten zunächst solo Lieder, die schon fast alle Töne in der ersten Lage benutzen und dann als Abschluss den dreistimmigen Kanon „Hejo, spann den Wagen an“ in Zweiergruppen, wobei jede Gruppe die Melodie zunächst hoch, dann eine Oktave tiefer und danach wieder in der ersten Tonhöhe spielte – eine wirkliche Leistung in Punkto Aufmerksamkeit!

Seit 1 ½ Jahren lernen Rike, Mathis, Moritz, Mirko und Jan-Hendrik Gitarre und haben als Gruppe einen sehr guten Start hingelegt. Sie spielen bereits zweistimmige Stücke mit leeren Basssaiten und hatten jeder ein Solostück parat, dass der Lehrer bei der Wiederholung mit einer zweiten Gitarrenstimme begleiten durfte (Jan-Hendrik war nicht dabei, weil er das Bett hüten musste).
Carolin und Alena bildeten mit zweistimmigen Stücken in der zweiten Lage den Abschluss des Konzertes.

Das Publikum blieb bis zum Schluss aufmerksam dabei und geizte nicht mit Beifall. Alle waren sich einig, dass die Kinder sich gut vorbereitet hatten und toll gespielt haben.
Die Fotos sind zwar nicht besonders hochwertig, vermitteln aber hoffentlich trotzdem einen Eindruck von den vielen Huder Nachwuchsgitarreros! 

Dies war nur das eine der Gitarren – Klassenvorspiele in Hude. Bei den „großen Gitarren“, deren Konzert genauso lang wie das heutige dauerte, spielten 12 ältere und fortgeschrittene Schüler; insgesamt besteht die Gitarrenklasse in Hude derzeit aus 44 Schülern. 

 


 

Unterricht

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Ich arbeite praktisch als Vollzeitkraft an der Musikschule des Landkreises Oldenburg http://www.musikschule-lk-oldenburg.de/ als Lehrer für Gitarre, E-Gitarre und Blockflöte, außerdem leite ich ein Gitarren- und ein Blockflötenensemble.

Als Gitarrenlehrer versuche ich eine gute Grundlage in musikalischer und technischer Hinsicht zu vermitteln. Ich habe für "meine Unterrichtsräume" in den Schulen unterschiedlich hohe Stühle organisiert, achte sehr auf die Instrumentengröße, berate dabei die Eltern meiner Schüler und helfe bei der Vermittlung von Gitarren, wenn die nächste Größe fällig ist. 

Als Blockflötenlehrer lernt man den Wert des zweistimmigen Spiels sehr schätzen: das Beherrschen einer bekannten Melodie geht schnell; das Erlernen der zweiten, begleitenden Stimme ist mühsamer. Dafür lernt der Schüler hierbei besonders viel über rhythmisch korrektes Spiel und das Achten auf die Mitmusiker. Fleißige und begabte Flötenschüler werden musikalisch früh sicher und selbständig. Diese Erfahrung versuche ich auch im Gitarrenunterricht umzusetzen und lege deshalb Wert auf mehrstimmiges Spiel im Gruppenunterricht. 

Natürlich versucht jeder Lehrer, auf die musikalischen Vorlieben seiner Schüler einzugehen. Aber es ist beim Erlernen eines Instrumentes extrem nützlich, erfolgreichen Pfaden zu folgen und Stücke zu üben, die schon vielen Lernenden geholfen haben, eine komplette, ordentliche Technik zu erwerben. Vielleicht lernt man dabei sogar Werke schätzen, die einem zunächst komisch vorkamen, vielleicht entdeckt man, wie viel Spaß es macht, ein Stück wirklich zu beherrschen. Deshalb kommen bei meinen Vorschlägen zum Unterrichtsmaterial für fortgeschrittene Schüler auch Stücke aus Renaissance und Barock vor, die von der Geschichte der Gitarre her absolut zur Identität des Instrumentes gehören.

Akkorde führe ich ein, wenn beim zweistimmigen Spiel (auf einer Gitarre) zu den leeren Bässen die ersten gegriffenen Basstöne kommen. Während ich früher Akkorde schlagen im Unterricht gemieden habe, weil sie ans "Lagerfeuerklampfen" erinnern, habe ich heute ein sehr positives Verhältnis dazu: die Griffsicherheit wächst enorm, und wenn die Schüler singen und sich dabei begleiten, entwickeln sich Rhythmusgefühl, Lockerheit beim Anschlag, Timing und allgemein Gefühl für musikalische Gewichtung und Zusammenhänge schneller als sonst. Dabei ist ziemlich egal, ob man eine tolle Stimme hat oder nicht.

Sehr viele Teenager möchten irgendwann mit der E-Gitarre anfangen. Selber war ich als Erstklässler enorm verliebt in meine Klassenlehrerin mit ihrer Gitarre, aber als zum ersten Mal "I feel fine" von den Beatles, oder "Satisfaction" von den Stones im Radio dröhnte, lief es mir kalt den Rücken runter, und es war klar: Gitarre ist das Instrument! Trotzdem bin ich zurückhaltend, wenn es um dieses Thema geht, denn: leichter als bei der Konzertgitarre ist der "Lernweg" für E-Gitarre meiner Ansicht nach nicht. Es gibt keine Tradition von Lehrwerken, denn erstens ist das Instrument vergleichsweise jung, und zweitens ist vieles, was man damit tut, eben nicht aufgeschrieben. Man ist mehr als ein "Klassiker" auf Selbständigkeit, Lernen von  Griffverbindungen, Konzepten und Skalen angewiesen, und vor allem auf eigene Kreativität. Neben Grundlagen und viel Fleiß braucht man die Fähigkeit und den Willen, die gelernten Dinge zusammen zu setzen. Trotzdem ist Anfangen und sein Bestes geben immer eine gute Einstellung!

Mehr zu den Themen "Unterricht" und "Einstiegsalter" an den verlinkten Stellen.

 


 

Stücke für Gitarre

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Die Zeiten, da meine armen Gitarrenschüler Stücke aus meiner Feder spielen mussten sind ja vorbei - viele Leute meiner Generation haben gutes Unterrichtsmaterial geschrieben und Verleger gefunden, so dass man genug Literatur findet für fast alle Lebenslagen. So beschränke ich mich meist darauf, Stimmen für eine zweite Gitarre zu Heften oder Begleitungen zu Blockflötenschulen zu schreiben, oder auch Arrangements für Musikschulensembles. Trotzdem - hier können Sie einige meiner Sachen anschauen...

bin ich hier richtig  leicht bergab  Diffuse Lage  Behauptungen

 

Schultheater

Viel Arbeit, aber auch enormen Spaß hat es mir immer gemacht, in Schulen bei Theaterstücken mitzuarbeiten.
"Baulärm" entstand zu dem Theaterstück "Die große Plage", in dem ein Kinderfänger eine Stadt von den Plagegeistern befreit, nicht unähnlich der Geschichte vom Rattenfänger von Hameln, nur dass hier die Entführung der Kinder von den Eltern gewünscht wird, worauf sie natürlich am Ende unglücklich und bekehrt werden.
"Feierabend" entstand zu "Glotzi, das Fernsehmonster", einem Stück über Medienkonsum.
"Trimmgerät" war Teil eines Weihnachtstheaterstückes: zu einer "Talkshow" zum Thema "Weihnachten" durfte ich Werbeunterbrechungen gestalten. 

Die Noten muss man natürlich mit Schulbrille lesen: bei den ersten zwei Stücken gab es z.B. einen fitten Menschen an der Violine (hohes c auf der e-Saite ablangen - kein Problem); die Klavierstimme bei "Feierabend" haben sich zwei Kinder geteilt.

Baulärm  Feierabend  Trimmgerät

 

Bearbeitungen

3 Sätze aus den Suiten für Violoncello solo von J. S. Bach

Suite 1, Courante  Suite 2, Sarabande  Suite 3, Prélude

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Musik und Mythen

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Als Musikschullehrer jederzeit ein Soloprogramm parat zu haben ist nicht immer einfach. Musiker, Künstler gar, sind von vielen Mythen umwabert. Dabei sind die Bedingungen für einen gelungenen Konzertvortrag doch offensichtlich: Man braucht Zeit zur Vorbereitung, gute Nerven, und man sollte am Vortag nicht gerade den Garten umgegraben haben... "Genius is one percent inspiration and ninety-nine percent perspiration" - dieses Zitat von Thomas A. Edison beschreibt auch die Situation des ausübenden Musikers sehr treffend. Neben Fleiß ist nicht nur der Kuss der Muse hilfreich, sondern auch Muße ist vonnöten!

Die Erwartungen sollten der Situation angemessen sein: Künstler, die von ihrer Agentur heute nach Mailand und morgen nach Salzburg geschickt werden haben ständig mehrere Programme abrufbereit, eröffnen in der Regel aber nicht die Vernissage einer lokalen Galerie, und sie unterrichten auch nicht Ihr Kind in der Landmusikschule.
Der Musikschullehrer am Ort, der nicht in Mailand und Salzburg auftritt, wäre für diese Aufgaben eine mögliche Besetzung, wenn man rechtzeitig anfragt. 

Verbreitet ist die Ansicht, Musik müsse für diverse Anlässe kostenlos gespielt werden, weil der Musiker sie ja so gerne macht, sie quasi sein Hobby ist. Im Gegenteil: auch der kleinste öffentliche Auftritt muss ja gelingen und wird deshalb mit vollem Einsatz vorbereitet. Hinter der willkommenen musikalischen Pause zwischen den Reden eines Festaktes, genau wie hinter dem Kammermusikabend stehen die lange Ausbildung am Instrument, die ständige Bereitschaft, sich "fit" zu halten und die konkrete Vorbereitung für diesen speziellen Anlass. 

Wenn Musik zum Gegenstand von Literatur wird, liest der Musiker oft mit Bauchgrimmen. Die Gratwanderung zwischen der gelungenen Beschreibung des Kosmos Musik, dem Abrutschen ins Kitschige und in für Musiker hölzern wirkende Formulierungen scheint doch immer wieder schwierig wegen des nonverbalen Charakters unserer Kunst. Phantastisch gelungen finde ich die Romane "Perlmanns Schweigen" und "Lea" von Pascal Mercier. Ein weiteres lesenswertes Werk, das sich mit der Thematik "Künstler, Genialität, Erfolgszwang und Versagensangst" auf bitterböse Art und Weise auseinandersetzt, ist die Erzählung "Die große Beleidigung" von Wolf Wondratschek.
Vielleicht das traurigste Buch, das ich kenne ist "Der Klang der Zeit" (The Time of our Singing) von Richard Powers.

Achtung: wenn Sie die Abgründe menschlichen Scheiterns an der Kunst und ihrer Reproduktion oder an der Produktion wissenschaftlicher Publikationen, sowie die Unmöglichkeit des Überwindens kultureller Grenzen und politischer Umfelder für nicht erbaulich halten, lesen Sie etwas anderes! Den "Zauberberg" von Thomas Mann zu lesen fand ich persönlich im Vergleich zu "Perlmanns Schweigen" geradezu erholsam...

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