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Als meine
Zuchthündin Ricka Silesia im Februar 2004 ihre Welpen zur Welt
brachten, ahnte ich noch nicht, das ich bald Kontakt zu finnischen
Kurzhaarfreunden finden würde.
Letztendlich kamen Juha Sotkasira und Antti Juutinen nach Otterstedt,
um den Welpen anzuschauen. Daraus entwickelt sich eine Jagdeinladung nach Finnland.
Für mich verband sich mit Finnland, Elche, Seen ohne Ende und Wildnis.
Ich sollte eines besseren belehrt werden, daß es außer Elchen auch die Jagd
mit dem firmen Jagdgebrauchshund, dem Deutsch-Kurzhaar, auf Hühner gibt.
Unter Hühnerjagd verstehen die finnischen Jäger, die Jagd mit dem Hund, in
einer kleinen Gruppe von max. ca. 3-4 Mann, auf Auerhahn, Birkhahn, Schneehahn
und Haselhahn im Wald.
Hierbei sucht ein Hund vor dem Jäger, zieht an und steht vor oder sucht
weiter und führt den Jäger zum Stück. Mehrmals zeigten die Hunde derartige
Arbeiten.
Es ist beeindruckend mit welche Ruhe und Sachverstand gejagt wird. Der
gemeinsame uneigennützige Erfolg steht im Vordergrund.

Als ich am 19. September von Hamburg nach Helsinki flog, war ich sehr
gespannt was mich erwarten würde. Auf der einen Seite die Neugier,
auf der
anderen Seite die Traurigkeit das meine Frau Elke nicht mit mir flog.
Von
Helsinki ging es weiter mit dem Flieger nach Kuopio, dort erwartet mich
Antti.
Von Kuopio standen uns noch ca. 150km Fahrt per Auto bevor.
Als wir in der Nacht am Zielort, bei Antti's Freund Seppo ankamen, war die Sauna
schon eingeheizt. Also raus aus den Klamotten und ab in die Sauna.
Am nächsten morgen wurde erst einmal ausgiebig finnisch gefrühstückt, d.h.
Eier, Schinken, Brot ect.. Gegen 10:00h fuhren wir ins Revier.
Die zu
bejagen Fläche erstreckte sich auf einer Fläche von 70 km x 150 km, also
etwas größer als bei uns. Für mich war die Wildnis beeindruckend. Sie
wechselte zwischen Aufforstungsflächen, Tundra und dichten Wald mit starken
Unterwuchs. Hierbei machte sich die gute Beratung in Bezug auf die Kleidung
und Schuhwerk durch einen norddeutschen Ausstatter sehr positiv bemerkbar.
Die Kleidung und Schuhe wurde hier einem Härtetest unterzogen, den sie mit
Bravour bestanden. Ich hatte nie nasse Füssen, geschweige den nasse Beine.
Die Gastfreundschaft der finnischen Jäger war beeindruckend, wie alles
andere auch.
Man ging früh morgens auf Morgenansitz auf den Birkhahn,

nachmittags auf Suche mit dem Hund auf Auerhahn und Schneehahn.
Die Tage vergingen wie im Flug. Trotz der anstrengenden Jagd, war man nie
überfordert, man mußte sich nur dem Tempo und der Art und Weise den
finnischen Jäger anpassen,
dann klappte alles.
Mir war auch das eine oder andere Waidmannheil beschieden, so kamen
Schneehahn und Auerhahn zur Strecke.

Der Tag der Abreise rückte näher, so konnte ich auf dem Rückweg noch Antti's
Freundin und den von mit gezüchteten Welpen sehen bzw. kennen lernen.

Dann sagte man sich jälleenäkeminen.

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