Der Baujagdspezialist

 

 

 
Die Hunde sollten folgende Eigenschaften haben.

 
 

 

 
Die Idealvorstellung des Brustumfangs liegt im Bereich von 35 cm- 40 cm, die absolute Obergrenze liegt bei  45- 48 cm.

Er begrenzt die Eignung des Hundes für die Baujagd.

Eine zu große Schärfe vom Bauhund, ist sehr negativ . Diese Hunde sind für die Baujagd nicht geeignet und verursachen nur Ärger.

Der gute Hund soll ran gehen, den Fuchs lebhaft bedrängen, aber nicht erst nach 4 Stunden herauskommen.

Ist der Bau nicht oder nicht mehr befahren, da der Fuchs gesprungen ist, sollte er sich abnehmen lassen.

So wichtig es ist, dass er im Bau laut gibt, wenn ein Fuchs steckt, so negativ ist es, wenn er  Laut gibt, ohne  dass der Bau befahren ist. 

Hier wird durch Anrüden ein Fehler gemacht, eine Maßnahme, die auch dazu führt, dass der Hund oft zu lange im Bau bleibt.

Der Typ Flieger wird gefordert, er steht für eine kurze lebhafte Jagd, bei der der Fuchs stark beunruhigt wird.

Beim Dachs soll er anders als beim Fuchs arbeiten, hier muss er auch zurückweichen, aber fest in der Arbeit sein,
er darf nicht abbrechen.
 

 

 

 
Wann ist der Fuchs im Bau ?

 

 

 

 
Die Wahrscheinlichkeit, im Oktober den Fuchs im Bau anzutreffen, ist nicht groß. Trotzdem stecken schon einige Füchse nach der Maisernte im Bau.  

Jetzt ist der Zeitpunkt, um auch die Bauten zu pflegen.  Ein Mangel, der oft von Praktikern kritisiert wird.

Januar und Februar sind die erfolgsversprechendsten Monate, aber auch im November, Dezember sind die Aussichten kaum geringer. 

Ab März ist mit den ersten Welpen zu rechnen. Schon Ende April ist die Fähe nicht mehr so oft im Bau und im Mai kaum mehr dort anzutreffen.

Der Satz  „Baujagd gleich Saujagd“ hat auch weiter seine Berechtigung. Bei schlechtem Wetter, Schnee, Regen und besonders Sturm ist der Fuchs eher im Bau.

Am Bau selber kann ich an Zeichen von Spinnweben, Gras zwar recht gut erkennen, dass der Bau nicht befahren ist, dass der Fuchs aber tatsächlich steckt, ist ohne Hund auch für den Baujäger mit sehr großer Erfahrung  nicht zu erkennen.

 Völlig irrelevant ist es, vom Geruch auf den Fuchs zu schließen.  Er besagt nur, dass ein Fuchs irgendwann da gewesen ist.
 

 

 

 
Die Arbeit am Bau

 

 

 

 
Terrierführern arbeiten nur mit einem Hund im Bau. Teckelführer arbeiten oft mit zwei und große Bauten auch noch mehr Hunden. Beim Kunstbau wird nur von wenigen ein zweiter Hund gleichzeitig geschnallt. Auch beim Dachs ist die Arbeit mit zwei Hunden selten.

Andere Jagdhunde z. B. ein Drahthaar vom Revierinhaber, sind  wenig hilfreich. Sie stören leicht durch Krach, sind ein Sicherheitsrisiko für den Bauhund.

Es gibt Füchse, die springen und die nicht springen. 

Ein Satz der stimmt, aber der Erfolg ist stark davon abhängig, ob der Fuchs etwas mitbekommen hat, wie die Leute sich verhalten. Ruhe, den Wind beachten ist eine  wichtige Voraussetzung für das Springen.

Dabei werden Feldbauten mit einem Ausgang oft gegraben werden müssen. Wenn im Januar noch bis zu 80 % der Füchse springen, sinkt die Zahl besonders wegen der Fähen im Februar auf  60 % . 

Auch aus dem gut angelegten Kunstbau springen 10 % der Füchse nicht. 

Beim Graben scheiden sich die Vorstellungen. Eine Hälfte schlägt den Bau nur auf, um dem Hund im Notfall zu helfen. Andere werden versuchen, immer dem Hund zu helfen, wenn der Fuchs nicht springt, da sie der Ansicht sind, ohne Graben sehr viel weniger Füchse zu bekommen. Es wird gewartet, bis der Hund fest vorliegt. Das wird bei großen Bauten sehr viel später der Fall sein. Beim Dachs wird zu 90-95% gegraben werden müssen. 

Die Arbeit am Dachs ist erheblich gefährlicher als am Fuchs. 

2-10 % der Bauhunde würgen auch den Fuchs im Bau ab. Es wird als sehr negativ angesehen, führt leicht zu Verletzungen und in fast allen Fällen muss der Fuchs dann gegraben werden. Terrier sind eher bei 5-10% zu finden. Sie liegen dem Fuchs in engen Röhren etwas weiter vor.

Der gesunde Dachs wird nie abgewürgt werden können, auch wenn es immer wieder behauptet wird.

 

 

 

 
Kunstbauten

 

 

 

 


Dass ein Kunstbau mit einem Eingang besser angenommen wird  als der mit einem Eingang und Ausgang  ist falsch.  

Teilweise ist die Annahme bei zwei Ausgängen sogar für besser. Auf jeden Fall springt er aus dem Bau leichter und ich bin bei jungen Hunden sicher das kein Fuchs steckt, wenn er einmal durchgelaufen ist.

Die meisten nehmen als Material Beton, aber auch mit Drainagerohre wurden gute Erfahrungen gemacht. Diese haben einen Innendurchmesser von 18,5 cm. Bei den Betonrohren ist der ideale Durchmesser 20 cm. Einige Terrierführer bevorzugen bis 25 cm. 

Die Rohrlänge geht ab 8 Meter, deutlich besser ist eine Länge von 10-12 Meter. 

Schwitzwasser ist beim Altfuchs fast nie und bei Jungfüchsen selten festgestellt worden. Die Isolierung wird als unbedeutend angesehen. Wichtiger ist , dass man an den  Kessel leicht herankommt. Für die meisten reicht eine Abdeckung von 20 cm durchaus.

Einrohrsysteme  sollten frühestens nach einem Meter, besser nach zwei zusammengeführt werden.

Der Boden des Kessels muss die höchste Stelle im Bau sein. Gut ist gelber Sand, darunter Steine oder ein Gitter als Boden. Durchmesser 60 cm und die Höhe 40 cm, das sind die Idealmaße, die jederzeit um 20-30 cm größer sein können.

Leider sind viele Kunstbauten ungepflegt und damit bleibt der Erfolg aus. Ein „kleiner Weg“ zum Eingang ist sehr wichtig. Ab Oktober sauber frei machen, etwas gelben Sand direkt vor dem Eingang. In den ersten Wochen dann ein paar Federn, ein Stück der Decke dazu. Nicht gut ein Luderschacht in der direkten Nähe oder ganz schlecht Schlachtabfälle.

 

 

 

 
Ortungsgeräte

 

 

 

 


Wer die Baujagd nicht nur in Kunstbauten betreibt, wird auf Dauer immer ein Gerät benutzen.
Es ist eine erhebliche Gefahrenreduzierung für den Hund und eine große Erleichterung, wenn ich den Hund ausgraben muss.

Alle Geräte sind gewöhnungsbedürftig und verlangen Übung. Wer nur wenige Einsätze hat, kommt oft schlecht damit zurecht. Ortungswellen, die vom Sender ausgestrahlt werden, sind nie gerade, sondern immer etwas gebogen. Das ist technisch bedingt. Die Erwartung, auf den Zentimeter genau die Richtung bestimmen zu können, ist dadurch nicht möglich. Jedoch reicht die Ortung fast immer aus, um durch einen Einschlag die Röhre zu finden.

Früher hatten viele den alten Debben Finder, gut und günstig. Das Nachfolgemodel bekommt wenig gute Kritiken. Zur Zeit wird das Ortovox Gerät bevorzugt. Es ist ausgereift und mit etwas Übung gut geeignet.

 
 

 

 
Die Sicherheit

 

 

 

 


Zu viele Hunde werden bei der Bauarbeit erschossen !

Es kann nicht sein, dass auch weiterhin die größte Gefahr von leichtsinnigen Schützen für den Bauhund ausgeht!

Füchse dürfen nur geschossen werden, wenn sie  mindestens  3-4 Meter vom Bauausgang  entfernt sind

und kein Hund dicht dahinter ist !

Ich darf nicht auf den mir zulaufenden Fuchs schießen, sondern nur auf den seitlich oder von mir weglaufenden.

Der Bauhundführer darf anders handeln, muss es öfter sogar.

Das betrifft aber nur IHN und keinen anderen !

Der Bauhundführer ist grundsätzlich der Jagdleiter. 

Baujagd ist nichts für eine große Gesellschaft. Nur 2-3 Jäger werden gebraucht. 

Bei einem großen Bau mit 15 Ausgängen und mehr kann die Zahl mal 4-6 betragen. 

Wenn ein Fuchs nicht tödlich getroffen ist, sollte der Bauhund möglichst von ihm ferngehalten werden.

Wenn der Hund noch weit genug vom Fuchs entfernt ist, sollte sofort, bei Notwendigkeit, ein Fangschuss erfolgen.

 
 

 

 


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Mit freundlichem Gruß und Waidmannsheil  für alle Baujäger