20. Kompanie „Blitz“
2005
Aus der Geschichte der Kompanie
Im Mai 1945 war der 2. Weltkrieg zu Ende. Fast 6 Jahre hatte er gedauert und nur Not, Verwüstung, Elend und Tod gebracht. Mit der Währungsreform im Juni 1948 ging es in Deutschland langsam wieder aufwärts. Durch die vielen Flüchtlinge bedingt, war Lohne in der Zwischenzeit auf 11.500 Einwohner angewachsen.
Ehemalige Schützen, die den Krieg überlebt hatten, ergriffen die Wiederbelebung des Lohner Schützenfestes. Im Jahre 1950 feierte man das 1. Lohner Schützenfest nach dem 2. Weltkrieg.
An der Kreuzung Klapphakenstraße - Schellohner Weg waren durch Albert Behrend, Paul Landwehr und Fritz von Husen Neubauten und somit eine neue Nachbarschaft entstanden. Man feierte zusammen, man redete miteinander und nach den ersten Schützenfesten, die von einigen miterlebt wurden, tauchte der Gedanke auf „Wir wollen eine Kompanie gründen“. Von Albert Behrend und Bernd Schreckenberg bekam Peter Bornhorn (damals 8 Jahr alt) einen Zettel in die Hand gedrückt mit der Maßgabe, dieses Schreiben bei den einzelnen Häusern vorzuzeigen. Konrektor Johannes Ostendorf unterstützte die Gründung einer Kompanie. Folgende Herren erklärten ihre Bereitschaft:
Bernd Kamphaus
Fritz von Husen
Clemens Ruggaber
Bernd Schreckenberg
Albert Behrend
Erni Behrend
Ernst Bornhorn mit seinem Elmar, der am Schützenfesttage das Schild trug
Paul Landwehr
Friedrich (Viti) Thole
Paul Seelhorst
Franz (Fenni) Seelhorst
Franz Fangmann
Heinrich Supe
Alfons Südkamp
Aloys Fangmann
Alfons Schwerter
Rolf Ostendorf
Franz Döllmann als Regimentsfahnenträger.
Der Kopf der Kompanie sah wie folgt aus:
Hauptmann: Albert Behrend
Feldwebel: Franz Fangmann
Unteroffizier: Bernard Kamphaus
Kassenwart: Viti Thole
Vom Regiment wurde uns in der Reihenfolge die Zahl "20" zugeteilt und von uns kam das Wort "Blitz" hinzu.
Folgende Beschlüsse wurden gefasst:
1. Unser Kompanielokal soll die Gastwirtschaft Ruggaber an der Lindenstraße mit der Kompaniemutter Hedwig Ruggaber sein.
2. Das Antreten der Kompanie erfolgt auf dem Hof des Hauptmanns. Schon bald sprach man vom "Amtmannsbult".
3. Die Uniform besteht aus einem grünen Strohhut und auf der Anzugsjacke ist ein grüner Kragen genäht, und das Holzgewehr mit einer Blume geschmückt. Der Hauptmann als Kompanieführer trägt eine Blau - Rote Schärpe (Oldenburger Farben). Albert Behrend trug den Degen, den Bernard Schreckenberg in seiner aktiven Dienstzeit vor dem Kriege tragen durfte.
Eine besondere Initiative entstand schon im ersten Jahr. In der Werkstatt von Albert Behrend wurde der "Borenorden" angefertigt mit der Inschrift:
Was Boren sind und waren, soll diesen Orden tragen.
Im folgenden Jahr wurde der Borenorden mit einem 5-Markstück bereichert, das auf der Vorderseite einen Turm zeigte. Diesen Orden, der um den Hals getragen wird, verleiht man jedes Jahr einem Schützenbruder, der sich im Laufe des Jahres besonders durch Streiche, Vorträge oder sonst wie hervorgetan hat. Der gekürte BOR hat diese Borenkette auf allen internen Versammlungen zu tragen, außer auf dem Schützenfest.
Nach der Gründung der 20. Kompanie "Blitz" fragt man, warum dieser Name???
Unser 1. Hauptmann war Albert Behrend, der als Turmdachdeckermeister den Beinamen "Blitz" trug und seinen Hof an der Klapphakenstraße war der Antreteplatz. Unser Kompanielokal fanden wir in der Gastwirtschaft Ruggaber an der Lindenstraße. Unsere Kompaniemutter Hedwig war einmalig, eine Klasse für sich, die mit Schützenbrüdern prima umgehen konnte.
Zwar waren die Räumlichkeiten sehr klein, aber wir haben dort, auch mit unseren Frauen,viele schöne Stunden erlebt. Leider mussten wir unser Kompanielokal im Jahre 1971 verlassen, da ein Brand das Gebäude vernichtet hatte. Von Ruggaber zogen wir nach Göttke in Schellohne. Hier hatten wir vor 1971 schon manche schöne Abende beim Kohlessen oder beim Wintervergnügen mit unseren Frauen gemeinsam erlebt. Und nun wieder zurück zum 1. Kompanielokal. Nicht nur schöne Stunden, sondern auch echte Borenstreiche durften wir dort erleben. Man denke an unseren Präsidenten Aloys Diekstall, der montags als "ein Gegenüber" zu uns kam. Eine Fahnenstange hatte es ihm angetan. "Ich wette bei einem Fass Bier, dass nach diesem Schützenfestsonntag kein Schütze die Fahnenstange erklimmen kann". Unser Holzwurm Walter Sieveke hatte das kaum vernommen, da war er auch schon oben. Welch ein Gesicht des Präsidenten. Er musste die 50 Liter Bier begleichen.
Viel Spaß kam auf, wenn Walter sich immer wieder einen Schützenbruder schnappte, mit dem er dann den "Zimmermannstanz" absolvierte. Oft waren blaue Flecken der Lohn für den Schützen.
An einen Frühschoppen sei erinnert, als sich eine Katze in einem hohen Baum verirrt hatte. "Die schnappen wir uns und marschieren mit ihr zum Schützenplatz". Drei Schützenbrüder spielten "ein Eichhörnchen" und wieder war ein Fass Bier gewonnen. Die Katze (Bolze) wurde in einem Käfig transportiert worauf ein Schild angebracht wurde "Katze bei Nachtübung eingefangen". Man war tierlieb und beim Festmarsch wurde der Katze bei Pastors Graben wieder die Freiheit geschenkt.
Am 9. Dezember 1966 hatten wir uns zu einer Kompanieversammlung bei Ruggaber eingefunden. Ein Wintergewitter kam auf. Der erste Blitz sauste den Kirchturm am Blitzableiter herunter, den die Fa. Blitz angelegt hatte. Der Zweite suchte sich einen Baum beim Friedhofseingang und der dritte Blitz schlug in das Haus unseres Hauptmanns Fritz Busch, der die 20. Kompanie zu dieser Zeit führte, ein. Trotz des Blitzableiters und der 20.000 KV-Leitung hob der Blitz das Dach an und sauste den Dachstuhl hinunter und richtete Schäden an. Wenige Tage später las man in der OV: "Der Blitz kehrte bei Blitz ein".
Ein weiteres Gewitter erlebten wir nach einem sehr heißen Schützenfestsonntag bei Göttke in der Bayernstube. Kurz vor Mitternacht schlug der Blitz bei Göttken Hofkreuz ein, das sich nur wenige Meter von unserem Kompanielokal befand.
Als Gesangkünstler und als Unterhalter taten sich Ernst Bornhorn mit seinem Wolgalied und Alfons Südkamp mit Tingel, Tangel hervor. Als Hofsänger wirkten Fenni Seelhorst und Elmar Bornhorn.
Seitdem Lohne Garnisionsstadt war, hatten die Lohner ein sehr gutes Verhältnis zur Bundeswehr. Wir von der 20. Kompanie haben die Kasernen, die Leit- und Abschussrampe besucht.
Die gelbe "Spieß-Schnur", die man bei der Bundeswehr trägt, wurde jährlich einem langjährigen Feldwebel übergeben. Zu ihnen gehörte "Gento" Alfred von Lehmden.
Als 1982 am Schützenfestsonntag das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft mit der Frage, wer wird Fußballweltmeister, anstanden, sorgte unsere Kompanie für die Aufstellung einer Großbildleinwand in dem Saal bei Göttke. Gerne haben wir der 13. Kompanie "Schellohne" die Bitte erfüllt, gemeinsam die Spiele ansehen zu dürfen. Es war sozusagen der Beginn einer sehr guten Nachbarschaft der beiden Kompanien im Vereinslokal Göttke-Schellohne.
An diesem Schützenfest 1982 hatte unsere Kompanie Besuch aus Amerika. Es war kein geringerer, als der Sohn unseres Schützenbruders Ernst Bornhorn, Günter Bornhorn aus Oklahoma City. Er war im Jahre 1956 nach Amerika ausgewandert und wollte einmal wieder richtig Schützenfest in Lohne feiern.
In den Jahren kamen immer wieder neue Schützenbrüder zu uns. Einige verließen uns auch wieder .Im Jahre 1975 begann bei uns das Zeitalter der Jungschützen mit Andreas Schwerter und Clemens Willenbring jr.
Im Jahre 1984 kamen fünf Jungschützen zu uns (Rolf Frilling, Andreas Kellermann, Dietmar Prüne, Martin Rolfs, Walter Sieveke). Außerdem kamen in diesem Jahr Felix von Husen und Jürgen von Wahlde (Turky) zu uns. Heute haben wir eine gute Mischung aus Alt und Jung.
Im Schützenjahr 1984 erhielt unser Schützenbruder Ernst Bornhorn endlich den höchsten Orden "Für Kameradschaft und Treue".
Weitere Erinnerungen haben es verdient, erwähnt zu werden:
Am Schützenfestmontag, 14. Juli 1980 gegen 10.23 Uhr meldete Aloys Rolfes-Göttke,dass der Brandschutzprüfer "Dölli" angerufen habe, er müsse dringend nach Bonrechtern. Ein Stoßtrupp der 20. Kompanie, der die verdächtige Aussage überprüfen sollte, stellte fest, dass "Dölli" fest schlummernd in seinem Bette lag. Die Bestrafung mit einem Fass Bier nahm er an.
Aber eins muss hier gesagt werden: Er war und ist ein echter BOR. In der Bayernstube ärgerte uns beim Frühschoppen ein dicker Brummer. Wir nannten diesen Brummer „Eukanabu“.
„Wer den fängt und verzehrt, erhält von der Kompanie 50 Literfass, gefüllt mit Bier.“ Dölli durfte dieses Bier für die Kompanie in Empfang nehmen.
Über unsere Borenkette könnte man einen Roman erzählen. Man denke an die Rückkehr vom Diepholzer Schützenfest oder an das Vermisstsein und dabei war sie in einem Schrank bei Göttke aufbewahrt worden. Im Jahr 2003 / 2004 war dann wohl der absolute Höhepunkt. Der Feldwebel Walter Sieveke hatte seine Borenkette beim Kohlessen abgelegt um zu tanzen. Nach dem Tanz war die Kette wie vom Erdboden verschwunden. Sie tauchte auch nicht wieder auf.
Während der zweiten Kompanieversammlung am 19. Juni 2004 konnten wir zwar einen neuen BOR wählen, Dr. Alfred Elbers, aber die Übergabe der Kette konnte nicht erfolgen. Der Dr. sagte, wenn am morgigen Sonntag, 20.Juni 2004, an dem wir mit unserer Kompanie am Jubelfeste in Vechta teilnahmen, die Borenkette wieder auftaucht, würde er sie auch übernehmen.
Die Kette war am nächsten Tag nicht da. Auch über das Lohner Schützenfest 2004 war die Kette nicht da. Erst am 11. September 2004 bekam gegen Mittag der Hauptmann Peter Bornhorn von unserer Kompaniemutter Elisabeth einen Anruf: "Die Borenkette ist wieder da". Wo war die Kette in der ganzen Zeit abgeblieben? Im Clubraum hinten an dem runden Fenster hatte sie die ganze Zeit in einem Blumentopf friedlich gelegen. Der Zustand der Kette war furchterregend. Unser Waffenmeister, Felix von Husen, bot an, die Kette in einem Ultraschallbad wieder zu säubern. Auf dem Bataillonsball 2004 im Oktober auf dem Saal Stratmann-Schöbel wurde die Kette von unserem Schützenpräsidenten Walter Meyer wieder an unseren ehemaligen Feldwebel, inzwischen aber Major, Walter Sieveke, überreicht.
Auf unseren Schützenbruder Peter muss noch hingewiesen werden. Als "Dr. Drinkmann" marschierte er am Schützenfestmontag 1987 mit uns zum Schützenplatz. Von Zuschauern wurde er bewundert, beklatscht und mit Hurra-Rufen bedacht. Auf dem Platz ließ unser Präsident Alois Diekstall dann ein "furchtbares Gewitter" auf unseren Hauptmann "Dölli" niedersausen. Aber die Blitz-Kompanie hatte durch diese Wette ca. 300 Liter Bier gewonnen.
Am 19.04.1985 tagten wir bei Göttke. Anwesend waren anlässlich des 30-jährigen Bestehens der 20. Kompanie der Präsident Alois Diekstall und der Major des !. Bataillons, Clemens Heckmann. Die Gründungsmitglieder erhielten den "Treueorden".
Die Hauptleute der 20. Kompanie "Blitz"
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Name |
Jahre |
von |
bis |
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Albert Behrend |
3 |
1955 |
1958 |
|
--- |
2 |
1958 |
1960 |
|
Paul Seelhorst |
6 |
1960 |
1965 |
|
Fritz Busch |
5 |
1966 |
1970 |
|
Alfons Schwerter |
13 |
1971 |
1983 |
|
Alfred von Lehmden |
3 |
1984 |
1986 |
|
Franz Döllmann |
10 |
1987 |
1996 |
|
Peter Bornhorn |
offen |
1997 |
heute |
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Die Feldwebel der 20. Kompanie "Blitz"
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Name |
Jahre |
von |
bis |
|
Franz Fangmann |
3 |
1955 |
1958 |
|
Bernd Schreckenberg |
3 |
1960 |
1962 |
|
Erni Behrend |
3 |
1963 |
1965 |
|
Alfons Schwerter |
5 |
1966 |
1970 |
|
Franz Döllmann |
3 |
1971 |
1973 |
|
Alfred von Lehmden |
7 |
1974 |
1980 |
|
Alfons Klinker |
1 |
1981 |
1981 |
|
Alfred von Lehmden |
2 |
1982 |
1983 |
|
Hans-Georg Wellmann |
3 |
1984 |
1986 |
|
Rainer Möllmann |
5 |
1987 |
1991 |
|
Peter Bornhorn |
5 |
1992 |
1996 |
|
Walter Sieveke |
8 |
1997 |
2004 |
|
Andreas Kellermann |
offen |
2005 |
heute |
|
|
|
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Die Kasse der 20. Kompanie "Blitz" verwalteten
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"Viti" Thole, Franz Fangmann Aloys Fangmann Bernd Prüne Paul Landwehr Theo Frilling Stephan Wellmann Rolf Frilling |
Die Unteroffiziere der 20. Kompanie "Blitz" arbeiteten
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Bernard Kamphaus Walter Sieveke sen. Franz Döllmann Franz Seelhorst Hans-Georg Wellmann Peter Bornhorn Josef Landwehr Felix von Husen Dietmar Prüne Peter Fitz |
Zum gedenken der verstorbenen Schützenbrüder der 20. Kompanie „Blitz“
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Clemens Ruggaber |
30.09.1965 |
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Albert Behrend |
27.08.1967 |
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Rolf Ostendorf |
01.10.1974 |
* |
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Bernard Prüne |
12.02.1979 |
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Paul Seelhorst |
19.03.1979 |
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Ernst Bornhorn |
25.07.1985 |
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|
Franz Seelhorst |
07.09.1987 |
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Ernst Behrend |
18.03.1991 |
* |
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Walter Sieveke |
15.02.1993 |
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|
Alfons Südkamp |
18.07.1995 |
* |
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Fritz von Husen |
23.03.1996 |
* |
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Rainer Möllmann |
20.05.1998 |
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Bernard Kamphaus |
04.08.2000 |
* |
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Alex Sawadka |
15.09.2000 |
* |
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Ferdinand Hempelmann |
23.12.2001 |
* |
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Bernhard Schreckenberg |
04.02.2005 |
* |
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Fritz Busch |
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* |
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Friedrich Thole |
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* |
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Franz Fangmann |
|
* |
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Heinrich Supe |
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* |
* = einige Schützenbrüder gehörten am Sterbetag der Kompanie nicht mehr an.
Ehrenhauptmann Alfons Schwerter
Im Schützenfestjahr 1984 wurde ihm vom König Heinz Dettmer bei einer Kompanieversammlung unter Hauptmann Alfred von Lehmden, die bei den „Bornhorns“ stattfand, die Ehrenurkunde überreicht.
Seine Lebensdaten für die 20. Kompanie „Blitz“ sind:
1. Mitbegründer der 20. Kompanie im Jahr 1955
2. Er war und ist ein einsatzfreudiger Schütze.
Alfons Schwerter erhielt 5 x den Motto-Orden und zwar:
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1965 |
Stadt und Land, Hand in Hand |
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1969 |
Ein Schützenherz, ob alt, ob jung, stets schlägt es in Begeisterung |
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1976 |
Fortschritt wagen, aber Tradition bewahren |
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1981 |
Alle gemeinsam, niemals einsam |
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2006 |
Schutz dem Schwachen, Hilfe in der Not sei uns Schützen stets ein Gebot |
Alfons Schwerter war 5 Jahre Feldwebel und hat 13 Jahre die 20. Kompanie als Hauptmann geführt. Im Jahre 1999 erhielt er den höchsten Orden des Lohner Schützenregiments „Für Kameradschaft und Treue“.
Von der Stadt Lohne wurde Alfons Schwerter am 23. November 2002 mit dem „Nieberding-Schild“ ausgezeichnet.
Alfons Schwerter ist 83 Jahre jung und nimmt noch immer an allen Aktivitäten der Kompanie sowie an den Schützenfesten in Uniform teil.
Königsthron der 20. Kompanie 1962 / 63
Wie immer hatten wir am Schützenfestmontag einen netten Frühschoppen begangen. Es war warm und der Marsch zum Festplatz war nicht besonders angenehm. Immer wieder fragten sich Schützenbrüder gegenseitig aus. „weißt du, wer König wird?“.
Laut Aussage des Präsidenten Aloys Diekstall war der König zwar da und hatte auch zugesagt das Amt anzunehmen, aber durch plötzlich unangenehme Gegebenheiten musste er sich sehr kurzfristig von seiner Zusage lösen.
Jetzt erlebte man einen sehr aufgeregten Präsidenten. Die Uhr zeigte schon auf 15.00 Uhr. In dieser Situation kam er zur 20. Kompanie und redete auf den Schützenbruder Albert Behrend ein, der nach einer kurzen Überlegung und Rücksprache einwilligte.
„Der fliegende Reiter“ überbrachte diese Zusage zum „Amtmannsbult“, wo noch mehrere Frauen beim Kaffeetrinken waren. Jetzt hieß es, schnellstens fertig zu werden.
Bei Ida Behrend stand man sich gegenseitig im Wege. Die Fa. Leffers war mit einem Stapel langer Kleider aufgetaucht und die Fa. Kramer mit Schuhen. Dann arbeiteten im Kreise dieser Frauen zwei Haarverschönerungsleute. Aber es klappte alles wunderbar und um 18.00 Uhr traf die Königskutsche mit dem Gefolge im Café Schlarmann ein.
Der Thron setzte sich wie folgt zusammen:
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König |
Albert Behrend mit seiner Frau Ida |
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Minister |
Ernst Bornhorn mit seiner Frau Rosa |
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Minister |
Bernhard Prüne mit seiner Frau Herta |
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Minister |
Bernd Schreckenberg mit seiner Frau Christa |
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Minister |
Fritz von Husen mit seiner Frau Emmi |
Es wurde tüchtig gefeiert und ein schönes Königsjahr verlebt. Der Frühschoppen am Schützenfestmontag im Jahre 1963, wozu sich einige neue Schützenbrüder eingefunden hatten, war bei Albert Behrend auf dem Hofe bei schönstem Sonnenschein. Viel Freude erlebten die Senioren aus der erweiterten Nachbarschaft, die König Albert zum Frühschoppen eingeladen hatte. Außerdem wurde auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine riesige Kinderbelustigung durchgeführt.
Majore
Zwei Schützenbrüder der 20. Kompanie wurden vom 1. Bataillon zum Major des Bataillon gewählt. Es waren bzw. sind die Schützenbrüder Fritz Busch (t) und seit dem 3. September 2004 Walter Sieveke. Adjutanten waren Paul Wegmann und seit dem 3. September 2004 Stephan Wellmann.
Mitbegründer der Kompanie
Vier Schützenbrüder gehören seit 1955 der Kompanie an und sind sozusagen die Mitbegründer der Kompanie. Sie sind alle vier noch aktiv in der 20. Kompanie. Es sind die Schützenbrüder Ehrenhauptmann Alfons Schwerter, Paul Landwehr, Franz Döllmann und Elmar Bornhrn.
© 29.12.2006