Morgenstund' hat Mais im Mund
Da zum Glück langes Wochenende war, wollte ich natürlich wieder ans Wasser und versuchen einen Karpfen auf die Matte zu legen. Das Zielgewässer war dieses mal ein ca.20ha großer See, wo ich noch nie gefischt habe, so gut wie nichts darüber weiß und auch nicht vorgefüttert habe. Das kann ja was werden dachte ich mir als es los ging
Als ich dann am Wasser ankam, sah ich schon Tobias, Dennis und seinen kleinen Cousin Tobi. Ich baute mein Tackle dann ca. 50m weiter auf und legte die Montagen dann ohne vorher genau auszuloten (hatte keine Zeit dazu, da wir Fußball gucken mussten) in ca. 2-3m Tiefe ab. Eine Rute beköderte ich mit einem Erdbeer-Boilie und die andere mit einigen Maiskörnern. Nachdem sich in der Nacht keiner von unseren Bissanzeigern meldete, habe ich ein paar Stellen ausgelotet um neue Spods für meine Köder zu suchen. Als ich fast fertig war mit der Suche, hörte ich wie Dennis seinen Cousin sagte, dass er ganz ruhig bleiben soll und den Fisch ziehen lassen soll. Ich bin dann sofort zu ihnen hin und sah schon wie Tobi mit seiner Feederrute einen etwas größeren Fisch drillte. Nach einiger Zeit sahen wir einen Schuppenkarpfen an der Oberfläche, welcher dann aber auch sicher gekeschert werden konnte. Anschließend habe ich dann meine Rigs auf den beiden vorher gefundenen Spods abgelegt. Den Erdbeer-Boilie in 2,8m und den Mais, welchen ich vorher noch in Halibutt Sirup gedippt habe, in 1,8m. Bis zum Abend tat sich leider nichts, sodass ich mich gegen 23 Uhr hingelegt habe. Um halb 4 meldete sich dann ein Bissanzeiger mit 2 kurzen Piepsern, mehr aber leider nicht. Dabei bemerkte ich, dass bei meiner Funkbox die Batterie leer ist. Doch da ich nicht mitten in der Nacht neue Batterien wechseln wollte, hoffte ich, dass ich auch so von meinen Bissanzeigern geweckt werde, was auch klappte. Etwa 45 Minuten später gab es dann an der anderen Rute, wo der Boilie dran war, einen Fallbiss Als ich aber die Rute in der Hand hatte, war der Fisch schon wieder weg. „So eine Scheiße!!!“, dachte ich mir und legte mich wieder hin. Um kurz vor 7 gab ein Bissanzeiger in Abständen von ca. 3-5 Sekunden immer wieder einen Piepser ab. Als ich zur Rute ging, „freute“ ich mich schon auf einen Brassen welcher am Haken hängt. Doch als ich leicht angeschlagen habe, merkte ich dass das wahrscheinlich kein Brassen ist, sondern ein kleiner Karpfen sein muss, welcher den Mais gefressen hat. Nach einem Drill von etwa 5 Minuten war der Schuppi dann im Kescher und wurde auch wieder nach ein paar Fotos in sein Element freigelassen.
Anschließend habe ich meine Sachen eingepackt und bin sehr zufrieden nach Hause gefahren, da ich nicht damit gerechnet hätte, dass überhaupt etwas beißt und es mein erster Karpfen nach 7 Karpfenlosen Nächten war.