Another Night on Cookie

von Steffen

 

Nach einem sehr langen und extrem heißen Sommer sind die Temperaturen mittlerweile endlich wieder in einem Bereich angekommen, wo man entspannt am Wasser sitzen kann und es auch sinnvoller ist auf Karpfen zu angeln als bei 35°C. Doch da ich momentan durch meine Ausbildung nicht mehr so viel Zeit zum angeln habe, musste die lang ersehnte Session auf Karpfen noch etwas warten. Am letzten Wochenende war es dann endlich soweit. Zielgewässer war ein Altarm, wo Timo, ein befreundeter  Karpfenangler aus unserem Verein gerade mit seiner neuen Boiliekreation, den „Cookies“, fütterte. Während ich auf diesen Spod fischen durfte (Danke dafür!), fischte er auf seinem anderen Futterplatz, welcher mit 2 verschiedenen hochwertigen Fertigboilies befüttert wird. Als ich dann gegen 18:30 am Wasser ankam, wurden meine beiden Ruten sofort startklar gemacht und beködert. Eine mit einem 16mm Cookie und die andere mit einem Snowman aus einem 16mm Cookie und einem 14mm pinken Pop-Up. Da ich nah an Hindernissen fischte, stelle ich den Freilauf etwas härter ein wie sonst, was sich später aber noch als falsche Entscheidung rausstellen sollte… . Gegen 22:30 Uhr legte ich mich dann auf meine Liege und hoffte durch meinen Bissanzeiger geweckt zu werden. Um 01:00 Uhr war es dann soweit und die Rute mit dem Snowman zog ab, während ich die Zelttür aufmachte, sah ich nur wie meine Rute davon flog. Nach kurzer Suche fand ich die dann allerdings unten im Gebüsch liegen und nahm sofort Kontakt zum Fisch auf. Während des Drills bemerkte ich ein Gefühl was nicht so gut ist, und zwar hatte sich die Hauptschnur um mehrere Äste gewickelt, wodurch ich den Fisch nicht näher randrillen konnte. Ich hoffte, dass sich die Schnur irgendwie wieder befreite, doch es klappte nicht. Also musste ich in Boxershorts und mit einem Kescher in der Hand durch den Altarm gehen und den Schuppi dann halt so Keschern. Das Wasser war zwar nicht sehr warm, aber was macht man nicht alles um Karpfen zu fangen ;) Nachdem der Fisch versorgt wurde, legte ich mich wieder hin um kurze Zeit später wieder geweckt zu werden. Dieses Mal hatte ich aber dazugelernt und stellte den Freilauf vorher etwas leichter ein, sodass der Karpfen mir nicht die Rute von den Banksticks zog. Nach einem kurzen Drill lag wieder ein schöner Schuppenkarpfen im Kescher, welcher auch auf den Snowman gebissen hat. Die restliche Nacht ging dann leider nichts mehr, weder bei mir noch bei Timo, sodass wir morgens dann schnell ein paar Fotos machten und die Fische dann wieder schwimmen ließen. Anschließend packte ich zufrieden meine Sachen ein und freute mich schon wieder auf die nächste Session.