Mein erster Flusskarpfen
Normalerweise fische ich fast nur in Stillgewässer, aber da ich auch mal etwas neues ausprobieren wollte, ging es dieses mal an einen Fluss welcher bei uns durch die Stadt fließt. Da ich noch nicht wusste an welchen Platz es gehen sollte, fütterte ich auch nicht vor. Als ich dann abends um etwa 20 Uhr am Wasser ankam, wurden die Ruten sofort mit Pellets und Tigernüssen beködert und ausgeworfen. Manchmal gab der Bissanzeiger ein kurzes piepen von sich, aber das auch nur weil eine Menge Kraut in die Schnüre geschwommen ist. Kurz vor Mitternacht legte ich mich dann auf meine Liege und kurze Zeit danach bin ich auch schon eingeschlafen. 2 Mal meldete sich in der Nacht noch mein Bissanzeiger, aber leider nur wegen Kraut in der Schnur. Um kurz vor 7 wurde ich dann wach und keine 5 Minuten später gab ein Bissanzeiger einen Dauerton ab. Sofort bin ich zu der Rute hin und nahm Kontakt zum Fisch auf. Ich merkte, dass es kein kleiner sein kann, da er viel Kraft hatte. Der Karpfen zog immer weiter Richtung den Schnüren von einem Kumpel, welcher auch dabei war. Da er aber zu dem Zeitpunkt noch am schlafen war und er, obwohl ich ca. 5496 nach ihm rief, nicht wach wurde, ging ich mit der Rute in der Hand die ca. 40m zu seinem Platz, wo mittlerweile auch schon der Karpfen angekommen war. Erst jetzt merkte er, dass ich einen Fisch dran habe und natürlich musste der Karpfen dann auch direkt durch seine Schnüre ziehen. Als dann aber wieder alles auseinander gefummelt war ging der Drill weiter. Ca. 10 Minuten später lag er dann endlich im Kescher und war größer als vermutet (Mein neuer PB)! Nachdem dann ein paar Fotos gemacht wurden, durfte er wieder weiter schwimmen. Die restlichen Stunden blieben die Bissanzeiger aber stumm, was mir aber auch egal war, da dies mein erster Flusskarpfen war und ich dadurch in nächster Zeit wohl viel häufiger an Fließgewässer anzutreffen bin.