Eine Hand Voll...
Sooo... Länger war ich ja nicht aktiv - sowohl im Netz als auch
am Wasser. Aber was will man erwarten bei den Verhältnissen.
Selbst der Süden Deutschlands kommt wahrscheinlich noch besser
davon. Aber gut - positiv denken! 2010 ist gestartet und damit
auch einige gute Vorsätze. Werde wohl mal versuchen die ein oder
andere Nacht mehr am Wasser zu verbringen. Dann bekomme ich auch
vielleicht den ein oder anderen Bericht mehr hin. Zwischen den
Feiertagen habe ich mal das ein oder andere ältere Foto
angeschaut und da geht es euch wahrscheinlich genauso wie mir.
Ein Foto hatte es mir aber ganz besonders angetan, nicht nur das
es sich dabei um den größten des letzten Jahres handelt sonder
auch hinter dem Fang.
Wie ihr auch schon aus dem vorherigen Bericht erfahren habt, hab ich im letztes Jahr einem engen Zeitplan gehabt und musste das Fischen mehr oder weniger dem Zufall als auch der Zeit überlassen.
Ich nutzte also jede Minute so gut es ging aus. Aber auch was das gezielte füttern anging musste ich einige Rückschläge einstecken. So musste ich des Öfteren aufgrund von Hochwasser meiner Lieblingsstelle weichen. Es war aber gar nicht so leicht so schnell und auch noch ohne Futter eine Stelle zu finden die sich mal schnell für 4 stunden erfolgreich anbot. Dennoch habe ich es geschafft und habe an einen Stillgewässer in nähe meines Wohnortes noch ein schickes Plätzchen ausmachen können. Erschöpft von meiner damaligen Tätigkeit kam ich dann eines Abends gegen 18.30 Uhr am Gewässer an und schnell wurde das wichtigste aufgebaut. Die Köder platziert und eine Hand voll Fischboilies hinter her und noch für 3 – 4 Std. die Abendsonne genießen. wie schon gesagt auf Grund dessen dass ich völlig unvorbereitet gekommen war versprach ich mir nicht viel. Zu dem war das Gewässer als auch der Spot Neuland. Um so mehr erstaunt war ich als nach einer Stunde ein leises summen der Bissanzeiger zu hören war. Rute in die Hand und den Rest brauch man ja nicht jedes Mal ausführlich zu beschreiben - kennt ihr ja selbst. Als die Kraft dann genauso schnell nach lass wie sie begonnen hatte war ich in der zwischen zeit von einer brasse ausgegangen, was sich aber nach 2 Minuten dann doch nicht bestätigte.
Ein kleinerer Spiegler hatte sich für den kleinen 16ner entschieden.
Kurz ein Pic geschossen und ihn gebeten schnell größer zu werden und dann zurück ins Wasser.
Danach die Rute wieder startklar gemacht und zurück an dem Baum unter Wasser platziert in einer Tiefe von 1.50m - was für mich schon fast als tief erschien. ;-)
Jetzt erstmal ne Mütze Schlaf nachholen, denn um 4 Uhr musste wieder das Brot verdient werden.
Es dauerte wieder ne knappe Stunde und ich konnte den zweiten Fisch landen. Da es langsam Richtung Dunkelheit ging entschied ich mich für heute die Jagd erfolgreich und zufrieden einzustellen. Das einzige was ich noch machte war eine Hand voll Boilies fürs nächste Mal zu hinterlassen. Das nächste Mal war schneller als geplant und zwar schon zwei Tage später. Dieses Mal auch am Nachmittag. Ich wollte die Zeit ausnutzen und so machte ich mich gegen 15 Uhr mit Wathose und Köder in der Hand im Wasser auf dem weg zum Spot. Ruten abgelegt und ab auf den Stuhl. Nach ca. einer halben stunde kam der erste Run wo ich leider passen musste ich hatte kurz Kontakt musste mich aber dem stärkeren Ende geschlagen geben. Einerseits deprimierent, doch andererseits verleiht es mir noch mehr Ansporn beim nächsten mal noch mal alles besser zu prüfen und genauer zu sein. Also Ruten wieder neu raus, nen Kippchen, nen Kaffee inklusive Wartezeit mit nen paar netten Damen denen man gerne beim baden zuschaute. So waren die nächsten 45 Minuten schnell verstrichen und ich fand mich mit der Rute im Wasser wieder um einen anderen schönen Spiegler zu drillen.
Ich dachte so könne es weiter gehen... Foto, Klin–ik und zurück ins Wasser! Hammer - keine zwei stunden und zwei Läufe und ich hatte noch Zeit.
So machte ich mir es wieder gemütlich und las einwenig im neuen Karpfenspiegel.
Zwischenzeitlich hatte ich noch eine Hand voll nachgefüttert. Nach 2 Stunden lief wieder die Baumrute ab und ich musste mich beeilen da der fisch ordentlich Dampf gab. Also kam es nicht mehr dazu das ich die Watstiefel hoch zog sonder ich sprang so ins Wasser (schickes Gefühl wenn die Stiefel volllaufen). Der am anderen Ende wollte mir aber sein Kreuz noch net zeigen und gab noch einmal alles und nahm dann auch noch meine andere Rute mit. 30 Sekunden später hatte ich keinen Kontakt mehr ich dachte –Shit- und merkte dennoch schnell das etwas auf mich zu kam. Die andere Rute ins Wasser gelegt und der Kampf ging weiter. Es dauerte noch ca. 8 Minuten und ich sah zum ersten mal das kreuz und dachte mir „Ok“ jetzt keinen Fehler machen Tobi. Noch eine kurze Flucht und ich konnte das grobmaschige unter ihn schieben. Mir blieb nichts anderes als dieses Gefühl mit einen lauten Schrei auszudrücken! Ein sehr schöner Schuppi war der Anlass dazu.
…und das alles mit ein wenig Vorbereitung, einer guten Stelle und „Einer Hand Voll“ Boilies!
