Mein erster Karpfen 2010

von Timo

 

Endlich Urlaub, ich musste los, zum fischen und dachte mir das ich sofort nach der Arbeit meine Sachen packe und mich auf den Weg zu meinem Hausgewässer mache. Ich baute mein Tackle noch abends um halb 11 auf, nachdem ein heftiges Unwetter umhergezogen ist. Zwei Stunden später war dann das Lager für die Nacht errichtet und die Ruten auf den Spots platziert. Ich habe für diesen Ansitz keine große Futterkampagne gestartet, da die Fische bei dieser Hitze eh nicht in großer Fresslaune sind. Die erste Nacht ging eigentlich ganz schnell rum da ich gut und fest schlafen konnte. Am ersten Morgen bin ich sofort von einem Vollrun geweckt worden, ich dachte jo endlich. Nach ein paar Minuten merkte ich , dass es kein Karpfen, sondern eine Ente war. Ich konnte die Ente sicher zurücksetzen und meine Rute wieder platzieren. Leider hat sich bis zum Abend kein Fisch mehr bemerkbar gemacht. In den Abendstunden habe ich meine Strategie noch einmal überdacht. Meine Linke Rute habe ich ca. 150m an eine überhängende Birke geschwommen. Das Problem nur war, dass sich eine Stunde später ein Angler auf diese Stelle gesetzt hat, wo ich dann leider diese Rute wieder entfernen musste. So gegen 23 Uhr kamen dann noch ein paar Angelkollegen vorbei und wollten natürlich Bilder sehen, die ich leider noch nicht vorweisen konnte. Um 23:31 Uhr saßen wir dann gemütlich auf unseren Carp-Chairs um die Sterne zu zählen. Auf einmal ging meine rechte Baumrute lautstark los, Vollrun. Ich dachte ja wohl, bitte keine Ente. Der Karpfen ist natürlich sofort in die überhängenden Äste rein geschwommen. Nach ein, zweimal ziehen war der Karpfen wieder frei und ich konnte ihn in Ruhe drillen. Er ist mit kreischender Rolle davon geschwommen, bis in die Seemitte. Nach einiger Zeit war der Fisch dann am Ufer. Dann machte einer meiner Kollegen, dass Licht an und der Karpfen zog noch mal los, schnell musste ich die Bremse wieder öffnen. Doch dann konnte ich den Karpfen so ran pumpen. Ich kescherte ihn und legte in sofort vorsichtig auf die Abhackmatte (Vorher mit Wasser gut befeuchtet). Die Wunden habe ich dann mit meinem Carp-Care-Kit verarztet. Dann habe ich ihn in mein Wiegesack hinein gelegt und gewogen, ich war erstaunt. Mein neuer PB. Nach ca. 5 Minuten sackte ich ihn ein. Morgens konnten wir dann, ein paar schöne Bilder schießen. Dann schickte ich ihn wieder in sein Element. Stolz packte ich wie immer so gegen Mittag mein Tackle wieder zusammen und fuhr wieder Nachhause. Im Auto habe ich dann noch über die Geschehnisse nachgedacht. Ich hoffe das Jahr geht noch so weiter. Wünsche euch und unserem Team noch viel Petri Heil.