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| Organisation | |||
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1809
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Mit Kabinettsorder vom 24.11.1808 wurde die Reorganisation der Artillerie angewiesen. |
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| 1. oder Preußische Artillerie Brigade (Oberst v. Oppen) | |||
bestand aus: |
gebildet aus: |
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Zwölf Fuß- und drei reitenden Kompanien (Nummern 1-12 und 1-3) Die Fuß-Kompanien waren für vier Sechspfünder und eine Zwölfpfünder-Batterie bestimmt. Sieben Kompanien waren für die Festungsartillerie bzw. als Reserve vorgesehen. Mit Kabinettsorder v. 7.12.1808 wurden die 1.Fuß- und die 1. reitende Kompanie zur Garde-Artillerie erhoben. 1809 wurde die 2. Fuß-Kompanie zur Artillerie-Handwerkskompanie mit Sitz in Königsberg. Zwei Kompanien standen in Graudenz, eine in Pillau. Der Rest ganisonierte in Königsberg. Die drei Kompanien außerhalb Königsbergs wurden jährlich gewechselt.
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dem Ostpreußischen (ehem. 4.) Artillerie-Regiment mit zehn Kompanien den zwei reitenden Kompanien aus Königsberg (Major v. Brockhausen Nr. 2 und Kapitän v. Schmidt Nr. 45) der Festungsartilleriekompanie in Graudenz der Festungsartilleriekompanie in Pillau und bei Bedarf aus gedienten Mannschaften aus den Kantons der aufgelösten Infanterieregimenter für die Fuß-Artillerie und der aufgelösten Kavallerie-Regimenter für die reitende Artillerie |
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| 2. oder Brandenburgische Artillerie Brigade (Oberst Decker) | |||
bestand aus: |
gebildet aus: |
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Zwölf Fuß- und drei reitenden Kompanien (Nummern 1-12 und 1-3) Die Fuß-Kompanien waren für vier Sechspfünder und eine Zwölfpfünder-Batterie bestimmt. Sieben Kompanien waren für die Festungsartillerie bzw. als Reserve vorgesehen. 1809 wurde die 7., später die 12.Fuß-Kompanie, zur Artillerie-Handwerkskompanie mit Sitz in Kolberg. Mit Kabinetts-Order vom 4.2.1810 wurde sie nach Berlin verlegt. Zwei Kompanien Fuß-Artillerie und zwei Kompanien reitende A. lagen in Berlin, drei Kompanien Fuß-A. und eine reitende kamen nach Pommern. Die restlichen kamen, solange die Mark besetzt war, nach Schlesien. |
den Mannschaften der reitenden Batterien v. Graumann und v. Steinwehr der neu errichtenden reitenden Kompanie in Pommern der Festungs-Artilleriekompanie in Kolberg nebst der attachierten Hilfsmannschaft der Feld-Artillerie den drei provisorischen Fuß-Artilleriekompanien in Pommern den Resten der ehem. 1. und 3. Kompanien bzw. der Berliner reitenden Kompanien und bei Bedarf aus gedienten Mannschaften aus den Kantons der aufgelösten Infanterieregimenter für die Fuß-Artillerie und der aufgelösten Kavallerie-Regimenter für die reitende Artillerie |
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| 3. oder Schlesische Artillerie Brigade (Major v. Schöler) | |||
bestand aus: |
gebildet aus: |
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Zwölf Fuß- und drei reitenden Kompanien (Nummern 1-12 und 1-3) Die Fuß-Kompanien waren für vier Sechspfünder und eine Zwölfpfünder-Batterie bestimmt. Sieben Kompanien waren für die Festungsartillerie bzw. als Reserve vorgesehen. 1809 wurde die 5. Fuß-Kompanie zur Artillerie-Handwerkskompanie mit Sitz in Neiße. Nach Glatz und Neiße kamen zwei Kompanien und nach Cosel und Silberberg eine Kompanie. Der Rest kam nach Breslau, die auswärtigen Kompanien wurden jährlich abgelöst. |
den Mannschaften der reitenden Batterien v. Studnitz den Festungs-Artilleriekompanien in Glatz, Silberberg und Kosel nebst der attachierten Hilfsmannschaft der Feld-Artillerie den acht von Oberst Graf Götzen errichteten provisorischen Fuß-Artilleriekompanien in Schlesien den Resten des ehem. 2. Artillerie-Regimentes und der Breslauer reitenden Artillerie-Kompanie sowie den ehem. Festungskompanien aus Glogau, Breslau, Schweidnitz, Neiße und Brieg und bei Bedarf aus gedienten Mannschaften aus den Kantons der aufgelösten Infanterieregimenter für die Fuß-Artillerie und der aufgelösten Kavallerie-Regimenter für die reitende Artillerie |
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| Der Umfang der Artillerie betrug 6.174 Mann zzgl. 246 Offiziere. Jede Brigade hatte 1.608 Fuß-Artilleristen und 450 reitende Artilleristen exklusive Offiziere. Die reitenden Batterien aller Brigaden hatten einen gemeinsamen Brigadier, Major v. Holtzendorff. | |||
1811 |
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| Mit Order vom 20.6.1811 wurde in der Gewehrfabrik Neiße eine Gewehr-Kandwerkskompanie eingerichtet. Am 27.7.1811 bekamen sie die Artillerieuniform. | |||
1812 |
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| Im Dezember 1812 gab es bereits 4.354 als Artilleristen ausgebildete Krümper. | |||
Gemäß des bestehenden Bündnisvertrages mußte Preußen ein Hilfskorps für Napoleons Rußlandfeldzug stellen. Die Artillerie bestand aus: vier 6pfündigen Fußbatterien drei reitenden Batterien 1/2 12pfündige Fußbatterie fünf Parkkolonnen zwei Brückenkolonnen |
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| Die Mobilmachung erfolgte wie folgt: | |||
aus Kompanie |
wurde gebildet im Preuß. Hilfskorps v. Grawert (später v. Yorck) |
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| 1. reitende Kompanie der Preußischen Brigade | 6pfd. reitende Batterie Nr. 1 | ||
| 2. reitende Kompanie der Preußischen Brigade | 6pfd. reitende Batterie Nr. 2 | ||
| 3. reitende Kompanie der Preußischen Brigade | 6pfd. reitende Batterie Nr. 3 | ||
| 9. Fuß-Kompanie der Preußischen Brigade | 6pfd. Fuß-Batterie Nr. 1 | ||
| 6. Fuß-Kompanie der Preußischen Brigade | 6pfd. Fuß-Batterie Nr. 2 | ||
| 8. Fuß-Kompanie der Preußischen Brigade | 6pfd. Fuß-Batterie Nr. 3 | ||
| 5. Fuß-Kompanie der Brandenburgischen Brigade | 6pfd. Fuß-Batterie Nr. 4 (ab 1813 Nr. 6) | ||
| 4. Fuß-Kompanie der Preußischen Brigade | Parkkolonnen 1, 2, 3, 4 | ||
| 8. Fuß-Kompanie der Brandenburgischen Brigade | Parkkolonne Nr. 5 | ||
| 12. Fuß-Kompanie der Schlesischen Brigade | 1/2 12pfd. Batterie | ||
| Die beiden Brückenkolonnen wurden von der Preuß. Artilleriebrigade aufgestellt. Befehlshaber der gesamten mobilen Artillerie war Major v. Schmidt, der Fuß-Batterien Major Joh. Friedrich v. Fiebig (I) und der reitenden Artillerie Major Gustav v. Fiebig (II). | |||
| Fuß-Batterien | 162 Köpfe, 101 Pferde | ||
| Reitende Batterien | 172 Köpfe, 220 Pferde | ||
| Halbe 12pfd. Batterie | 109 Köpfe, 75 Pferde | ||
| Parkkolonne | 93 Köpfe, 114 Pferde (Nr. 4 und 5 hatten einen größeren Bestand) | ||
| Brückenkolonnen | Ein Feuerwerker als Führer, 12 Trainsoldaten, 25 Dienstpferde und auf acht Wagen das Material für vier Kolonnenbrücken. | ||
| Zusätzlich kam im Sommer 1812 dazu: | |||
| 2. Fuß-Stammkompanie der Preußischen Brigade | Handwerkskolonne bestehend aus einem Offizier, zwei Unteroffizieren, 16 Gemeine, ein Chirurg, 33 Dienstpferde und über Etat ein Offizierspferd und zwölf Trainsoldaten. | ||
| Gegen die Vereinarungen des Bündnisvertrages wurden beim Durchmarsch Napoleons durch Königsberg auf Napoleons persönliche Weisung am 16.Juni 1812 die 5. und 7. Fußkompanie der Preuß. Brigade angewiesen, noch am selben Tag immobil abzumarschieren und sich der französischen Garde-Artillerie anzuschließen. Anders als das preuß. Hilfskorps, welches in Kurland fast keine Verluste erlitt, mußten diese beiden Kompanien den Marsch nach Moskau mitmachen und sind fast vollständig untergegangen. | |||