Fischereiverein Wildeshausen,
Mitteilungsblatt für Januar/Februar 2012

Jahreshauptversammlung:
64 Mitglieder nahmen am 4.12.2011 im Hotel Gut Altona an der Jahreshauptversammlung teil. Der 1. Vorsitzende Alfred Finke stellte die Beschlussfähigkeit fest. Es war gemäß Satzung fristgerecht eingeladen worden. Das Protokoll der JHV 2010 sowie die Tätigkeitsberichte 2011 wurden vorgelesen. Einwände wurden nicht erhoben. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Zwei Veränderungen gab es im Vorstand: Christian Buck ist neuer Kassenwart, Helmut Hiller übernimmt das Amt des Schriftführers. Der bisherige Kassenwart Hans Jacob hatte sein Amt Anfang des Jahres aus persönlichen Gründen niedergelegt. Christian übernahm daraufhin die Kasse kommissarisch, und fürs Protokollarische rückte Helmut nach. Der Vorstand bedankte sich bei Hans Jacob für seinen Einsatz in den vergangenen vier Jahren mit einem Präsent.
Als Jahresbester der Gemeinschaftsangeln wurde erstmals Tobias Siemer gekürt. Mit einer sensationellen Meerforelle von 9 Pfund sicherte sich Eugen Merker klar den Salmonidenpokal. Ab dem 1. Januar 2012 zählt der Fischereiverein Wildeshausen 1290 Mitglieder (davon 60 Frauen und insgesamt 94 Jugendliche). Die Mitgliedsbeiträge bleiben unverändert.
Zwei Anträge wurden von den Mitgliedern beschlossen: Ab sofort ist vom 15. Oktober bis 31. Dezember jegliches Angeln mit Kunstködern in der Hunte und dem Stadtgraben zwischen Wildeshauser Stauwehr und der Brücke an der Heemstraße verboten. Damit sollen die aufsteigenden Meerforellen und Lachse vor einem „Verangeln“ geschützt werden. Das Angeln mit Köderfisch auf Raubfisch bleibt auf dieser Strecke aber weiter erlaubt. In diesem Jahr hatte es leider einen regelrechten „Angeltourismus“ gegeben. Trotz der Forellenschonzeit hatten einige „Angler“ versucht, eine der großen Meerforellen gezielt zu fangen. Der Antrag war von Guido Janz eingebracht worden. Den zweiten Antrag stellte Peter Schröder: Mit deutlicher Mehrheit wurde beschlossen, dass auch Frauen ab sofort eine Aufnahmegebühr zahlen müssen.

Arbeitsdienste:
Wenn es das Wetter zulässt, sind an folgenden Samstagen Arbeitsdienste geplant: 21. und 28. Januar sowie am 18. und 25. Februar. Treffen ist jeweils um 13 Uhr.

Schonzeiten starten:
Am 01.01.2012 beginnt die Schonzeit für Hecht und Zander. Das Angeln mit Kunstköder, toten Köderfisch bzw. Fischfetzen ist bis einschließlich 15.05.2012 streng verboten. Am 31.01.2012 endet die Schonzeit für Karpfen in den Nebengewässern der Hunte und im See in Ahlhorn. Achtung: Da 2012 ein Schaltjahr ist, gilt die Forellenschonzeit natürlich bis einschließlich 29. Februar!

Fangmeldungen und Zusatztermine:
Die Fangmeldungen müssen bis zum 15. Januar dem Vorstand zur Auswertung vorliegen. Auch Fehlmeldungen sind natürlich abzugeben. Die Statistik entscheidet mit über den künftigen Fischbesatz und wird der Behörde gemeldet. Deshalb – seid bitte ehrlich beim Ausfüllen. Fangmeldungen können donnerstags zwischen 18 und 20 Uhr während des Sprechtages im Fischerheim abgegeben werden. Adressen- und Bankverbindungsänderungen sind ebenfalls mitzuteilen. Das erspart unnötigen Papierkram. Wer möchte, kann die Liste auch direkt an Alfred Finke (Glaner Straße 51, 27793 Wildeshausen) schicken. Achtung: Es gibt wieder Zusatz-Sprechtage zur Abgabe der Fangliste und zum Bezahlen am 7.01. und 14.01. (17-19 Uhr) im Fischerheim.

Sensationell viele Meerforellen:
Als neues Rekordjahr für den Meerforellen-Aufstieg wird 2011 in die Vereinsgeschichtsbücher eingehen. Bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe Mitte Dezember konnten bei Elektrofischen bereits 138 Meerforellen zur Bestandserhebung und Laichgewinnung gefangen werden. Allein am Wochenende 10./11. Dezember – nach dem starken Regen in der Woche – gingen in der Aue, im Altonaer Mühlbach und der Flachsbäke 74 Meerforellen bis 86 Zentimeter Größe in den Kescher. Insgesamt werden wohl wieder am Ende über 80.000 Eier im Bruthaus liegen. Schon wenige Wochen nach Errichtung hat sich auch die neu errichtete Bruthütte bei Gut Altona bewährt. Die Rundstrombecken im Inneren wurden so aufgestellt, das sie analog zu den Teichen mit Bachwasser gespeist werden – und das komplett ohne Strom. Hier werden in Zukunft einige Jungfische über einen Zeitraum von drei bis acht Wochen an das Futter gewöhnt und anschließend in die Teiche gesetzt. Danach können sie in sechs Monaten auf eine Größe von 10-15 cm wachsen.
Um noch bessere Bedingungen zu schaffen, soll einer der Teiche gereinigt und weiter vertieft werden. Da der Einsatz eines Baggers aber sehr kostspielig ist, hofft der Vorstand auf den Einsatz einiger Freiwilliger. Wer also Lust hat, an zwei oder drei Samstagen mit Schaufel und Karre zu helfen ist gerne willkommen. Meldet Euch bitte beim Sprechtag.

Dies und Das:
- 2012 wird es eine aktualisierte Befischungs- und Gewässerordnung geben. Sie wird mit den neuen Marken ausgehändigt. Der Vorstand bittet darum, sie sorgfältig zu lesen und natürlich zu beachten!
- Erfolgreich verlief der Fischerkurs im Herbst. 22 Petrijünger haben mit Bravour bestanden. Der nächste Lehrgang startet bald. Anmeldungen sind donnerstags beim Sprechtag möglich. Zum zweiten Mal heißt es auch wieder „Angeln macht Schule“: Zwölf Schüler werden derzeit von Alfred Finke, Jens Pfänder und Ralf Siemer auf die Abschlussprüfung im Januar vorbereitet.
- Auch die Jugendgruppe hat ihre Jahresbesten gekürt: Auf der Weihnachtsfeier wurden Michael Ebinger (14-18-Jährige) und sein Bruder Moritz (unter 14) ausgezeichnet.
- Die Nase erobert die Hunte: 1000 Jungfische (rund 10 cm lang) wurden im Dezember ausgesetzt. Damit darf die Nase nun auch offiziell gefangen werden. Das Schonmaß beträgt 25 Zentimeter. In den vergangenen Monaten waren bereits vereinzelt größere Nasen an den Haken gegangen. Vermutlich sind die Fische aus der Weser „eingewandert”.
- Und zu guter Letzt: Wir wünschen allen Petrijüngern einen guten Start ins Jahr und jede Menge Petri Heil.