Karpfen angeln
Jörg Kuraschinski und Torben Ites, langjährige
Mitglieder des Fischereivereines Wildeshausen, kann man als echte Spezialisten
bezeichnen, wenn man auf Karpfen aus ist. Seit 2007 sitzen sie häufig
zusammen am Wasser und angeln vorzugsweise auf Karpfen. Hier findet
ihr einige Tipps, die euch beim erfolgreichen Landen dieser großen Kämpfer
helfen werden.
"Wir angeln oft mit einer Selbsthakmontage.
Die Rute hat bei dieser Ausführung von Rutenständer einen festeren Sitz.
Für die Nachtstunden ist ein Bissanzeiger zu empfehle. Eine Karpfenrutevon
2,5 lbs (ca. 80 g Wurfgewicht) mit Freilaufrolle ist für die Hunte ausreichend",
erklärt Jörg.
Als Zubehör nennen die beiden Spezialisten einen Boiliebohrer, Spezialschnur
für die Ködermontage, sowie Zubehör zum Lösen des Hakens. Dies sind
nur einige wichtige Ausrüstungsgegenstände für einen erfolgreichen Angeltag.

Karpfen zählen zu den Kämpfern unter unseren Fischarten. Das Angelgeschirr
sollte nicht zu schwach und der Kescher nicht zu klein sein. Fast eine
Stunde kann so ein Drill dauern und nur wer geduldig bleibt und seine
Bremse richtig eingestellt hat, wird am Ende einen tollen Fisch landen
können.

"Als Köder verwenden wir alle bekannten Karpfenköder wie Mais,
Boilies, Pellets, Chunks und Tigernüsse. Auch wechseln wir von Ansitz
zu Ansitz unsere Köder. Um die Vorfachmontage optimal den Ködern anzupassen,
werden diese auch selbst erstellt. Übermäßiges Anfüttern, wie es oft
in Zeitschriften beschrieben ist, hat nur eins zur Folge - Die Wasserqualität
verschlechtert sich," erklärt Torben.
Wo sind die besten Stellen? Die Gewässer des FV Wildeshausen bieten
hier große Auswahl. Im Bereich Zwischen Pionierbrücke und dem Wildeshauser
Wehr (Hunte oberhalb) kann man schöne Fische fangen. Aber auch eiter
oberhalb von Wildeshausen sind bereits mehrere Prachtexemplare gelandet
worden. Außerdem wurden in den letzten Jahren aus dem Altonaer See und
dem See Ahlhorn große Fische gemeldet. Eine besondere Herausforderung,
aufgrund der meist steilen Uferbereiche, stellt die untere Hunte dar.
Die schnellere Strömung und Buschwerk, das bis ins Wasser ragt, machen
den Fang in diesem Bereich anspruchsvoller.
Die 'Spezies' erklären weiter: "Da nach einem Biss oft nur wenige
Sekunden Zeit bleiben und der Karpfen schneller ins Unterholz zieht,
als man seinen Hintern von der Kiepe hoch bekommt, ist eine gute Angelausrüstung
über Erfolg und Misserfolg entscheidend.
Überprüft immer die Einstellung der Bremse und passt sie gegebenfalls
der Strömung an.Prüft immer die Knoten der Montagen und die Schärfe
der Haken. Der Kescher sollte immer griffbereit sein. Und sollte man
alle diese Dinge bedacht haben, ist die Chance im Märchenwaldaltarm
auf einen richtig dicken Fisch immer noch sehr gering. Viel Totholz
und dichtes Buschwerk machen hier die Championsliga aus. Einen wichtigen
Punkt haben wir noch, dass ist der Glaube. Glaubt auch noch nach fünf
erfolglosen Angeltagen an den großen Fisch!"

Weitere Tricks stehen in Zeitschriften,
die mit weiterem Zubehör bei Gerd im Angelladen in Wildeshausen verkauft
werden.
Petri Heil wünschen euch Jörg und Torben