Wer sich seiner unerschütterlichen Liebe seiner Frau versichern will, sollte sie einfach nicht zu gut behandeln. Denn der wahre Weg zum Frauenherz, führt oft über ein wenig Schmerz.
Schon bei den ersten Begegnungen mit dem anderen Geschlecht stellt jeder Jungmann fest, dass nicht nur Reiche, Schöne und Klavierspieler den Backstage-Pass zum Frauenherz ihr Eigen nennen. Dieser erste Eindruck täuscht nicht: Männer, die sich einen Dreck darum scheren, was die moderne Frau so will und möchte, stehen selbst bei ganz Emanzipierten erstaunlich hoch im Kurs. Kurz: Frauen stehen auf Arschlöcher, die Jungs, vor denen Mutti immer gewarnt hat. Natürlich wird jede das vehement bestreiten, hat aber in der hintersten Kammer ihres Herzens einen Dieter, Uwe oder Günther sitzen, der nicht schön, nicht reich und auch nicht besonders charmant war, ihr aber das Gefühl gab, die tollste Frau der Welt zu sein, wenn er sie mal beachtete. Und der Sex ... . Wenn der wollte, gab es kein Nein. Natürlich erzählt frau immer wieder gerne, wie furchtbar die Zeit war. Aber nur, um es sich selbst einzureden. In Wahrheit wird ihr immer wieder ganz heiß, wenn sie an den alten Schlawiner denkt.
Wer an den Arschlochbonus nicht glaubt, sollte einen Blick in die Psychoecke der Buchläden riskieren. Maja Storch bekennt in „Sehnsucht der starken Frau nach dem starken Mann“: „Im Unterbewussten hinken wir den Zielen der Frauenbewegung noch weit hinterher.“ Doch was machen die die bösen Jungs, dass die Arschlochrezeptoren der Mädels so zuverlässig anspringen? Ihr bester Trick: „Während der Standard-Macho auf die schnelle Nummer aus ist, lässt es der ‚Böse’ langsam angehen“, so Angela Voß und Ingrid Jenckel, Autorinnen von „Böse Männer kommen in jedes Bett“. Die „Der will nicht“-Attitüde locke besonders die Hübschen, an die sich viele nicht rantrauen, aus der Reserve.
Weitere Dosenöffner:
Von Volker Kleinophorst aus der Maxim, Juli 2001, Seite 24