Trampolinturnen

Deutsche Meisterschaften, Einzel und Synchron

Neufahrn (By), 21./22.04.2006

 

Knapp 180 Athlet/innen hatten sich für die nationalen Titelentscheidungen im Trampolinturnen im bayrischen Neufahrn (Freising) qualifiziert. Obwohl oder gerade weil die Aschendorfer Sportlerinnen mit wenig Hoffnungen die weite Reise auf sich nahmen, können sie zumindest mit dem ersten Wettkampftag (Synchron) vollends zufrieden sein. Zu einer Bronzemedaille durch Janntje Barkemeyer und Kristina Dreiling kamen ein siebter und ein achter Rang.

     Erstmals teilnehmen durfte die zwölfjährige Lisa Droste-Rehling. Sie hatte erst am Morgen vor dem Synchronwettkampf das erste mal mit ihrer Partnerin Carolin Kaune vom Bundesstützpunkt Salzgitter trainiert. Da Carolin sehr viel niedriger turnte als Lisa, musste sich das Nachwuchstalent des TuS Aschendorf  extrem auf ihre Partnerin einstellen. Dies gelang ihr besonders im Kürdurchgang. Der hohe Synchronwert von 9,4 wurde mit dem völlig unerwarteten Einzug ins Finale der besten acht belohnt. Dort unterlief der Salzgitteranerin dann allerdings ein Fehler, wodurch eine Verbesserung unmöglich wurde. Auch am Folgetag in der Einzelkonkurrenz zeigte Lisa ihr Können. Sie schaffte ihre neue Kür mit Doppelsalto rw zu Beginn und landete zwar im hinteren Mittelfeld, doch sie hat noch zwei Jahre in dieser Altersklasse.

     Unter denkbar ungünstigen Voraussetzungen fuhren Janntje Barkemeyer und Kristina Dreiling nach Bayern, da Janntje eine Lungenentzündung noch nicht vollends überwunden hatte. Und so lief auch im Einturnen kaum etwas zusammen. Die Kraft fehlte einfach. Im Vorkampf mit Pficht und Kür turnten die beiden dann auch nur durchschnittliche Synchronwerte und für ihre Verhältnisse schlechte Synchronwerte. Trotzdem zogen sie als fünftplazierte ins Finale ein. Dort steigerten sie sich auf 9,1 Punkte Synchron und lagen zunächst auf Rang zwei, doch noch vier Paare folgten. Letztendlich schafften es nur Rump/Höllman (TV Nordhorn) und Nerger/Wenk (TGJ Salzgitter/ SC Melle) die Aschendorfer Wertung zu überbieten und es gab einen Niedersächsischen Dreifacherfolg.

Auf den Einzelentscheid musste Janntje dann krankheitsbedingt verzichten und Kristina setzte in der Kür alles auf eine Karte, um das Finale zu erreichen. Leider kam sie bei Sprung sechs zu nah an den Rand und konnte ihre Übung nicht beenden.

     Ebenfalls mitgereist war Routinier Stefanie Hinrichs. Sie startete nur Synchron mit Verenal Böslau vom TV Jahn Nürnberg. Leider konnten sich die beiden in der kurzen Zeit nicht gut genug aufeinander einstellen, so dass am der siebte Rang herauskam, welcher nicht zur Teilnahme am Finale (5) berechtigte.