Wilhem-von-Oranien-Pokal im Trampolinturnen

am 30.09.2006 in Dillenburg

 

Erstmalig wurde am vergangenen Wochenende der bundesoffene WvO-Pokal in Dillenburg ausgetragen. Gemeldet waren 130 Nachwuchs-Athlet/innen aus fünf Bundesländern. Auch der TuS Aschendorf war mit neun Talenten am Start und gewann unerwartet neben einem Titel weitere sechs Medaillen.

     Ihre Ausnahmestellung bewies ein weiteres mal Janntje Barkemeyer. Die 17-jährige gewann die Konkurrenz der weibl. A-Jugend zwar knapp, aber verdient. Trotz einer Sprunggelenksverletzung zeigte sie sich willensstark und biss sich durch ihre neue Kürübung mit sechs verschiedenen Doppelsalti und 9,7 Pkt. Schwierigkeitsgrad. Erstmalig wurde am vergangenen Wochenende der bundesoffene WvO-Pokal in Dillenburg ausgetragen. Gemeldet waren 130 Nachwuchs-Athlet/innen aus fünf Bundesländern. Auch der TuS Aschendorf war mit neun Talenten am Start und gewann unerwartet neben einem Titel weitere sechs Medaillen.Die zunächst vor ihr liegende Valentina Sonn von den Frankfurt Flyers turnte zwar auch im Finale sehr sauber, doch viel zu leicht. Einen guten Tag erwischte auch Janntjes Synchronpartnerin Kristina Dreiling. Es gelang ihr zwar in beiden Kürdurchgängen nicht, den geplanten Schwierigkeitsgrad abzurufen, doch zuletzt konnte sie sich trotzdem über Bronze in der gleichen AK freuen.

     Ein tolles mannschaftliches Ergebnis zeigten die Aschendorferinnen auch bei den 11/12-jährigen. Nach dem Vorkampf führte Lisa Droste-Rehling, während Eva-Maria Abheiden und Jasmin Ossowski die Plätze 4 und 6 belegten. Im Finale musste Lisa bei ihrer neuen Kür ziemlich kämpfen und bekam in der Haltung enorme Abzüge. Doch zunächst blinkte die eins für sie auf der Anzeigetafel. Als die Trainer feststellten, dass sie von den Kampfrichtern einen zu hohen Schwierigkeitsgrad zugesprochen bekam, erwies sich Lisa als faire Sportlerin und gab sich mit einem guten zweiten Rang hinter Ivonne Stephan (TG Böckingen) zufrieden. Die zweite Medaille schaffte dann noch Eva mit einer guten Finalkür, und konnte dabei Jasmin um 0,2 Punkte auf den vierten Platz verdrängen.

     Eine weitere Bronzemedaille erturnte Marius Schulte bei den Jungen der Jahrgänge 92/93. Auch er präsentierte hier erstmals eine Übung mit Doppelsalto und war trotz eines Patzers in der ersten Kür zufrieden über den Podestplatz. In der gleichen Altersklasse der Mädchen errang Ina Meyering mit stabilen Leistungen einen überraschenden 5. Platz.

     Aufgrund einer blitzsauberen Pflichtübung lag Stefanie Abheiden nach dem Vorkampf der 9/10-jährigen Mädchen in Führung. Im Finale turnte sie zwar wieder sehr exakt, doch Leonie Georg (TV Dillenburg) zeigte ein schwierigeres Programm und gewann. Während Stefanie mit Silber auf so großer Bühne zufrieden war, musste ihre Trainingspartnerin Malea Cordes bereits nach dem Vorkampf die Segel streichen. Nach Rang sechs in der Pflicht berührte sie in der Kür das Rahmenpolster und war chancenlos (Rang 12).

     Obwohl nicht alle Top-Vereine wie Salzgitter, Nordhorn oder Bad Kreuznach angereist waren, was Dillenburg nach dreimonatiger Wettkampfpause ein toller Auftakt für die Nebensaison des Landesstützpunktes Aschendorf.