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Der 1951 in Amsterdam
geborene Jan Timman ist nach dem Weltmeister Max Euwe der bekannteste holländische Schachspieler.
Nachdem er einige Male Jugendmeister in Holland wurde, beschloss er 1970 Berufsschachspieler zu
werden. Schon 1971 erreichte er den Titel des Internationalen Meisters und drei Jahre später
erhielt er den Großmeistertitel. Lange Zeit nahm Timman an allen internationalen Teamwettkämpfen
Hollands am ersten Brett teil. 1980 war Jan Timman Nr. 4 der Weltrangliste und erhielt den Titel ‘Best
of the West’. Seit 1979 gehört er zu der kleinen Gruppe von Schachspeilern, die berechtigte
Ansprüche an den Weltmeistertitel stellten. Internationale Turniere in Rio de Janeiro 1979, Las
Palmas 1982, Montpellier 1985, Kandidaten-Matches gegen Jussupov (1986), Salov (1988), Portisch
(1989), Speelman (1989) und Karpov in dem Finale des Kandidatenturniers (1990). Auch im
darauffolgenden Zyklus ist er erfolgreich. Er schlägt nacheinander Hübner (1991), Kortchnoi
(1991) en Jussupov (1992), verliert aber das Finale gegen Nigel Short. Aber weil Short und Kasparow
ihren eigenen WM-Titel ausspielen (PCA) erhält Timman eine zweite Chance um die Weltmeisterschaft
der FIDE gegen Karpov zu spielen. Der in Zwolle, Arnhem, Amsterdam, en Djakarta organisierte
Wettkampf wurde von Karpov mit 12 ½ - 8 ½ gewonnen.
Auf nationaler Ebene bewies Timmann des öfteren seine Überlegenheit und
gewann beinahe alle Titel seines Landes. Er ist für seine hervorragenden Analysen bekannt und veröffentlichte
viele Bücher die zu den besten der modernen Schachliteratur gehören. Auch seine Artikel in der
Zeitschrift ‘New in Chess’, deren Hauptredakteur er seit 1984 ist, werden gerne gelesen. Ferner
gilt er als ein besonderer Kenner des Endspiels. Er ist einer der wenigen aktiven Schachspieler,
die Endspielstudien komponieren und publizieren. Sein 1995 erschienendes Buch ‘Ausgewählte
Endspielstudien’ zeigt ihn auch als Meister dieser Kunst. Derzeit spielt Jan Timman nicht mehr in
dem Maße wie in früheren Tagen.
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