Der Künstler

 

Oh, wunderbar, welch’ Meisterstück

Das Bild er fassungslos anblickt.

Das wird er nimmermehr erreichen,

die Tränen ungehemmt entweichen.

 

Doch Künstler ist er und will’s bleiben.

Was kann er tun, wohin soll’s treiben.

Das Publikum ist ihm egal,

es sind doch Narren allemal.

 

Der Freund, ein Künstler so wie er,

versteht den Kummer, tröstet sehr.

Er kennt noch viele, die sich mühen,

Doch ihr Talent will nicht recht blühen.

 

So künstlern sie sich durch ihr Leben,

Der Welt woll’n sie doch etwas geben.

Das Publikum schaut leicht befremdet,

wo diese Kunst denn wohl noch endet.

 

Ó Troubi 2010