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Urkundlich wurde die Hüvener Mühle schon im Jahre 1534 erwähnt, wie der Eintrag “Erffkotter tho Hüven de Moller”im Register des Amtes Meppen beweist. Wahrscheinlich
dürfte sie jedoch weitaus älter sein. Nach einem Brand 1801 wurde sie sofort wieder aufgebaut und 1802 dann wieder ihrer Bestimmung übergeben. Erst 1851 entstand die bis heute erhaltene kombinierte Wind- und
Wassermühle. Und das hatte seinen
Grund:
In regenarmen Zeiten fehlte dem Flüsschen Mittelradde genügend Wasser, um das große Mühlrad anzutreiben. Und so konnte natürlich zeitweise nicht gemahlen werden. Der damalige Müller Abel suchte zusammen mit dem
Mühlenbauer Bernhard Dierkes nach einer geeigneten Lösung. Pläne, an anderer Stelle in Hüven eine Windmühle zu bauen, wurden schnell fallen gelassen. Und dann hatte Mühlenbauer Dierkes einen genialen Einfall: Wir bauen
auf die vorhandene Wassermühle einfach eine Windmühle oben drauf! Eine Idee, die in Deutschland wenig ausprobiert worden war. Am 21. August 1850 erteilte die Königlich-Hannoversche Landdrostei in Osnabrück die
Baugenehmigung und schon im Oktober 1851 konnte das Richtfest gefeiert werden. Dann, am 21. Juni 1852 war es soweit: die kombinierte Wind- und Wassermühle konnte in Betrieb genommen werden. War genügend Wasser
vorhanden, wurde mit Wasserkraft gemahlen. Fehlte aber das Wasser, wurde auf die Windmühle umgeschaltet. Über eine Kupplung im Innern der Mühle konnte je nach Bedarf von Wind auf Wasser umgeschaltet und so jederzeit die
großen Mühlsteine in Bewegung gebracht
werden.
Im Jahre 1890 pachtete Lukas Riedemann die Mühle. Er kam, jung verheiratet mit seiner Frau Margarethe, aus Neubörger nach Hüven um sich dort seine Existenz aufzubauen. Sein Bild mit Bostklopper (Hängepfeife) und
Kippe (Müllerkappe) ist wohl vielen bekannt. |