Portrait der Gemeinde Ovelgönne

Im "Herzen der Wesermarsch" lautet der Slogan der Gemeinde Ovelgönne. Diese Beschreibung gibt zutreffend die Lage der flächenmäßig zweitgrößten, aber am dünnsten besiedelten Gemeinde im Landkreis wieder. Ca. 6.000 Einwohner leben im 123 qkm großen Gemeindegebiet. Die Siedlungsschwerpunkte liegen in Großenmeer, Neustadt/Colmar, Oldenbrok-Mitelort und dem ehemaligen Burgdorf Ovelgönne, welches der Gemeinde ihren Namen gegeben hat.

Die eigentliche Besiedlung Ovelgönnes begann um 1500. Nach Unterwerfung der Stadländer und Butjadinger ließ Graf Johann von Oldenburg 1514 die Burg Ovelgönne erbauen, die unter Graf Anton verstärkt und als Residenz ausgebaut wurde. Für die Wesermarsch war das Burgdorf Ovelgönne lange Zeit Verwaltungssitz. Zugleich war auch der Gerichtssitz für die Wesermarsch in Ovelgönne. 1677 wurde unter dänischer Herrschaft das Schloß und Festungswerk Ovelgönne abgerissen, aber die Bedeutung für Verwaltung und Gerichtsbarkeit blieb bis zur Jahrhundertwende erhalten.

Heute hat das ehem. Burgdorf Ovelgönne dank des Städtebausanierungsprogrammes und dem Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger zu altem Glanz zurückgefunden. Es stellt mit seiner historischen Bausubstanz und seinem kleinstädtischen Charakter ein städtebauliches Kleinod in der Wesermarsch dar. Zahlreiche bedeutsame Gebäude prägen das Ortsbild.
Dazu gehören zum Beispiel das Hotel "Zum König von Griechenland",

die St. Martin Kirche,

St. Martin Kirche zu Ovelgönne eine einzigartige Staßenkirche

das Handwerkmuseum,

Das Handwerkmuseum
(zur Zeit in Umbau und Renovierung)
ein Bick ins Museum

Im Garten des Museums steht ein funktionsfähiger historischer Stein-Backofen.

die Burg-Apotheke

Burg-Apotheke von 1744

und das Ensemble um Land- und Amtsgericht mit dem ehem. Gefängnis.

Ehem. Gefängnis
(heute als Wohnhaus genutzt)

Auch die historischen Straßen "Am Wall" und "Breite Straße" gehören dazu. Etwas außerhalb der Ortschaft befindet sich der jüdische Friedhof, der dokumentiert, dass Ovelgönne aufgrund seiner Bedeutung als Markt- und Handelsflecken ein wichtiges Zentrum der Juden in der Wesermarsch war. Und der "Ovelgunner Peermaart" ( plattdeutsch "Ovelgönner Pferdemarkt") ist seit seiner Gründung durch Graf Anton Günther vor mehr als 376 Jahren das Ereignis in der Wesermarsch. Wenn Sie es nicht glauben, schau-en Sie doch einmal am Pferdemarktmontag beim traditionellen Pferdehandel auf dem Markthamm vorbei!

In einem der reizvollsten Landschaftsbilder der Gemeinde Ovelgönne liegt die Doppelortschaft Neustadt/Colmar mit den Außenbereichen Frieschenmoor, Strückhausen und Rüdershausen. Tradition und Heimatverbundenheit haben sich die Bürgerinnen und Bürger hier in besonderem Maße erhalten. Egal ob beim Dorffest in Neustadt, dem Schützenfest in Frieschenmoor oder dem mittlerweile auch überregional bedeutsamen Birkenfest in Rüdershausen sowie dem Norddeutschen Kaltblüterrennen in Strückhausen, wenn gefeiert wird, sind Jung und Alt auf den Beinen. Als Neubürger machen es einem die örtlichen Vereine, nicht nur hier, leicht, schnell Kontakt zu schließen.

Die Gemeinde Ovelgönne bietet einen hohen Freizeitwert. Gut ausgebaute und beschilderte Rad- und Wanderwege durchziehen das gesamte Gemeindegebiet. Der ausgewiesene Radwanderweg "Deutsche Sielroute" durchquert gleich zweimal das Gemeindegebiet. Dass sich Ovelgönne mit Pferden verbunden fühlt, belegen nicht nur der Pferdemarkt und das Kaltblüterrennen, sondern auch die vielen Reitplätze und Reithallen in der Gemeinde. Und dass die Friesischen Sportarten Boßeln, Klootschießen und Schleuderball weite Verbreitung gefunden haben, ist schon fast eine Selbstverständlichkeit.

Das einmalige Landschaftsbild, die historische Bausubstanz im Burgdorf Ovelgönne und der hohe Freizeitwert verdeutlichen die Chancen der Gemeinde im Bereich der Touristik. Diesen wichtigen und von wachsender Bedeutung geprägten Dienstleistungssektor für sich zu entdecken und weiter zu entwickeln, ist ein wesentliches Element der zielorientierten Entwicklung der Gemeinde.


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