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Neue Wege zur Schülermitverantwortung

Presseartilel der NWZ vom 07.11.2008
Im Team weiter vorankommen

HAUPTSCHULE SÜD Seminar fördert klassenübergreifende Zusammenarbeit

DIE LEITUNG DER HAUPTSCHULE SÜD SETZT AUF DIE IDEEN DER KLASSENSPRECHER. SIE SOLLEN IHRE INTERESSEN ZUKÜNFTIG BESSER VERTRETEN KÖNNEN.


VON BENJAMIN KLEEMANN

DELMENHORST - Schülervertreter der Hauptschule Süd in Delmenhorst haben in einem zweitägigen Seminar gelernt, wie wichtig Teamarbeit ist. Ziel der Aktion war, Selbstvertrauen zu gewinnen, um die eigenen Interessen bei Lehrern und Eltern künftig besser durchzusetzen. Gemeinsam mit den beiden Sozialpädagoginnen Miriam Göttert und Natalie Miklis haben 13 Schülerinnen und Schüler der fünften bis zehnten Klassen am Dienstag und am Mittwoch ein umfangreiches Programm absolviert.

Unter anderem lernten die Schülervertreter die für sie wichtigen Punkte des Schulgesetzes kennen, erfuhren, wer in ihrer Schule die richtigen Ansprechpartner sind und schulten mit gezielten Übungen ihre Teamfähigkeit. „Anfangs kannten wir uns ja überhaupt nicht. Aber durch das Seminar können wir jetzt richtig gut zusammenarbeiten“, sagte Yusuf Celik aus der 5a nach den zwei Tagen. Das sah auch die Zehntklässlerin Maja Aslan so: „Die jüngeren haben sich hier sehr erwachsen verhalten. Zukünftig werde ich sie auf jeden Fall ernster nehmen.“

Zudem haben die Schülervertreter die Zeit genutzt, um Aktionen für das kommende Jahr zu planen. Erneut soll es unter anderem ein Basketballturnier, eine Weihnachtsfeier und einen Osterbasar geben. Ganz neu sind hingegen die Pläne, einen Flohmarkt und eine Theateraufführung zu organisieren. „Außerdem wollen wir den Schulhof bunter gestalten und mehr Atmosphäre in die Schule bringen“, sagte Maja Aslan. Die Schüler hoffen, dass sie die Aula bald als Pausenraum nutzen und hier ruhige Musik zur Entspannung spielen können. Ihre Pläne wollen sie auf der nächsten Gesamtkonferenz der Schule vorstellen und bei Lehrern und Eltern um Unterstützung werben.

„Projekte, bei denen Kinder und Jugendliche mitgewirkt haben, sind fast immer gut gelaufen. Doch sind auch viele gute Ideen, die im Schülerrat diskutiert wurden, im Sande verlaufen. Das ist schade“, erklärte Schulleiter Heiner Barkemeyer. Das solle sich nun ändern. „Wir wollen eine aktive Schülervertretung, die sich einbringt und das muss geschult werden.“