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Stand: 31.05.05

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PROJEKT ZUM THEMA „BETEILIGUNG VON JUGENDLICHEN“

In Niedersachsen gibt es Bestrebungen, die kind - und jugendgerechte Gestaltung des Landes stärker als bisher in den Blickpunkt zu rücken. Es geht darum, die Politik nicht nur für die Kinder und Jugendlichen zu machen, sondern auch mit ihnen zusammen. Wenn Kinder und Jugendliche in den Kommunen lernen, mitzureden, mitzuentscheiden und gemeinsam Verantwortung zu tragen, werden sie später bereit sein, unsere Gesellschaft aktiv mitzugestalten.

Wir reden von Problemstellungen aus dieser Altersgruppe, die sie als Experte in eigener Angelegenheit kompetent und verantwortlich bearbeiten können. Die Beteiligungsverfahren müssen zum einen der Altersgruppe entsprechen, zum anderen in überschaubaren Modellen oder Projekten durchgeführt werden.

Entwicklung eines Projektes in Ritterhude

Ein kurzer Rückblick

Der Rat der Gemeinde Ritterhude unterstützt seit 1996 die Einbindung junger Menschen in das demokratische Gemeinwesen. Allgemein versprechen sich Verwaltung und Politik von der Beteiligung eine Senkung der Politikabstinenz oder Politikdistanz. Der erste Schritt war die Gründung eines Jugendparlamentes. Alle 10 - 19jährigen RitterhuderInnen wurden schriftlich zu einer Gründungsversammlung in das Rathaus eingeladen. 26 Kinder und Jugendliche folgten der Einladung, von denen 21 zum ersten Treffen des Jugendparlaments kamen. Diese Sitzung fand unter der Begleitung durch die Jugendfreizeitheimleiterin Frau Baltrusch statt. Für die Jugendparlament - Arbeit gab es im Jugendausschuss der Gemeinde folgende Fragen zu klären:

Angaben über Größe und Zusammensetzung des Jugendparlaments

Regelungen für die Wahl der Mitglieder

Eine Art Geschäftsordnung

Einen Aufgabenkatalog

Eine Liste über vom Jugendparlament zu vergebene Ämter

Des weiteren wurde dem/der Sprecher/in Sitz, Stimme und Antragsrecht im Jugendausschuss der Gemeinde gewährt.

Mit dieser traditionellen Arbeitsweise in einem Gremium traf man nicht die Interessen der Jugendlichen. Mit der Unterstützung der Jugendfreizeitheimleiterin regelten sie einen Teil der Aufgaben, so dass sie vorbereitet waren, selbständig weiterzuarbeiten. Nach drei Treffen in Eigenregie endete die Arbeit des Jugendparlamentes im Jahr 1997. Es war im Rückblick zu wenig Unterstützung durch die Politiker und die Verwaltung von den Jugendlichen als Grund genannt worden. Für die Jugendlichen fehlte wohl auch ein ständiger Ansprechpartner, denn die von ihnen geplante Veranstaltung scheiterte am mangelnden Engagement der

2. Mitreden - mitplanen - mitmachen

Der zweite Versuch sollte von Anfang an die unterschiedlichsten Beteiligungsformen einbeziehen. Die Form, in der wir die Ritterhuder Jugendlichen in die kommunalen Belange einbeziehen, soll von Anfang an von ihnen mitbestimmt werden. Unter Einbeziehung des Jugendfreizeitheimes, der Orientierungsstufe und des Schulzentrums am Moormannskamp sollten möglichst viele 11 - 17jährige über diese Idee informiert werden. Zu Beginn unserer Planungen fanden wir Unterstützung durch die AGENDA 21 - Beauftragte der Gemeinde (ABM - Stelle).

Das Projekt „Jugendforum“

Da mit der traditionellen Arbeit in Gremien kein Interesse der Jugendlichen für die Gemeindepolitik zu erkennen war, erkundigten wir uns nach Erfahrungen mit anderen politischen Arbeitsformen. In der Bundesrepublik gibt es mehrere Gemeinden und Städte, die die unterschiedlichsten Beteiligungsformen realisieren. Nach unseren Vorerfahrungen und dem Einschätzen der Ritterhuder Jugendlichen durch die Praktiker haben wir uns für das „Jugendforum“ entschieden, d.h. eine Veranstaltung zu einem bestimmten festgelegten Jugendthema. Zu dieser Veranstaltung finden sich dann die Jugendlichen ein, die ein Interesse an der Lösung dieses Themenkomplexes haben, es ist ein überschaubarer Inhalt und die Jugendlichen müssen sich nicht über einen längeren Zeitraum für die Mitarbeit in einem Gremium festlegen. Sollten sich aus der Veranstaltung allerdings Arbeitsaufträge entwickeln, müssten neue Ansprechpartner zur Klärung des bearbeiteten Themas eingeladen werden, sollten die Jugendlichen in die Folgearbeiten einbezogen werden.

Die geplanten Schritte

Die Themensuche

Zuerst mußte die Frage geklärt werden, zu welchem Thema soll das erste Jugendforum stattfinden? Wie finden wir die Jugendlichen, die die Frage formulieren?

Ein am Projekt interessierter Politiklehrer aus dem Gymnasium am Moormannskamp bot

 Mit den 352 ausgefüllten Fragebögen arbeiteten wir weiter. Bis zu denSommerferien wurden sie ausgewertet und der Presse vorgestellt. (Fragebogen Anlage 1, Auswertung Anlage 2) Nach den Sommerferien sollten die vorbereitenden Arbeiten für das Jugendforum fortgesetzt werden. Als Resümee aus dem Fragebogen ist zu notieren, dass die Aussagen der Jugendlichen sehr allgemein gehalten waren. Es zeichnete sich kein ausgesprochenes Problemfeld ab und vor allen Dingen zeigten sich wenige bereit, in ihrer Freizeit jugendpolitische Fragen zu bearbeiten. Die Gründe waren vor allen Dingen in einer vielseitigen Freizeitgestaltung zu suchen.

Das Projekt „Jugendforum“ wollten wir nach diesem ersten Schritt natürlich nicht gleich aufgeben. Wir suchten nach einem anderen Weg, die SchülerInnen zu diesem Thema hinzuführen.

b. Jugendliche bewerten ihren Wohnort aus ihrer Sicht

Wir riefen die KlassensprecherInnen der 5. - 10. Klassen zu einer Vollversammlung.

In Zusammenarbeit mit einigen Gemeinderatsmitgliedern stellten wir ihnen nochmals unsere Idee vor und teilten sie dann in Kleingruppen auf. Das hatte einen besonderen Hintergrund: Ritterhude besteht aus den Ortsteilen Alt - Ritterhude, Ihlpohl, Platjenwerbe, Stendorf und Werschenrege. Jeder Ortsteil hat seine besondere Einwohnerstruktur und unterschiedlich ausgeprägte Freizeitangebote für Jugendliche. Die Klassensprecher sollten sich jetzt nach Ortszugehörigkeit aufteilen, gemeinsam einen Straßenplan ihres Wohnorts aufzeichnen und dort die Treffpunkte der Jugendlichen markieren. Zusätzlich sollten sie die Qualität dieser Treffpunkte bewerten, d.h. warum und wieso es ihnen dort zusagt oder nicht zusagt und sie sich trotzdem dort aufhalten.

Wir wollten an der Lebenswelt der Jugendlichen anknüpfen, weil sie dort genauere Aussagen über die Qualität ihrer Freizeitaktivitäten und deren Problemstrukturen treffen können. Zusätzlich wollten wir herausfinden, was den Jugendlichen an Angeboten fehlt.

Diese sehr phantasievoll gestalteten Ortsteilpläne kopierten wir für jede 5. bis 10. Klasse und die Klassensprecher beauftragten jetzt ihre Mitschüler, deren Treffpunkte zu markieren und diese zu beurteilen. Weiterhin fragten sie in den Klassen nach fehlenden Freizeitmöglichkeiten oder Verbesserungsvorschlägen. Die letzte Aufgabe für die Klassensprecher bestand darin, Mitschüler zu benennen, die bei der Umsetzung der Verbesserungsvorschläge mitarbeiten würden.

Für diese Klassenbefragungen muss ein langer Zeitraum eingeplant werden. Wir haben zwar immer Fristen für die Aktionen gesetzt, mußten dennoch des öfteren nachfragen und auf die Ergebnisse warten.

Eine Problem konnte spontan geregelt werden. Da auch Kommunalpolitiker in der Vorbereitungsgruppe vertreten sind, haben sie auf eine Anregung von Jugendlichen aus einem Ortsteil reagiert und deren Kritik auf einer Sitzung behandelt.

 Wahl des Themenschwerpunkts

Im Februar 2000 haben wir die vier meist genannten Problemfelder der vorhergegangenen Befragungen zusammengefasst. Auf einem Zettel listeten wir die Themen Freizeitgelände (zusammengefasst anhand der Wünsche Inliner-Bahn, Bolzplatz,etc.), Badestelle an der Hamme (Fluss in Ritterhude, der auch zum Baden geeignet sein könnte), Ortskernplanung ( aufgrund der häufig genannten Wünsche nach mehr jugendorientierten Geschäften und Cafés) und die Bearbeitung von Themen wie Drogen oder Gewalt mit mehr jugendgerechten Anteilen. Als letzten Punkt haben wir noch einmal angeboten, ein eigenes Thema zu nennen. Zum Schluss konnten sich Freiwillige für die Mitarbeit am ausgesuchten Thema einschreiben.

Die Frage nach dem Thema wurde mit dem Text auf der folgenden Seite gestellt. (Anlage 4)

Das Freizeitgelände gewann mit Abstand und mit besonders vielen Interessenten aus den 5. Und 6. Klassen. Insgesamt luden wir schriftlich 52 SchülerInnen noch vor den Sommerferien 2000 zu einem ersten Treffen ein. Wir mussten eine herbe Enttäuschung hinnehmen. Es kam lediglich ein Jugendlicher. Wir hatten zwar das Thema, aber wie gewinnen wir die Jugendlichen zur Mitarbeit? Nach einer Krisensitzung mit den Politikern sicherten sie weiterhin Unterstützung an dem Projekt zu und die Mitarbeiter aus dem Jugendfreizeitheim erarbeiteten ein neues Konzept zur Vorbereitung eines Jugendforums.

2.PLAN F - Jugendliche entwerfen ein Freizeitgelände

Das Thema für ein Jugendforum haben die Jugendlichen bestimmt. Sie wünschen sich für Ritterhude ein attraktives Freizeitgelände. Das bedeutet eine intensive und umfangreiche Vorbereitung für die Veranstaltung „Jugendforum“.

Dazu müssen zwei Bedingungen erfüllt werden: Wir brauchen jugendliche Helfer und wir brauchen ein Gelände. Hier hat die Vorbereitungsgruppe einen Schritt ohne Absprache mit der Zielgruppe gemacht. Um zeitliche Verzögerungen zu vermeiden, die die Änderung des Flächennutzungsplanes mit sich gebracht hätte, boten die Mitarbeiter des Jugendfreizeitheimes ihr Außengelände an. Es liegt zentral, ist nicht zu groß und unüberschaubar bei der Planung und steht von vornherein für Jugendliche zur Verfügung. Diese Pluspunkte überzeugten alle Mitglieder der Vorbereitungsgruppe und die weiteren Schritte konnten eingeleitet werden.

Ein Eröffnungsfest für PLAN F

Um noch einmal viele Jugendliche zu erreichen, haben wir ein Fest geplant. Wir finden, dass in der lockeren Atmosphäre einer Party auf spielerische Art und Weise zum Thema hingeführt werden kann und wir Jugendliche für das Projekt begeistern können. Diese Party fand im Jugendfreizeitheim statt, so dass auch regelmäßige Besucher dieser Einrichtung als Teilnehmer erwartet werden konnten. Weiterhin warben wir wieder über Presse und in den Schulen.

Folgendes Programm wurde für den 03. November 2000 auf die Beine gestellt:

Offene Angebote

Streethockey im Billardraum (Inline -Skates konnten ausgeliehen werden)

Eine Wunschkiste (in der Mitte der Tanzfläche plaziert, in die Wunschkarten gesteckt

Werden konnten)

Besichtigung eines Entwurfs für ein Freizeitgelände (von einem Jugendlichen vorab

Als Anregung gefertigt)

Ausstellung über die Ergebnisse der vorangegangenen Fragebögen

Ein Mitmach - Tisch mit Anmeldezetteln für PLAN F - Interessierte

Gezielte Angebote

Mutprobe am Kletterseil ( ein Kletterseil wurde quer durch den Tanzsaal gespannt

Und musste für eine Belohnung ganz bewältigt werden)

Spiele-Erfinder in 3er Gruppen (aus unterschiedlichsten Materialien wie Holzresten,

Karton, Quarkbechern u.a. ein Spielgerät erfinden)

Eine Skateboardstaffel auf der Tanzfläche

Mit diesem Programm haben wir auf die vielfältigen Möglichkeiten für ein Freizeitgelände hingewiesen und die BesucherInnen zum Thema hingeführt. Im Eingang hing ein riesiges PLAN F - Schild und alle Helfer und Mitarbeiter trugen ein T- Shirt mit dem Aufdruck PLAN F.

Welche Ziele haben wir verfolgt?

Mit Spiel und Spaß wollten wir die Gäste für das Thema gewinnen. Wir haben in erster Linie bei den Freizeitaktivitäten der Ritterhuder Jugendlichen angesetzt. Sie sollten sich über die Vielfalt der Möglichkeiten auf einem Freizeitgelände bewußt werden.

Wir verlangten von ihnen Fantasie, Kraft, Mut und Geschicklichkeit bei der Lösung der Aufgaben.

Viele von ihnen mussten immer wieder aufgefordert werden, Vertrauen zu ihren Fähigkeiten zu haben, um die Aufgaben zu lösen.

Sie sollten erfahren, dass ihre Wünsche gehört und ernst genommen werden.

Sie haben gelernt, wieviel Vorbereitungen notwendig sind, ein Projekt von der Theorie bis zur Umsetzung zu planen, aber auch wie spannend und abwechslungsreich so ein Projekt sein kann.

Ganz wichtig war uns, dass die Jugendlichen gemeinsam auf ein Ziel hinarbeiten. Ihre Kooperationsfähigkeit wurde besonders bei dem Spiele - Erfinder gefordert, aber das Erleben der Gruppe bei den Anfeuerungsrufen für die Kletterer ist ein ganz wichtiges Element für eine positive Atmosphäre im Team. Zu der ersten Party kamen 40 Jugendliche, von denen sich 18 als „Mitarbeiter“ eingetragen haben. Wir haben deutlich gemacht, dass weiterhin neue Mitarbeiter willkommen sind. Das nächste Treffen wurde für den 22. November 2000 anberaumt.

Die Modellbauphase

Unser Plan sah folgendermaßen aus:

Wir erstellen ein Modell

stellen es dem örtlichen Bauamt zur sicherheitstechnischen und bautechnischen Überprüfung vor

wir suchen nach Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung für die Verwirklichung des Projektes

wir veranstalten das JUGENDFORUM, wo wir das Modell den Ritterhuder Jugendlichen, dem Gemeinderat, den Sponsoren und anderen Interessierten vorstellen und als Diskussionsgrundlage zur Verfügung stellen

 

Wir erstellen ein Modell

Das erste Treffen zur Modellbauphase sah folgendermaßen aus:

gemeinsame Begehung des Geländes

Kartenabfrage zum Thema „Wo liegen unsere praktischen, kreativen, sozialen und intellektuellen Fähigkeiten?“

Gegenseitiges Fotografieren im PLAN F - Shirt, um ein Gruppenzusammengehörigkeitsgefühl zu vermitteln

Auswerten der Kartenwünsche von der Eröffnungsparty

In geschlechtshomogenen Kleingruppen einzelne Elemente grob entwerfen und in der Gesamtgruppe diskutieren

Es haben 18 Jugendliche an der Veranstaltung teilgenommen. Wir haben nach intensiven Diskussionen eine Gelegenheit zum Inlineskaten, ein Mehrzweckfeld, eine Hütte/Unterstand und eine Bühne für das Freizeitgelände festgelegt. Es ist für alle Beteiligten eine große Herausforderung gewesen, nur per räumlicher Vostellungskraft ein solches Gelände einzuteilen und die Größenordnungen einzuschätzen.

Da uns bei dem ersten Treffen im November 2000 aufgefallen war, wie schwierig es ist, nur in der Fantasie und auf dem Zeichenblock ein Gelände zu planen, griffen wir beim dritten Treffen am 12.01.2001 zu anderen Methoden. In Kleingruppen haben wir auf vorgefertigten Grundrissplatten mit Bauklötzen und Kartonkarten im Maßstab passend Modelle erarbeitet. Im Plenum haben wir dann aus drei Vorschlägen ein Modell festgelegt.

Vier Jungen haben sich zur Mitarbeit an einem vorzeigbaren, maßstabgetreuen Modell angemeldet. Ein Mitarbeiter betreut diese Kleingruppe. Beim Bau ergaben sich einige Fragen, die bei einer kurzfristig einberufenen PLAN F -Sitzung geklärt wurden. Das große Interesse der Jugendlichen wurde hier ganz deutlich, da selbst bei diesem Termin alle anwesend waren. Es wird ein Gesamtmodell gebaut und von der Hütte gibt es ein besonderes größeres Modell.

Der Termin beim Bauamt

Am 08.03.2001 wir das Modell dem Bauamtsleiter übergeben. Eine Delegation der Jugendlichen bringt es zum Amtsleiter. Hier soll und muss überprüft werden, inwieweit die Ideen und Vorstellungen der Jugendlichen realistisch sind und wo sicherheitstechnische und bautechnische Regelungen beachtet werden müssen. Denn es ist klar, wenn wir mit dem Modell an die Öffentlichkeit gehen, sollen die künftigen Nutzer mit einem durchführbaren Projekt begeistert werden. Bei der Überprüfung im Bauamt soll zuerst das Hüttenmodell bearbeitet werden, weil diese möglichst noch im Jahr 2001 verwirklicht werden soll.

Sponsoren und Mithelfer gesucht

In den Osterferien 2001 bezogen wir PLAN F in das Programm ein. Das Hauptthema in diesem Jahr war die Computertechnik. So wollten wir für insgesamt sechs Tage unseren Computerraum in ein Planungsbüro verwandeln.

Ein Einheit bezog sich auf den Weg, Sponsoren und Mithelfer für das Projekt zu finden. Die Jugendlichen sollten Briefe verfassen, Firmen kontaktieren und Pressemitteilungen formulieren. Dazu sollten sie die neuen Medien nutzen. Die zweite Einheit hatte die Planung der Veranstaltung JUGENDFORUM zum Inhalt. Wer wird wie eingeladen? Welche Programmpunkte sollen durchgeführt werden? Welcher Veranstaltungsort ist richtig?

Einen Entwurf für ein Sponsorenanschreiben ist dieser Dokumentation beigefügt. (Anlage 6) Insgesamt haben wir ca. 200 möglichen Unterstützer angeschrieben. Das Entwerfen eines Logos mit unseren technischen Möglichkeiten hat viel Phantasie erfordert, die Abstimmung für ein bei der Gruppe anerkanntes Logo viel Kompromissbereitschaft.

Des weiteren haben wir im Rollenspiel und mit Videokontrolle geübt, Firmeninhaber von unserem Projekt zu überzeugen und sie um Unterstützung zu bitten. Dazu hat eine Kleingruppe Thesen entworfen, die für dieses Jugendprojekt stehen. Diese Aussagen konnten auch bei späteren Veranstaltungen in der Öffentlichkeit die Wichtigkeit dieses Projekts für das PLAN F - Team deutlich machen.

Das Jugendforum

Am Ende der Modellbauphase steht das Jugendforum. Der Termin sollte auf jeden Fall noch vor den Sommerferien 2001 sein.Es ist für die Verwirklichung des Projektes enorm wichtig, diese Veranstaltung in einem attraktiven Rahmen durchzuführen.

In den Osterferien gab es Vorüberlegungen zur Durchführung. Da bei dem PLAN F -Team mehrere technikbegeisterte Jugendliche mitarbeiten, wurde mit dem Vorschlag, einen Videofilm zu drehen, gleich begonnen. Er hat den Titel „Wo sollen wir denn hin?“ und sollte das Augenmerk auf die Situation der Jugendlichen in Ritterhude lenken - aus der Sicht dieser Jugendlichen.

Die oben genannten, intensiven Vorarbeiten werden durch die Akzeptanz bei anderen Ritterhuder Jugendlichen erst richtig gewürdigt. Dazu müssen wir es schaffen, durch eine gute Werbung viele Jugendforumsgäste zu begeistern. Die Unterstützung durch Politik, Wirtschaft und interessierte Helfer soll auf der Veranstaltung abgesichert werden.

Das Modell wird auf dem Jugendforum erläutert und zur Diskussion gestellt. Nach der arbeitsreichen Vorbereitung könnte es noch kleine Veränderungen geben, das große Konzept soll bestehen bleiben.

3. Ein Blick in die Zukunft

Die Jugendlichen, die über diesen Zeitraum PLAN F begleitet haben, erfahren etwas von den Zielvorstellungen, die mit einer solchen jugendpolitischen Arbeit erreicht werden soll. Sie haben sich aktiv an der Bearbeitung eines jugendspezifischen Themas in ihrer Heimatgemeinde beteiligt. Nicht nur das, sie lernen gleichzeitig etwas über den Aufbau der Strukturen innerhalb der Gemeinde. Sie erfahren, dass sie in der Öffentlichkeit gehört und beachtet werden.

Hat es sich gelohnt, sich für dieses Projekt zu engagieren? Wie wird der Vorschlag beim Jugendforum, bei der Präsentation in der Öffentlichkeit aufgenommen?

Die Jugendlichen stehen zu ihrem Modell und wollen es voranbringen. Bis zur Veranstaltung „Jugendforum“ ist schon viel Zeit vergangen. Werden dieses PLAN F - Team das Freizeitgelände noch benutzen?

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