Behandlungsablauf
Beim ersten Termin nehme ich einen genauen hundephysiotherapeutischen Befund auf. Hierzu führe ich mit Ihnen ein ausführliches Anamnesegespräch. Ich stelle Ihnen Fragen über die aktuelle sowie Krankenvorgeschichte Ihres Hundes, seine Lebensbedingungen, alltägliche Gewohnheiten, seine Fitness, die Futterzusammensetzung, Gabe von Medikamenten usw., wozu eine tierärztliche Diagnose gehört und – je nach Krankheitsbild oder Anlass Ihres Besuches – Röntgenaufnahmen und/oder ein schriftlicher Befund Ihres Tierarztes hilfreich ist. Ich nehme außerdem einen gründlichen Sicht- und Tastbefund sowie nach krankheitsrelevanter Auswahl ggf. einen funktionellen und/oder neurologischen Befund auf.
- Bei der Adspektion, dem Sichtbefund, beurteile ich den Bewusstseinszustand und das Verhalten Ihres Vierbeiners sowie Struktur und Symmetrie des Körpers, die Beschaffenheit von Fell, Haut und Nägeln, eine abnorme Haltung des Kopfes, des Nackens und der Wirbelsäule.
- Es folgt die Palpation, das ist das genaue Abtasten des gesamten Hundekörpers, um Haut-, Knochen- und Muskelveränderungen, Schwellungen, Temperaturunterschiede, Verspannungen und Schmerzpunkte zu lokalisieren.
- Anschließend untersuche ich alle Gelenke auf ihre Beweglichkeit, um Bewegungseinschränkungen zu testen.
- Es folgt die Gangbildanalyse, in der ich mir Ihren Hund in der Bewegung in allen Gangarten – sofern möglich – und von allen Seiten anschaue und besonderes Augenmerk auf die Koordination und Regelmäßigkeit der Bewegungen, Lautgebung, Lahmheiten, Symmetrie etc. lege
- Bei bekannten Herz-/Lungenerkrankungen achte ich speziell noch auf den Atemrhythmus und die Atemfrequenz sowie den Atemhilfsmuskeleinsatz.
- Anschließend erstelle ich ~ unter Berücksichtigung der tierärztlichen Diagnose ~ einen individuellen Behandlungsplan, den wir gemeinsam besprechen werden. Die Gestaltung meiner Therapie richtet sich natürlich in erster Linie nach der Erkrankung und den aktuellen Beschwerden Ihres Hundes, wobei ich Rücksicht auf den körperlichen Zustand und das Alter Ihres Hundes nehme.
Die Anzahl und die Behandlungsintervalle mache ich abhängig vom Krankheitsbild Ihres Hundes. Mein vorrangiges Ziel ist immer die Schmerzlinderung. Erst wenn die Schmerzen Ihres Vierbeiners gemindert sind, kann ich am Erhalt oder der Wiedererlangung einer optimalen Funktion des Bewegungsapparates arbeiten. Nicht nur die direkt betroffenen Körperteile, sondern auch umgebende Strukturen und die durch eine eventuelle Schonhaltung überlasteten Körperregionen und Gliedmaßen können schmerzhaft verspannt sein.
Gerne erstelle ich für Ihren behandelnden Tierarzt ein Behandlungs-Protokoll.


