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Allgemeine Infos zu Rollenspielen (Was sind Rollenspiele?) Besondere Beachtung sollte dem Glossar zugedacht werden. Tja was sind Rollenspiele? Eine gute Frage,
viele Leute ordnen die Rollenspiele eher den Gesellschaftsspielen zu, wo sie
meiner Meinung nach zwar gut aufgehoben sind, doch kann man auch sagen, daß die
Rollenspiele (im folgenden RS abgekürzt) eine eigene Sparte bilden. RS kann man an einem Beispiel
erklären:
Stelle Dir einen Marktplatz vor. Dieser
ist mit Kopfstein gepflastert und von Stroh und Dreck bedeckt. Bauern in
zerlumpter Kleidung huschen über den Platz von Stand zu Stand beziehungsweise
bieten ihre Waren feil. Plötzlich kommt ein Pferd ohne Reiter auf
den Platz galoppiert und bäumt sich auf dem Platz auf! Einige Menschen,
darunter auch Kinder, befinden sich in unmittelbarer Gefahr! Jetzt stelle Dir vor, daß du ein
Reisender bist, der sich mit Pferden gut versteht. Zufälligerweise bist auch Du
gerade auf diesem Markt. Was tust Du? Anschließend stellt sich heraus, daß das
Pferd einem Ritter des Barons gehört hat. Aus Deinem Handeln ergeben sich
Konsequenzen, hast Du das Pferd beruhigen können, ist er Dir dankbar, hast du
dich jedoch dafür entschieden das Pferd zu töten, weil es eine Bedrohung für
die Kinder war, dann wird er dich vielleicht bestrafen.
Und so einfach ist der Einstieg ins RS, durch
die Handlung des Befragten (Was tust Du/Was würdest Du in dieser Situation
tun?), der eine bestimmte Rolle verkörpert, ergeben sich Konsequenzen, die
der Frager beschreibt. Der Befragte ist hier der Spieler und der andere der Spielleiter. Das heißt, daß der Spieler eine einzelne Figur in einer (fertigen) Welt kontrolliert, die Welt wiederum wird vom SL (Spielleiter) gesteuert. Für den SL bedeutet dies dies einen großen Aufwand, da er die Zeit, die Natur, die anderen Menschen, ggf. die Magie und die Götter kontrolliert und verwaltet! Der Spieler kann sich voll und ganz auf seinen Charakter konzentrieren.
Eine andere Methode der Erklärung ist
die über den Charakterbogen/-Erschaffung:
Hier am Beispiel DSA (Das
Schwarze Auge) Also, Du nimmst einen W6 (6seitige Würfel
[Hexaeder]) und würfelst achtmal, notierst Dir diese Ergebnisse und streichst
das schlechteste weg. Nun nimmst Du wieder den W6 und würfelst sechsmal und
notierst Dir diese Ergebnisse (ohne eines zu streichen!). Zu den ersten sieben
Ergebnissen addierst Du nun 7 und verteilst diese Werte nun auf deine positiven
Eigenschaften (in anderen System auch Attribute oder Attributwerte genannt siehe
Glossar). Zu den anderen addierst Du 1 und verteilst sie auf deine schlechten
Eigenschaften. Die Figur hat also gute und schlechte
Eigenschaften, dazu gehören unter anderem Körperkraft (+), Klugheit(+) oder
Aberglaube (-), Jähzorn (-). Über diese Werte definiert sich der Charakter,
die Verhaltensweise. Ein Held, der über eine KK (Körperkraft) von 8 (bei einem
Maximum von 18) verfügt wird wohl kaum eine Kneipenschlägerei anzetteln, wobei
ein Held mit KL (Klugheit) 8 auch nicht in der Lage sein wird komplexe Rätsel
zu lösen, obwohl der Spieler es vielleicht kann. Hier wird bereits der erste
Unterschied zwischen dem Spieler und dem Helden (hier Synonym mit Charakter!) Nun wählst Du eine Charakterklasse und
guckst ob Du die geforderten Mindestbedingungen erfüllst. Dann schreibst Du aus
der Tabelle deine Talentwerte ab. Die Charakterklasse legt fest, welche Rolle
man verkörpert. Natürlich muß man sich nicht haargenau an die Beschreibung in
den jeweiligen Abschnitten halten, etwas Freiheit ist einem da schon gewährt. Für
die jeweiligen Klassen oder Rollen müssen bestimmte Bedingungen erfüllt
werden, ich denke es ist klar, daß ein Krieger besonders stark und ein Magier
besonders klug sein muß (sollte). Außerdem hat jeder Held sogenannte
Talentwerte, diese Zahl drück aus, wie gut ein Held in den jeweiligem Talent
ist (18 ist das Maximum ein durchschnittlicher Startwert liegt bei -3 bis 4).
Andere Systeme z.B. AD&D arbeiten mit einem Fertigkeitssystem, in dem man
sich bei dem gelegentlichen Stufenanstieg für eine Anzahl von Punkten
Fertigkeiten "kaufen" kann. Dies führt dazu, daß bestimmte
Charaktere nicht Lesen/Schreiben können oder nur manche Reiten können, während
bei DSA davon ausgegangen wird, daß dies jeder kann --- fragt sich nur wie
gut....!!!! Du beginnst in der ersten Stufe und hast 0
Erfahrungspunkte. Wenn Du 100 EP (Erfahrungspunkte) oder ATP (Abenteuerpunkte)
gesammelt hast, z.B. durch Kämpfe, geschickte Verhandlungen oder
Rollengerechtes Spielen, dann steigst Du in die 2. Stufe auf.
Die Erfahrungsstufe (kurz Stufe) gibt an wie viel Erfahrung ein Held schon gesammelt hat. Dies dient dem Vergleich mit den Meisterpersonen (sog. NSC) und als Maß für die Verbesserung des Helden. Für fast jede Handlung (spielrelevant) gibt es Erfahrungspunkte; zu diesen Handlungen gehört das richtige Verhalten gemessen an der verkörperten Rolle, das Lösen von Rätseln, das Überwinden von Gegnern und anderen Hindernissen (den Feind muß man nicht notwendiger Weise immer töten!) und noch vieles mehr.
Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass
es eine Vielzahl von Rollenspielen gibt. Grundsätzlich muß man aber zwei
Hauptkategorien unterscheiden:
1. Die pen-and-paper (pnp) Rollenspiele, die
mittels eines auf einem Blatt Papier (Charakterblatt) zu Werten
zusammengefassten Helden und Würfel mit bis zu sieben (bei manche auch mehr)
Personen ausgetragen werden. Zu diesen Spielen gehören unter anderem: High-Fantasy:
DSA, AD&D (D&D), Earthdawn, Warhammer usw. Sci-Fi:
Star War, Star Trek, Shadowrun usw. Sonstige: PP&P (Plüsch, Power &
Plunder), T&T (Tunnels & Trolls --- Parodie auf D&D!) 2. Die
LARP --- Live Action Role Playing games. Diese spiele werden fast ausschließlich im freien ausgetragen. Hierzu
verkleiden sich die Teilnehmer dem System entsprechend und ziehen in Gruppen
umher. Diese Art des Rollenspiels läßt sich gut mit Ritterspielen und
dergleichen vergleichen. Leider bot sich mir noch nicht die Möglichkeit an
einer solchen Veranstaltung teilzunehmen, da diese zwar nicht so zeitraubend wie
"normale" RS, aber um ein vielfaches teuerer sind (Ausrüstung,
Anfahrt, Teilnahmegebühr etc.). Denn ohne eine Waffe, mindestens
mittelalterlich anmutende Kleidung und Kenntnis eines der vielen gängigen
Systeme, braucht man da vermutlich gar nicht erst aufzukreuzen. Dennoch muß
anmerken, daß es keinesfalls Spinner sind, die an solchen Veranstaltungen
teilnehmen, sondern Leute, die sich dafür begeistern können mal ein Wochenende
wie im Mittelalter zu leben. Ich denke das hat einen großen Anreiz... Man könnte die Tabletop-Spiele auch als eine besondere Form der Rollenspiele zählen. Bei Tabletops geht es darum, daß jeder Spieler eine Armee aus Figuren zusammenstellt, wobei diese Figuren unterschiedliche Einheiten repräsentieren. Mit dieser Armee treten die Spieler gegeneinander an. Zu dieser Kategorie gehören unter anderem: Warhammer, Warhammer 40K, Demonworld, Armarlion, aber vermutlich muß man auch Mage Knight dazuzählen. Häufig stehen auch die sogenannten Sammelkartenspiele (engl.: Trading Card Games bzw. TCG) in einem Zusammenhang mit den Rollenspielen. Auch hiervon gibt es eine vielzahl verschiedenster Spiele; z.B. Magic (die sog. Mutter aller TCG's), Star Trek/Star Wars (beide bauen auf der Serie/dem Film auf und haben ähnliche Spielprinzipe), Spellfire (baut auf AD&D auf), BattleTech (ein Tabletop und ein RS, vielen besser bekannt als MechWarrior) und und und...
Hier noch etwas, daß ich im Envoyer
Spezial: Systemübersichten gefunden habe:
"Fantasy-Rollenspiel" - Was ist
das? Wir ergeben uns täglich den verschiedensten
Formen der Unterhaltung. Die Freizeitindustrie sucht dabei nach immer
ausgefalleneren Methoden, unsere Aufmerksamkeit zu erhalten. Kein technischer
Aufwand wird gescheut, um uns neue Erlebniswelten zugänglich zu machen. Dabei
wird oft eines vergessen: die komplexeste Maschine ist immer noch der
menschliche Geist, und die aufregendsten Erlebniswelten werden von ihm erzeugt. FR ist der einfache Weg, unseren Geist zu
nutzen, um eine optimale Unterhaltungsform zu erschaffen. FR nutzt unsere Wünsche
und Ängste und bedient sich dem Urwerkzeug der Menschheit, der Sprache, um
diese in einem Spiel zu erfahren. FR ist
Kino live. Es ist ein Spiel für zwei bis
acht Personen, von denen eine die Rolle des Moderators übernimmt, während die
anderen die eigentlichen Spieler sind. Als Spielbrett dient die Phantasie
der Spieler, unbegrenzt in Größe und Detailfülle. Die Spielfiguren sind
Rollen, wie aus Filmen oder Romanen und entweder vorgegeben oder selbst
entworfen. Das Spiel selbst wird in der Imagination und über den Dialog
zwischen Moderator und Spielern gespielt. Der Moderator (auch Spielleiter,
Meister, DM usw. genannt) bereitet ein Drehbuch (auch Abenteuer oder Szenario
genannt - kann im Fachhandel erworben werden) einer Geschichte vor. Ist er mit
der Geschichte vertraut, kann das Spiel beginnen. Er erzählt, wo und zu welcher
Zeit sich die Rollen der Spieler zu Beginn der Geschichte aufhalten. Zum Beispiel können die Spieler Rollen in
eiem Western verkörpern (FR heißt nicht, daß der Hintergrund zwingend "Fantasy"
sein muß; der Begriff "Fantasy" ist hier eher als "Fiction"
definiert). Der eine ist ein Kartenspieler, der sich auf seinen Charme und sein
Glück verläßt. Die andere spielt eine Indianerin, welche bei weißen Farmern
aufgewachsen ist und nun etwas von der Welt kennen lernen möchte. Der nächste
ist ein alter Revolverheld, der sich in letzter Zeit ganz dem Alkohol hingegeben
hat. Der Ort der Geschichte ist die kleine Stadt Kingsville in Texas im 19.
Jahrhundert. Nun gibt der Spielleiter eine Situation vor, die die Spieler in die
Handlung der Geschichte verstrickt. Die üble Bande des schießwütigen Bösewichts
versetzt die Bewohner in Furcht und Schrecken und tyrannisiert sie mit seiner
launenhaften Präsens. Die Bewohner bitten die Spieler, sie aus den Klauen
dieses Übels zu befreien und versprechen ihnen dafür Ruhm und Gold. Von hier
ab können zunächst die Bewohner der Stadt beobachten, oder gleich den Spuren
folgen und das Versteck des Banditen aufspüren. Im ersten Fall erzählt ihnen
der Moderator, daß der Bankdirektor einen verdächtigen Eindruck erweckt, und
das es sich lohnen würde, ihn weiter zu beschatten. Folgen die Spieler den
Spuren der Banditen, geraten sie vier Meilen außerhalb der Stadt in einen
Hinterhalt und werden von der Bande gefangengenommen. Entgegen einem Film oder
einem Roman bestimmen also die Spieler den Verlauf der Geschichte. Der Moderator
erzählt dabei jeweils die Reaktionen der Umwelt auf die Aktionen der Spieler
gemäß dem Drehbuch. Es rät ihm auch, wie er die Geschichte spannend hält und
welche Möglichkeiten den Spielern offenstehen, um die sinnvoll weiterzuführen. Eine solche Spielrunde ist äußerlich kaum
von einem heiteren Stammtisch zu unterscheiden, da sich die Spieler und der
Moderator stundenlang vergnügt unterhalten. Üblicherweise spielt man ungefähr
drei bis fünf Stunden auf diese Art am Stück [Anm. von Colin: eher länger,
viel länger!]. Ist die Geschichte dann noch nicht beendet, trifft man sich an
einem anderen Tag, um an dieser Stelle fortzufahren. Üblicherweise werden
mehrere Geschichten mit den gleichen Rollen gespielt, ähnlich den Folgen einer
Fernsehserie wie STAR TREK. Das FR unterscheidet sich stark von anderen Unterhaltungsformen, da die Spieler nicht fauler Konsument sind, sondern geistig aktiv teilhaben. Der Geist und das Sprachgefühl werden geschult und selten betrachtet man gewöhnliche Situationen aus einem neuen Blickwinkel. Nein, das FR ist keine leichte Unterhaltung, und es will auch keine leichte Unterhaltung sein. FR möchte eine spannende Herausforderung darstellen und so richtig Spaß machen. www.envoyer.de informiert euch hier über den Envoyer, ist wirklich eine gute Rollenspielerzeitung... danke.
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