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Die erste Phase war mit der Gründung von Santo Domingo 1496 abgeschlossen. Die zweite Phase wurde 1503 von Columbus auf seiner dritten Reise mit der gescheiterten Siedlungsgründung von Santa María de Belén eingeleitet. Die dritte Phase begann regional unterschiedlich jeweils nach erfolgreicher Eroberung eines Gebiets. Erkundung und Eroberung des einen Gebiets liefen oft gleichzeitig zur Besiedlung eines anderen. Die folgende lückenhafte Übersicht endet mit der ersten spanischen Stadtgründung in Peru nach der Eroberung des Inka-Reichs im Jahr 1535.![]() Die Siedlung La Navidad ist auf dieser Kartenskizze eingetragen, die Columbus selbst gezeichnet hat. |
![]() Faro de Colon - Der Columbus-Leuchtturm von Santo Domingo |
Santo Domingo blieb für mehrere Jahre die einzige bedeutende Ansiedlung der Spanier in Amerika und Ausgangspunkt für weitere Erkundungen. Tatsächlich erfolgte nämlich die Kolonialisierung der Neuen Welt zunächst nur zögerlich, weil sich die Hoffnung auf schnellen Reichtum nicht erfüllte. Nur die Aussicht auf Gold lockte die Menschen; einen nennenswerten Auswanderungsdruck gab es in Spanien nicht, Ausländern durften die Kolonien zunächst ohnehin nicht betreten. So waren die ersten Siedlungen zunächst nicht mehr als militärische Stützpunkte und Brückenköpfe für Plünderungs- und Eroberungszüge der Spanier. Die ersten Siedler, wenn man sie so nennen will, konnten sich nicht nur Land nehmen, um es auszubeuten. Ihnen gehörten auch die dort lebenden Taino als Sklaven. Die Folgen waren katastrophal: Auf Hispaniola, wo zur Zeit der Entdeckung etwa 300000 Menschen gelebt haben dürften, schrumpfte die Zahl der Ureinwohner innerhalb weniger Jahre auf einige Tausend zusammen.
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Norbert Fiks / Last update