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Peters Wanderseite
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| Oktober 2011 Halbtagswanderung
Tura76-Wandergruppe
“Mühlenwanderung" (Neumühle) in der Wildeshauser Geest
Wanderung Wildeshauser Geest – Engelmanns Bäke von Tura76 am 8. Oktober
2011
Einst, so heißt es, sollte ein Mädchen aus Großenkneten (Heinefeld)
von ihren Eltern gezwungen werden, eines reichen Bauern aus Visbek Sohn zu
heiraten, den sie doch nicht liebte. Als nun die Braut mit ihrem Brautgefolge
zur Hochzeit nach Visbek zog und den Turm der Visbeker Kirche erblickte, da
betete sie, dass der liebe Gott sie lieber in Stein verwandeln möge, als dass
sie zu der verhassten Ehe gezwungen werde. Und so geschah es. Sowohl die Braut
mit ihrem Gefolge als auch der Bräutigam, der ihr von Visbek entgegenkam, mit
dem seinigen stehen in Stein verwandelt da. Diese Geschichte ist im folgenden
Gedicht literarisch verarbeitet:
Am
Samstag, dem 8. Oktober 2011, genau sieben Jahre nach der selben Wanderung,
trafen sich trotz Oldenburger Kramermarkt und angesagten Regenschauern 19
erwartungsfrohe Wanderer/Innen, um bei angenehmen Temperaturen Richtung Visbek,
in eine der schönsten und interessantesten Gegenden in der historischen
"Quadratmeile" der Wildeshauser Geest zu fahren. Nach
Anfahrt zum Restaurant/Cafe „Neumühle“ führte die Wanderstrecke zunächst
über den Geestrücken der Endeler Heide zum Visbeker Ortsteil Endel. Bei einem
kurzen Abstecher zur ältesten Beichtkapelle im Oldenburger Münsterland führte
der Wanderführer wieder in die Geschichte der Christianisierung dieses in der
Bronzezeit schon gut besiedelten Fleckchen norddeutscher Erde ein. Hier lagerten
übrigens im Jahre 1623 Till mit den „Kaiserlichen“ unter einem
sagenumwobenen Birkenbaum. Den fand zwar keiner, die Äpfel am Wegesrand und die
Hollunderbeeren wurden aber probiert. Über
die Bullmühle (mit dem langgestreckten Mühlenteich und einem großzügig
neuaufgebauten Wirtschafts- und Hofgebäude im Tal der Twillbäke) führte der
Wanderweg in das Tal der Engelmannsbäke. Beim Forellenteich und dem hier
beginnenden Tal der "Aue" ging es auf der nördlichen Talseite auf dem
„Brautweg" an den Kellersteinen vorbei zum "Visbeker Bräutigam"
und dem "Opfertisch" bei Engelmannsbäke. Bild: Manfred Mertineit, |