Visselhövede

Der früher nicht unbedeutende Kreuzungsbahnhof an der ehemals zweigleisigen Hauptbahn (Bremen) - Langwedel - Soltau - Uelzen - Stendal - (Berlin) und an der Nebenbahn Hannover - Walsrode - Rotenburg - Bremervörde verfügte neben einem stattlichem Empfangsgebäude, mehreren Bahnsteigen und einer Bahnsteigunterführung sogar über Drehscheibe und Wasserkran.
1873 wurde der Bahnhof Visselhövede an der  damaligen  Hauptstrecke  Bremen-Uelzen-Stendal-Berlin  eröffnet. 
Seit 1906 kreuzt die Nebenbahn Rotenburg-Walsrode die Hauptbahn in Visselhövede
Der Bedeutungsverlust begann gereits 1958 mit der Einstellung des Zugverkehrs nach Rotenburg und dem Streckenabbau zwischen Wittdorf und Brockel. 1964 wurde die Strecke nach Soltau eingleisig; 1979 entfernte man auch das Gleis nach Wittdorf. Der Zugverkehr nach Walsrode endete im Mai 1980; der Streckenabbau bis Cordingen erfolgte wenige Jahre später(1986).
An der seit 1987 auf ihrem gesamten Verlauf eingleisigen und als Nebenbahn betriebene Strecke Langwedel - Uelzen ist Visselhövede nur noch ein besserer Haltpunkt.
Die vor dem Krieg verkehrenden D-Züge von Berlin nach Wilhelmshaven sind schon Geschichte, Triebwagenzüge bewältigen heute den gesamten Reiseverkehr. Neben Schienenbussen waren bis vor kurzem auch die Triebwagen der Baureihe 614 hier eingesetzt. Bis Mitte der siebziger Jahre waren Dampfloks der Baureihe 50 hier im Güterzugdienst eingesetzt, heute fahren 216 und Kleinloks. Seit den 30er Jahren bis Anfang 1979 war in Visselhövede eine Kleinlok stationiert, die mit Rangierarbeiten im Bahnhofsgelände beschäftigt war.

Topgraphische Gründe mögen beim Bau dafür ausschlaggebend gewesen sein, dass der Bahnhof am Ortsrand weit entfernt von der Stadtmitte angelegt wurde. Diese Manko wirkt sich in heutiger Zeit, in dem man längere Fußmäsche zum Bahnhof nicht mehr für zumutbar hält, auf das Fahrgastaufkommen besonders nachteilig aus.
Nach weiterer radikaler Reduzierung der Gleisanlagen im Herbst 1995 sind auf dem verwilderten Bahngelände von Visselhövede gerade noch zwei Hauptgleise für die Zugkreuzungen, ein Abstellgleis für Leerwagen und ein privater Gleisanschluß befahrbar.