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Der Bühnenkampf soll einerseits authentisch wirken, darf andererseits für die Darsteller aber niemals zur Gefahr werden. Er muss die diametral gegenüberliegenden Pole Kampf und Darstellung zusammenbringen. Eine schwierige Aufgabe, wenn der Bühnenkampf, ob mit oder ohne Waffen, darüber nicht zur Nummer werden, sondern sich nahtlos in die Inszenierung einfügen soll. Der Bühnenkampf, sei es in Schauspiel, Oper oder Film muss den Gesetzen der Darstellung folgen. Dazu braucht es den Fechtmeister, der die Bedingungen der Bühne, die Intentionen des Autors und die Sehgewohnheiten des Publikums kennt und der die physischen und psychischen Voraussetzungen der Darsteller genau einzuschätzen weiß. Jemand der musikalisch sicher ist und die Sprache des Regisseurs nicht nur versteht, sondern auch seinen Intentionen in der Inszenierung folgen kann und in der Lage ist, diese in Choreographien umzusetzen. Sei es im Gefecht mit Blankwaffen oder im unbewaffneten Zweikampf. Kurz: der Bühnenkampf braucht den Spezialisten |