Bauern und Heuerleute in Groß Dohren
Geschichte der Heuerstelle
Thünemann
des Bauern Ahe / Többen


1.4 Back / Thünemann, auf dem Hof Többen bzw. von der Mittelstraße aus gesehen hinter den Hofgebäuden des Bauern Többen (= alt-Thünemann). Später umgezogen zum Birkenweg 6. UK (neu-Thünemann): 27//25. Alte Hausnummer: Groß Dohren Nr. 1b (1885).

Zwischen 1856 und 1860 kamen Johann Heinrich Back und seine Frau Maria Anna auf diese Heuerstelle. Ihre Vorgänger sind mir nicht bekannt. Ihre Nachfolger waren Heinrich Thünemann aus Varloh (bei Meppen) und seine Frau Maria Mersch, die diese Heuerstelle seit etwa 1897 betrieben. Das Heuerhaus auf der Hofstelle Többen brannte am 08.08.1925 ab. Da Thünemann und Többen sich nicht über die Lage des neuen Bauplatzes einigen konnten, weigerte Többen sich, überhaupt zu bauen. Nach Verhandlungen mit der Regierung gelang es Thünemann, Többen einen Morgen Land für 1200 RM zu enteignen. Auf diesem Grundstück am heutigen Birkenweg baute der Heuermannsverein für Thünemann 1927 ein Haus. Heinrich Thünemann und seine Frau Maria geb. Behner hatten keine eigenen Kinder und nahmen Heinrich Schmidt an Kindes statt an. Er führte fortan ebenfalls den Namen Thünemann. Er heiratete Antonia Wilken vom Hof Wilken / Blankmann in Klein Dohren. Bis 1943 wurden dem Ehepaar vier Kinder geboren, von denen eines bereits im Säuglingsalter starb. Sein jüngstes Kind Margret lernte er nicht mehr kennen, da er vor ihrer Geburt - wie es auf seinem Totenzettel heißt - bei „schweren Abwehrkämpfen am Ladogasee“ (Russland) fiel. Antonia Thünemann geb. Wilken heiratete in zweiter Ehe Hermann Blankmann, der vom selben Bauernhof kam wie sie.

Quellen: Gespräch mit Hans Tappel und seiner Frau Margret geb. Thünemann sowie seiner Schwester Hildegard Vorholt geb. Tappel am 20.6.1999. Schriftliche Mitteilung von Frau Margret Tappel vom 30.06.1999. Schulchronik Dohren. Dulle, Band 2, S.22f und S. 41.
 

 Zurück