Bauern und Heuerleute in Groß Dohren
Geschichte der Heuerstelle
Wehlage / Schüring
des Bauern Schulte



2.2 Wehlage / Schüring, Brokkamp 4. Alte Hausnummer: Groß Dohren Nr. 2d. UK: ?

Auf dieser ehemaligen Heuerstelle haben in den letzten 100 Jahren recht viele verschiede Familien gewohnt. Eine der ersten im 20. Jahrhundert war die Familie Anton Mähs. Sie wohnten hier etwa von 1921 bis 1927. Nach ihnen kam ein Schuster mit Namen Wehlage, der mit Maria Back verheiratet war. Ihnen folgte Anna Fischer, die mit ihren Kindern hier wohnte. Nach ihr kamen Bernhard Mähs und Heinrich Mähs auf diese Heuerstelle. Heinrich Mähs war der letzte, der hier als Heuermann wirkte. Für eine kurze Zeit von ein bis zwei Jahren lebte ein Raupenfahrer namens Hinrichs in den 1960er Jahren in dem Heuerhaus. Ihm folgte Heinrich Schüring, der als Landarbeiter bei Schulte beschäftigt war. Seit etwa 1968 bis 1991 wohnte Hans Janke hier, der bis zu dieser Zeit in dem ehemaligen Többen´schen Heuerhaus an der Ecke Mittelstraße / Dorfstraße gelebt hatte. Um 1992 wurde die Parzelle an Heinz und Lisa Giesen verkauft, die hier ein neues Haus errichteten, und bis heute (1999) mit ihren Kindern hier wohnen.

Die Heuerstelle hatte eine Größe von 3 bis 4 ha. Pro Hektar war eine Pacht von 50,- DM zu entrichten, insgesamt als zwischen 150 und 200 DM pro Jahr. Außerdem musste der Heuermann einen Tag pro Woche beim Bauern helfen.

Quelle: Gespräch mit Georg Schulte (*1954) am 16.06.1999. Gespräch mit Hermann Burs, Lieninghagen am 9.3.2000. Gespräch mit Hans Janke, Hohe Vehn, am 12.3.2000. 

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