3.1 Burs, Lieninghagen. Das ehemaliges Heuerhaus lag auf der anderen Straßenseite und südlich vom Haus des Bernd Spieker, Lieninghagen 6. Alte Hausnummer: Groß Dohren Nr. 3c, UK des alten Heuerhauses: 24/19 bzw. 24//145/19. Das heutiges Wohnhaus der Familie Burs befindet sich am Lieninghagen 2.Das ehemalige Heuerhaus wurde vermutlich 1799 errichtet. Jedenfalls besagte das eine Inschrift, die auf dem Balken über der Eingangstür des Hauses angebracht war. Dieser Balken ist heute in dem Alterteilerhaus des Bernhard Starmann eingebaut. Die Inschrift lautet: "Wer auf Gott vertraut hat wohl gebaut. Berend Hindrich Starmman 1799 d. 25. November". Des weiteren ist noch der mutmaßliche Zimmermann, der die Balken erstellt hat, vermerkt. Es handelte sich um einen Loddeke. Über etwa 4 Generationen wurde die Heuerstelle von der Familie Burlage / Buhrs / Burs bewirtschaftet. Die Lage der Heuerstelle ist aus einer Karte von 1874 ersichtlich. Die Vornamen der Familienoberhäupter waren bis in die letzte Generation abwechselnd Clemens und Hermann. Zu Beginn dieses Jahrhunderts wohnte hier Clemens Burs mit seiner Familie. Er hielt 3 Kühe, 1 Pferd und 5 - 7 Schweine dazu etwa 20 Hühner und einige Enten. Hermann Burs, der Sohn des erwähnten Clemens Burs, nahm 1952 eine Arbeitsstelle im Tiefbau an und errichtete 1957 schräg gegenüber vom alten, baufälligen Heuerhaus ein neues Haus am Lieninghagen 2, in das er mit seiner Familie 1958 einzog. Die Heuerstelle gab er in dieser Zeit auf. Das neue Haus wurde auf einem Erbpachtgrundstück der "Markengemeinde Kirchspiel Herzlake" errichtet. Etwa 1968 bot ihm die Gemeinde Dohren das Grundstück zum Kauf an mit dem Hinweis, dass das Geld nun noch für die Gemeinde Dohren verwendet werden könne, wogegen es später - nach der bevorstehenden Gründung der Samtgemeinde Herzlake - in einen gemeinsamen Topf wandern würde. Hermann Burs nahm das Angebot an und erwarb das Grundstück für 1 DM pro m2. Im Jahre 1994 übertrug Burs Herm seinem Sohn Norbert das Anwesen. Noch im gleichen Jahr wurde das Haus von Vater und Sohn aufwendig renoviert.
Die Heuerstelle war vor seiner Aufgabe 5 ha groß. Zusätzlich wurden 1,5 ha Eigenland bewirtschaftet. Für die Heuerstelle mussten zu dieser Zeit durchschnittlich 50 Tage Arbeit geleistet und eine Pacht von 140 Mark entrichtet werden.
Quellen: Gespräche mit Hermann Burs am 22.06.1998 und am 26.04.1999.