, Lieninghagen zwischen Spieker und Brüggemann, aber auf der östlichen Straßenseite. Alte Hausnummer: Groß Dohren Nr. 3e, UK: 24//23 bzw. 24//147/23, später 24//23/1. Zu Schüring siehe auch: Heuerstelle Groß Dohren 5.4.
3.3 Schüring / Rüther / Fröhleke
Dies Heuerhaus ist schon 1874 vorhanden. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts betrieb Hermann Schüring mit seiner Frau Karoline geb. Kramer diese Heuerstelle. Er starb noch jung im Jahre 1913. Seine Witwe führte den Hof mit drei kleinen Kindern weiter. Bernhard Rüther heiratete durch die Ehe mit Anna Schüring hier ein. Er bekam im Jahre 1931 an der Wettruper Straße 39 die erste Siedlerstelle im Dohrener Bruch. Eine Zeit lang betrieb die Familie Rüther ihren neuen Siedlerhof und die Heuerstelle nebeneinander, bis der Heuerhof 1933/34 von ihnen aufgegeben wurde. In das Heuerhaus zog nach kurzem Leerstand Wilhelm Fröhleke als Landarbeiter des Bauern Starmann ein. Er kam aus Recklinghausen und war in die hiesige Gegend nach Wachendorf als Landarbeiter (Knecht) gekommen. Dort lernte er seine Frau Franziska Kollmann kennen. Sie kamen 1931/32 nach Dohren Er musste - jedenfalls in der ersten Zeit - nicht wie ein Heuermann nur zeitweise - sondern jeden Tag beim Bauern arbeiten. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor: Wilhelm, Gertrud und Margaretha. Nachdem der Vater im August 1944 im Krieg gefallen war, betrieben Mutter und Sohn die Heuerstelle noch bis 1956 weiter und zogen dann in das Heuerhaus Schmidt des Bauern Hemmen, Klein Dohren (siehe dort), um. Das Heuerhaus am Lieninghagen wurde nicht wieder neu besetzt, verfiel und verschwand endgültig im Rahmen der Flurbereinigung Anfang der 1960er Jahre.
Die Heuerstelle hatte ein Größe von etwa 3 ha. Wilhelm Fröhleke musste 4 Tage pro Woche bei Starmann arbeiten.
Quellen: Gespräch im Hause Rüther / Dall, Wettruper Str., am 20.08.1998. Gespräch mit Hermann Burs am 22.6.1998. Gespräch mit Margarethe Dieker geb. Fröhleke am 23.8.1999.