Bauern und Heuerleute in Groß Dohren
Da seit 1760 eine und nie mehr als eine Heuerstelle des Bauern Wehlage erwähnt wird und nie von einer Verlegung die Rede war, gehe ich davon aus, dass schon in dem genannten Jahr ein Heuermann namens Lingers hier ansässig war. 1829 wird ein Hermann Hegger als Betreiber der Heuerstelle genannt. Im Jahre 1874 ist am Merschweg 7 ein Haus vorhanden, aller Wahrscheinlichkeit nach das Wehlage´sche Heuerhaus. Von seinem Vater Bernhard übernahm der heutige Eigentümer Heinrich Holterhaus die Heuerstelle. Seit 1957 arbeitete er im Tiefbau und betrieb die Landwirtschaft im Nebenerwerb. Ihm wurde im Rahmen der Flurbereinigung für die Aufgabe der Heuerstelle ein Grundstück in einem Baugebiet angeboten. Da er am Merschweg 7 wohnen bleiben wollte, kaufte er 1962 ein Stück Land im Dohrener Moor. Dieses Land tauschte er 1971 mit dem Eigentümer seiner Heuerstelle, Heinrich Wehlage, gegen diese ein. Im Rahmen der Flurbereinigung musste er dabei 15% des Landes abgeben, so dass ihm heute noch eine Fläche von 3,63 ha gehört. 1972 wurde ein neues Haus, in dem die Familie Holterhaus heute wohnt, an der Stelle des alten Heuerhauses errichtet. Mit seiner Pensionierung gab Heinrich Holterhaus 1995 die Landwirtschaft auf und verpachtete die landwirtschaftlichen Flächen.
Die Heuerstelle hatte eine Größe von 8 ha.