5.1 Linger genannt Gertkers. Am Kreuzdamm, ca. 60 m südlich der Ecke Poststraße / Kreuzdamm, an der östlichen Straßenseite des Kreuzdamms. Alte Hausnummer: Groß Dohren Nr. ?, UK: 26//63 bzw. 26//168/63.Die Eltern von Johann Bernhard Linger, geb. ca. 1788, waren Heuerleute des Bauern Stickamp in Klein Dohren. Die hier betrachtete Heuerstelle wurde im Jahre 1816 (oder 1819) vermutlich als erstes Einzelheuerhaus des Hofes Többen außerhalb des Hofplatzes Többen geschaffen. 1874 ist sie auf einer Karte nachweisbar. Zwischen 1892 und 1899 wurde an diesem Heuerhaus ein Fach angebaut. Im Jahr 1935 oder 1936 zog die Familie Linger aus diesem Heuerhaus aus und in das ehemalige Haus der Familie Burs an der Ecke Welle / Kreuzdamm ein. Nach den Angaben von Frau Telkmann wohnte ihre Familie hier zwischen 1929 und 1932. Anderen Angaben zufolge erst seit 1935/36. Nachfolger von Telkmann wurde die Familie Heinrich Schröder. Im Jahre 1941 brannte das alte Linger´sche Heuerhaus ab. Es wurde nicht wieder aufgebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde eine Baracke mit zwei Wohnungen dort aufgebaut. Es wohnten dort zunächst die Flüchtlingsfamilien Berg und Matthäus. Die Familie Berg zog 1947/48 nach Nordhorn und betrieb dort ein Bauunternehmen, die Familie Ernst Matthäus baute in Geeste ein neues Haus und zog 1952/53 nach dort um. Später wohnten hier die Flüchtlingsfamilien Ziegler und Wichert. Ab etwa 1955 war die Doppelbaracke nicht mehr bewohnt. Bauer Barlage zäunte das Gelände des ehemaligen Heuerhauses ein und hielt dort Pferde. Ein formeller Abriss erübrigte sich damit. Heute steht auf dem Platz des ehemaligen Heuerhofes ein kleines Wäldchen.
Die Größe der Heuerstelle sowie die Pacht und Arbeitsleistung, die für sie erbracht werden mussten, sind nicht bekannt.
Quellen: Gespräch mit Elisabeth Linger geb. Kramer, Bernhard Linger und seiner Frau, alle Dohren, Dorfstraße 42, am 10.07.1998. Gespräch mit Agnes Vorjans geb. Barlage, Neuenlande, am 05.07.1998. Chronik Többen / Barlage, S. 128, 152, 210b. Gespräch mit Agnes Telkmann, Haren, Adenauerstraße 1, am 4.3.2000.