, Mittelstraße, etwa in der Mitte zwischen dem Kreuzdamm und dem 1997/98 renovierten ehemaligen Altenteilerhaus. Alte Hausnummer: Groß Dohren Nr. 5c, UK: 25/76.
5.3 Lampe / Landmann / Büscher / Uhlen
In der Hofchronik Többen / Barlage wird das Jahr 1827 als Entstehungsjahr dieser Heuerstelle ausgewiesen. "Im Jahre 1827, den 3. Sept., erwarb Tobias Többen einen freien Platz in der Gemeinen Mark zwischen Kroners Grashook und Többen Kamp belegen, groß 12 Schritte breit und fünfzehn Schritte lang zum Bau eines 5 Fach großen Heuerhauses. [...] Noch im selben Jahr nahm er das eine Heuerhaus vom Hofe fort, und baute es hier wieder auf; es ist das Haus No. 5c, worin seit der Zeit die Familie Landmann, jetzt Büscher, zur Heuer wohnt." Weiter lesen wir der Familienchronik Többen / Barlage: "Der von 1866 verbreiterte Weg von Többen Hof nach der Landstraße war zunächst ungerade und dann teilte er sich 100 m vor der Landstraße in 2 Wege, wovon der eine rechts, der andere links an Büschers Haus vorbeiführte. Zwischen dieser Gabel lag der Heuermann Büscher. Es war nun meine Absicht, den Weg zu begradigen und die eine Gabel ganz zu entfernen. Letzteres war aber unmöglich, so lange Kroner (Möllering) noch Besitzer seiner Stelle war. Nach dessen Verkauf wurde die letzte Teilstrecke nun auch gerade gelegt, und der ganze Weg mit Obstbäumen bepflanzt. Letzteres geschah im Jahre 1908."
August Büscher heiratete im Jahre 1930 Bernhardine Schulte. Schon bald nach ihrer Hochzeit, die auf dieser Heuerstelle gefeiert wurde, entwickelten sie den Plan, Eigentum zu erwerben, um selbständig zu werden. Diese Möglichkeit bot sich schon im Jahre 1931, als sie vom Bauern Frese in Felsen eine Parzelle erwerben konnten. Den Umzug erlebte der Vater Hermann Büscher nicht mehr, da er noch 1931 starb. Zunächst zog die Familie Büscher in ein zu der Zeit leerstehendes Heuerhaus des Bauern Frese unmittelbar neben der gekauften Parzelle. Von hier aus bauten sie 1932 ihr neues Haus, in dem die Tochter, Paula Büscher heute noch lebt.
In der Chronik Többen / Barlage steht dazu: "Außerdem wurde noch die Heuerstelle von Büscher aufgegeben, da Büscher im Kriege verletzt worden war. Beide Ländereien [Linger und Büscher] wurden wieder vom Hofe bearbeitet. Das Haus von Büscher wurde deshalb abgerissen. Er hat sich in Felsen ein neues Haus gebaut." Daß die Gebäude der ehemaligen Heuerstelle Büscher vollständig abgerissen wurden, ist zumindest unwahrscheinlich, da schon 1932 Bernhard Uhlen hier einzog.
Dazu noch einmal die Familienchronik: "Ihr [Bernhardine Barlage] zur Seite stand der Landarbeiter Bernh. Uhlen - Menke, der im Jahre 1932 als Nachfolger des abgezogenen Heuermanns Aug. Büscher in das alte Heuerhaus eingezogen war. Meiner Schwester und diesem Landarbeiter kann an dieser Stelle nicht genug Dank ausgesprochen werden. Sie haben sich in unermüdlichem Einsatz für den Hof aufgeopfert. Bernhard Uhlen - Menke war in den Sommermonaten jeden Morgen 5:45 Uhr mit einer Karre voll Gras bei den Pferden auf der Diele." Schon 1952 gab B. Uhlen die Stelle auf und ging zum "Ölwerk" nach Dalum. Das Haus wurde umgehend abgerissen. Futtertröge und Eichenbalken wurden auf dem Hof Barlage sichergestellt.
Quellen: Familienchronik Többen / Barlage, S. 83, 105, 133, 152, 210b, 216, 218. Kirchenbücher der Pfarrei Herzlake. Gespräch mit Paula Büscher, Felsen, am 16.12.1999.