Bauern und Heuerleute in Groß Dohren
Geschichte der Heuerstelle Schüring
des Bauern Többen / Barlage

 

5.4  Schüring, Kreuzdamm, auf der westlichen Straßenseite etwa 100 m zurückliegend auf der Höhe des heutigen Hauses Wilfried Lampe, Kreuzdamm 17. Das Flurstück, auf dem das Heuerhaus stand, wurde früher Hütkepool genannt. Alte Hausnummer: Groß Dohren Nr. 5d, UK: 25//240/137

Diese Heuerstelle entstand 1899/1900 im sog. Hütkepool. Die Hofchronik Többen / Barlage erwähnt dazu: "Im Jahre 1899 erbaute ich [Johann Többen] ein neues Heuerhaus im Hütkepool, worin jetzt der Heuermann H. Schüring wohnt. Dort hatte ich in den Jahren vorher [vor 1899] etwa 10 Scheffelsaat Land aus der Heide kultiviert, wobei ich dann das Haus erbaute. Der Hausplatz war damals eine Wasserpfütze." Der erste Betreiber der Heuerstelle war Heinrich Schüring aus Drope mit seiner Frau. Sie gaben den Hof weiter an ihren Sohn Bernhard, der in erster Ehe mit Bernhardine geb. Heggemann verheiratet war. Sie starb im Kindbett im Jahre 1940. Zu seiner zweiten Heirat verließ Bernhard Schüring 1942 die Heuerstelle und zog zu seiner zweiten Frau nach Limbergen bei Recke. Seine Schwester Christina Schüring übernahm den Hof und betrieb ihn zusammen mit ihrem Partner Hubert Korte bis etwa 1966. Dann zog sie in Barlages "Klein Häuschen" an der Mittelstraße. Das alte Heuerhaus verfiel darauf und wurde im Rahmen der Flurbereinigung ca. 1967 dem Erdboden gleich gemacht.
Die Heuerstelle hatte eine Größe von etwa 8 ha.

Quellen: Chronik Többen / Barlage, S. 128, 152, 219). Gespräch mit Heinrich und Anni Hempen sowie seiner Mutter Anna Hempen am 28.08.1998.


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