Bauern und Heuerleute in Groß Dohren
Geschichte des Heuerstelle Wenker-Hülsmann 
des Bauern Brokgerken


7.2
Wenker-Hülsmann, Brookstraße 13. Alte Hausnummer: Groß Dohren Nr. 7c, UK: 20/127

Heinrich Mersch, Vorsitzender des Heuerleutevereins in Dohren, betrieb diese Heuerstelle, bis er 1928 mit seiner Familie in die Mark Brandenburg zog, wo er eine Siedlerstelle bekommen hatte. Ihnen folgten auf der hiesigen Heuerstelle Gerhard Ostermann mit seiner Frau Maria geb. Mähs. Sie blieben bis 1936 hier und zogen dann nach Felsen. Der aus Voltlage (-Weese) stammende Heinrich Wenker-Hülsmann hat Ende der 1920er Jahre in Herzlake bei der Fa. Menke eine Schmiedelehre absolviert. Er kam etwa 1930 als Schmied auf den Hof Brokgerken, wo er in einer 1964 abgebrannten Scheune wohnte und in seinem erlernten Beruf arbeitete. 1930 wurde seine Tochter Elisabeth geboren. Die Mutter ist mir nicht bekannt geworden. Er heiratete 1936 Agnes Meyer, errichtete etwa zur gleichen Zeit an der Brookstraße eine Schmiede und zog nach ihrer Fertigstellung mit seiner Frau in das freigewordene Heuerhaus ein. Dieses befand sich nicht an der Stelle des heutigen Hauses an der Brookstraße 13, sondern in dem Wäldchen zwischen Remme (Brookstraße 13) und Spieker (Wellenstraße 13). Nach seiner Kriegsteilnahme geriet Heinrich Wenker-Hülsmann in Kriegsgefangenschaft und kehrt erst 1948/49 heim. Im Jahre 1956 errichtete Wenker-Hülsmann das heutige Haus an der Ecke Brookstraße / Wellenstraße und bezog es. Das alte Heuerhaus wurde eingeebnet. In einem Teil des neuen Hauses betrieb er eine Eisenwarenhandlung. Ende der 1950er Jahre setzte sich auch in Dohren die Mechanisierung in der Landwirtschaft durch. Dadurch verschlechterte sich die Geschäftslage für die Schmiede immer mehr. Wenker-Hülsmann gab die Schmiede auf und eröffnete am 1. Mai 1960 in dem Haus eine Gaststätte. Wenig später gab er 1961 auch die Eisenwarenhandlung auf und eröffnete in den selben Räumlichkeiten einen Lebensmittelladen, den hauptsächlich seine Frau betrieb. Nachdem das Ehepaar Wenker-Hülsmann in den Jahren 1992 und 1993 verstorben war, verkaufte seine Tochter Elisabeth Rüther Ende 1993 das Anwesen an mich und meine Frau. Wir renovierten das Haus 1994 und zogen noch im gleichen Jahr am 24. August hier ein. Im Jahre 1997 wurde die alte Schmiede abgebrochen und an ihrer Stelle eine Doppelgarage errichtet.

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