Bauern und Heuerleute in Groß Dohren
Geschichte des Heuerstelle Wellen-Dieker 
des Bauern Brokgerken


7.3 Dieker
genannt Wellen-Dieker, östlich des Hauses W. Lampe, Kreuzdamm 17. Das Heuerhaus lag direkt an dem ehemaligen Lauf der Welle. Alte Hausnummer: Groß Dohren Nr. 7b (andere Quelle: 7f), UK: 25//124; nach dem Umzug: Kreuzdamm 23.

Die Heuerstelle ist vermutlich um 1870 errichtet worden, 1874 auf jeden Fall vorhanden. Jedenfalls ist Clemens Dieker 1865 noch in Wettrup ansässig und 1870 ist er Heuerling in Groß Dohren. Zwischen 1956 und 1958 wurde ein neues Haus am Kreuzdamm 23 erbaut, in das die Familie nach seiner Fertigstellung umzog. 1965 brannte das alte Heuerhaus, in dem Stroh und alte Maschinen lagerten, ab. Gerüchten zufolge soll es sich um Bandstiftung gehandelt haben, die nachweislich nicht durch J. Dieker erfolgt sei. Willi Brokgerken wies daraufhin, dass in dem leerstehenden Haus noch ein Stromanschluss vorhanden war, von dem das Feuer seinen Ausgang genommen haben könnte. Das neue Diekersche Haus am Kreuzdamm wurde von Johann Dieker junior umklinkert und innen renoviert und umgebaut. Im Rahmen der Flurbereinigung entstand an der Stelle des vormaligen Heuerhauses wieder Ackerland.

Für die Heuerstelle mussten zwei Tage pro Woche beim Bauern Brokgerken gearbeitet werden. Wie groß die Heuerstelle war und welche Pacht zu entrichten war, ist mir nicht bekannt.

Quellen: Gespräch mit Herrn und Frau Edith Scheer geb. Brokgerken am 17.08.1998. Gespräch mit Johannes Dieker am 10.01.1999. Gespräch mit Willi Brokgerken am 4.12.1999.


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