Bauern und Heuerleute in Groß Dohren
Geschichte des Heuerstelle Hempen 
des Bauern Brokgerken

7.4 Mersch / Ostermann / Kuis / Hempen, Wellenstraße 5. Alte Hausnummer: Groß Dohren Nr. 19a, UK: 25//233/122, laut K4: 25//233/121

Diese Heuerstelle entstand vermutlich zwischen 1874 und 1895. Vor 1919 wird Josef Mersch als Heuermann genannt. In diesem Jahr geht die Familie Mersch nach Hemsen. Für sie zieht hier Heinrich Ostermann mit seiner Frau Maria ein. Kurz nach der Heirat von Gerhard Kuis mit der Tochter des Hauses Anna im Jahre 1929 und seinem Einzug in das Haus seiner Schwiegereltern kauft Heinrich Ostermann ca. 1930 die Heuerstelle vom Bauern Brokgerken. Nach Angaben von Willi Brokgerken fand der Verkauf schon etwa 1921/22 statt. Vermutlich dürften der Einfluß seines Schwiegersohns und besonders die ungünstige wirtschaftliche Lage von Brokgerken für den Eigentümerwechsel verantwortlich gewesen sein. Nach Aussage von Willi Brokgerken wurde das Geld benötigt, um die Aussteuer für seine Tante Toni aufbringen zu können. Auch in der nächsten Generation werden Haus und Hof über die Tochter weitergegeben. Im Jahre 1963 heiratet Anni Hempen den vom Merschweg / Hohe Fehn stammenden Heuerlingssohn Heinrich Hempen, der wie sein Schwiegervater in dieses Haus einheiratet. Ihr Sohn Heinz Hempen, der seit 1998 mit Heike geb. Benoitz verheiratet ist, wird vermutlich der erste sein, an den in männlicher Linie Haus und Hof weitergegeben werden. Vor der Heirat im Jahre 1997 wurde das Haus vollständig umgebaut. Dabei entstand im Dachgeschoss eine Wohnung für das junge Ehepaar.

Quellen: Gespräch mit Heinrich und Anni Hempen sowie seiner Mutter Anna Hempen am 28.08.1998. Staatsarchiv Osnabrück (weiterhin: StA OS), Rep 540 Mep, Katasteramt Meppen, Nr. 35. Familienchronik Ostermann, Dohren, Merschweg.

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