8.2 Mers, Wellenstraße 14, ca. 150 m südlich der Wellenstraße, an einem Verbindungsweg zwischen Wellenstraße (bei B. Spieker, Wellenstraße 13) und Eichenstraße (bei Rammler, Eichenstraße 3). Alte Hausnummer: Groß Dohren Nr. 8c, UK: 20/114?, KN: 21//16.
Etwa 1914 wurde die Heuerstelle in einer Größe von damals 13 ha von Brämsmann (ansässig auf dem heutigen Hof Otto Decker) an Brokjans verkauft. In den 1930er Jahren bewirtschafteten Clemens Mers und seine Frau Helene diese nun nur noch etwa 4 ha große Heuerstelle. Von ihnen übernahm sie ihr Sohn Bernhard Mers. Dieser heiratete im Jahre 1955 seine Nachbarin Maria Back (Wellenstraße 13), die mit in das Heuerhaus zog. 1963 baute Bernhard Mers ein Haus an der Ecke Wellenstraße - Lieninghagen, heute Lieninghagen 1, in das er mit seiner Familie 1964 einzog. Er wurde schon vorher Arbeiter und gab mit dem Umzug die Heuerstelle und damit die Landwirtschaft auf. Danach wohnten Rudi Brokjans, ein Bruder des Eigentümers Johann Brokjans, heute Schützenstraße 6, und ein Müller-Tenkow in dem Haus. Nach diesem hatten Christian Lammers und danach Rainer Auf dem Kampe das Haus gemietet. Das Anwesen dient seit 1992 der Friedrich Fuchs aus Lünen als Ferienhaus, in dem er etwa alle 6 Wochen einen Teil seiner Freizeit verbringt.. Dieser führte seit dieser Zeit einige Renovierungsarbeiten durch. Die größte dieser Maßnahmen war der vollständige Ersatz des westlichen Giebels. Herr Fuchs hat vor, in ein bis zwei Jahren sein Berufsleben zu beenden und seinen Ruhestand dann hier zu verleben. Trotz der vielen Umbauarbeiten ist die ehemalige Struktur des Heuerhauses noch heute (April 2000) gut zu erkennen. Das Heuerhaus ist vermutlich vor geraumer Zeit um 2 Fache nach Osten erweitert worden. Dabei wurden offensichtlich Balken aus einem anderen Haus, möglicherweise aus einem abgerissenen Heuerhaus, verwendet. Im Hause befindet sich noch ein ausgelöster, alter Balken mit einer eingearbeiteten Aufschrift. Sie lautet: "1926 H. Book C. Book gb Brüggen". Dieser Balken stammt vermutlich aus dem angebauten Teil und hat mit den Bewohnern dieses Hauses nichts zu tun.
Quelle: Gespräch mit Friedrich Fuchs am 24.04.2000.