Bauern und Heuerleute in Groß Dohren
Geschichte des Heuerstelle Schröder
des Bauern Brokjans
 

8.4 Schröder, genannt Bülten, Wellenstraße, ungefähr gegenüber B. Spieker, Wellenstraße 13. Alte Hausnummer: Groß Dohren Nr. 8f, UK: 20//119.

Zwischen 1883 und 1885 kam die Familie Burrichter auf diese Heuerstelle. Sie betrieb sie bis 1904. In diesem Jahr zog sie ins Dorf (Klein Dohren) neben den Hof Ahillen, um dort die Heuerstelle zu übernehmen. Heinrich Schröder, der Sohn des Pächters Josef Schröder (siehe Groß Dohren Nr. 4, Wehlage), heiratete in diesem Jahr Angela Henke aus Aselage, und sie übernahmen die Heuerstelle. Sie hatten fünf Kinder. Nach dem frühen Tod des Vaters im Jahr 1927 übernahm Sohn Heinrich die Heuerstelle und betrieb sie, bis er 1942 zum Kriegsdienst eingezogen wurde. Seine Frau Rosa geb. Schmidt führte die Heuerstelle mit einem wechselnden Kriegsgefangenen weiter, bis ihr Schwager Josef Schröder aus Krieg und Kriegsgefangenschaft nach Hause zurückkehrte. Ihr Mann ist im Krieg gefallen. Josef Schöder übernahm 1947 den Hof, kündigte die Heuerstelle aber schon im Jahre 1951 als erster Heuermann in Dohren nach dem Kriege. Dieser Mann leitete damit endgültig das Ende der Heuerlingszeit in Dohren ein. Er nahm eine Arbeitsstelle bei der Fa. Holt in Haselünne an. 1952 baute er ein Haus auf dem Grundstück seiner Schwiegereltern am Kreuzdamm 17. Beim Abriß des alten Heuerhauses wurden Teile zur Errichtung des neuen Hauses verwertet. Dort zog er mit seiner Frau 1953 ein. 1995 baute er noch einmal ein neues Haus und zwar in Herzlake an der Grafelder Straße 3. Der Umzug erfolgte am 19.12.1995. Sie verleben dort miteinander ihren Ruhestand. Schröders Nachfolger im Haus am Kreuzdamm wurde die Familie Wilfried Lampe. Er stammt vom Siedlerhof Lampe am Grünen Weg.

Die Heuerstelle hatte eine Größe von 5 bis 6 ha.

Quelle: Gespräch mit Josef Schröder und seiner Frau Wilhelmine geb. Kuhlmann am 19.04.1999 in ihrem Haus in Herzlake, Grafelder Straße 3.

Zurück