Bauern und Heuerleute in Groß Dohren
Geschichte des Hofes Loddeke


11.  Loddeke
, Brookstraße 3/3a. 1/3-Erbe. Alte Hausnummer: Groß Dohren Nr. 11a, UK: 27/80.

Es ist zu vermuten, dass die Höfe Loddeke, Hegger / Holtgers und der nicht mehr bestehende Hof Schaper auf einen Hof zurückzuführen sind, da alle drei ehemalige Drittel-Erben sind. Auch die räumliche Nähe der heute noch vorhandenen Höfe Hegger / Holtgers und Loddeke könnte dafür ein Hinweis sein. Schon im Status Animarum von 1749 und dann 1759 und 1760 wird der Hof Loddeke aufgeführt. Zur Mitte des 19. Jahrhunderts gab es ein eheliche Verbindung zwischen den Familien Loddeke und Schaper. Nach Angaben von Elisabeth Natusch geb. Loddeke soll dieser Schaper allerdings aus Wettrup stammend auf den Hof Loddeke eingeheiratet und sich später nach dem Hof benannt haben. Diese Ausführungen lassen sich anhand der Stammfolge (s.o.) bestätigen. Das alte, heute noch bestehende Bauernhaus wurde vermutlich im Jahre 1805 erbaut. Das heutige Wohnhaus wurde 1974 errichtet.

Im 20. Jahrhundert wurde der Hof bis zu seinem Tode von Bernhard Loddeke betrieben. Nach dessen Tod im Jahre 1958 übernahm ihn sein Sohn Heinrich, der den Hof zusammen mit seinem Onkel Clemens weiter bewirtschaftete. Die Vollerwerbslandwirtschaft wurde 1970/71 aufgegeben. Zeitweise war Heinrich Loddeke Milchwagenfahrer bei der Molkerei Nyenstein. Heute betreibt Heinrich Loddeke die Landwirtschaft als Hobby. Davon kann sich jeder anhand der offensichtlich glücklichen Schweine überzeugen, die in einer an die Brookstraße angrenzenden Wiese beim Haus herumlaufen. Heinrich Loddeke war einer der ganz wenigen, heute noch lebenden Teilnehmer an der „Skandelmesse“ während der „Affäre Lichtenbäumer“ im Jahre 1945.

Der Hof hatte 1895 eine Größe von 25,6 ha. In den 1930er Jahren war er von der sog. Moorenteignung betroffen und umfasste dann noch ein Fläche etwa 20 ha. Nach Landverkäufen durch Bernhard Loddeke und einer Abgabe von 10% der Gesamtfläche im Rahmen der Flurbereinigung, gehören heute noch 6,5 ha Land zum Hof. Davon werden 2 ha selbst bewirtschaftet, der Rest ist verpachtet.
Zum Hof Loddeke gehörten keine Heuerstellen.

Quellen: Gespräch mit Heinrich Loddeke und seiner Frau Margarethe am 19.5.1999. Gespräch mit Günter Natusch und seiner Frau Elisabeth geb. Loddeke am 05.12.1999.

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