Torsten
1994 war es dann soweit. Ich entschloss mich, nach meiner kaufmännischen Lehre, vorerst für vier Jahre Dienst in der Bundeswehr zu leisten. Die Freiwilligenannahmezentrale in Hannover hatte dann einen Dienstposten als 1. Nachschubbearbeiter bei der 4./Flugabwehrraketengruppe in Oldenburg für mich. Aber vorerst hatte ich wie jeder Luftwaffensoldat die dreimonatige Grundausbildung zu absolvieren.
02.01. - 29.03.1995 9./LwAusbRgt 1 in 38644 Goslar
Jetzt war ich bereit für meine Verwendung in Oldenburg. Ich hatte nun das Rüstzeug in der Grundausbildung mitbekommen und wusste wie sich ein Soldat im Einsatz verhält. Mein Stammverband war nun die 4./FlarakGrp 24 die so genannten "Delta-Tigers". Da ich auf einen Unteroffiziersdiensposten planmäßig eingestellt wurde, kam der Unteroffizierslehrgang auf mich zu.
02.05. - 14.07.1995 8./USLw in 49356 Diepholz
Nun musste ich noch den zivilen Bereich der Nachschubkomponente in einem Lehrgang beigebracht bekommen. Meine Stammeinheit konnte ich in diesem Zeitraum natürlich nicht so gut kennen lernen, da ich ja quasi immer auf Achse war. Der 1. Nachschubbearbeiterlehrgang kam auf mich zu.
31.10. - 22.12.1995 11./TSLw 3 in 29328 Fassberg
Für meine Arbeit unerlässlich, kam natürlich noch ein Lehrgang dran. Man traute mir zu, dass ich das ABC-Gerät verantwortungsvoll behandeln und reparieren kann. So durfte ich z.B. nach diesem Lehrgang die ABC-Schutzmasken kontrollieren und in Stand halten. Dieser Lehrgang heißt ABC/SeGerMechLw.
05.03. - 28.03.1996 5./ABC/SeS in 87527 Sonthofen
Bei der damaligen Luftwaffe hatte jeder Soldat eine so genannte Zweitverwendung neben seiner hauptamtlichen Tätigkeit. Bei mir wurde in der Staffel der Unteroffizier der Luftwaffensicherungstruppe dem Nachschubbearbeiter zugeordnet. Ich hatte meine Lehrgänge bis jetzt alle gut bestanden und man meinte, den Lehrgang würde ich auch schaffen. Was dieser Lehrgang von einem physisch und psychisch abverlangte, kann ich hier gar nicht beschreiben. Aber nach dem Lehrgang war ich körperlich total fit. (Wir liefen jeden Tag 7 km mit Sturmgepäck und durften danach die Hindernisbahn noch absolvieren.) Dazu muss gesagt werden, als Norddeutscher ist man das hügelige Land in Bayern nicht gewohnt. Aber auch diesmal schaffte ich es.
03.06. - 02.08.1996 7./InfS in 97762 Hammelburg
Es gefiel mir nachher so gut, dass ich meine vier Jahre noch ausdehnen wollte. Jedoch hatte man bei der Flugabwehrraketengruppe in Oldenburg keine Stelle für mich. Damals war es so, um sich weiterzuverpflichten musste man eine Feldwebelstelle haben. So schrieb ich ein luftwaffenweites Versetzungsgesuch und hatte Glück. In Wunstorf wurden Rechnungsführer gesucht. Der Zeitpunkt des Abschiedes aus Oldenburg war gekommen.
29.03.1995 - 12.09.1997 4./FlaRakGrp 24 "Patriot" in 26127 Oldenburg
Im August 1997 kam noch etwas auf mich zu. Im Osten trat die Elbe über die Ufer, viele Dörfer wurden überschwemmt. Also schickte man unsere Einheit hin, um die Behörden zu unterstützen. Es war die Oder-Flut 1997. Man setzte uns im Bereich Frankfurt/Oder ein. Nach getanem Einsatz bekam jeder die Oder-Flut-Medaille. So auch ich.
Meine Verabschiedung wurde im Staffel-Rahmen gebührend gefeiert und man wünschte mir viel Glück in Wunstorf in meiner neuen Verwendung.
Der Zufall wollte es natürlich so, dass ich meine Frau im Zeitraum September 1997 kennen lernte, natürlich in Friesoythe. So kam es wie es kommen musste, gerade in Wunstorf angekommen, schrieb ich wieder ein Versetzungsgesuch in den Nordwestdeutschen Raum. Zeitgleich schrieb ich ein Gesuch für eine Auslandsverwendung. Man weiß ja nie, hätte es mit der Versetzung in den Norden nicht geklappt, so konnte ich vielleicht noch einen Auslandsaufenthalt erleben. Dies geschah alles im Jahr 1999. Und ich hatte wiederum Glück. Beiden Versetzungsgesuchen wurde stattgegeben. Inzwischen war ich Stabsunteroffizier und wurde zu weiteren Lehrgängen geschickt. Nun war der Laufbahnlehrgang zum Feldwebel dran. So wurde ich in Wunstorf zum Rechnungsführer ausgebildet.
26.05. - 17.07.1998 14./USLw in 25421 Pinneberg
Nun war noch der fachliche Rahmen zu absolvieren. Ich musste ja wissen, was ein Rechnugsführer so zu tun hat. Also wurden mir etliche Vorschriften und Gesetze beigebracht, die ich in der Truppenverwaltung zu beachten hatte. (RKV,TG,Besoldung,Beihilferecht usw.)
06.10. - 20.11.1998 16./USLw in 25421 Pinneberg
Die Luftwaffe hatte noch einen Lehrgang im Programm. Der "Führungstraining"-Lehrgang. Nach diesem Lehrgang hatte ich meine Ausbildung endlich abgeschlossen. Ich konnte nun zum Feldwebel befördert werden.
03.12. - 17.12.1998 15./USLw in 25421 Pinneberg