Die
Gründungsversammlung des VfL Wilhelmshaven e. V. , eine Fusion
aus den traditionsreichen Vereinen TUS EICHE, TURA
und FC COMET, fand am 12.06.1973 in der ehemaligen
Vereinsgaststätte von TURA, dem Dreimädelhaus,
statt.
Der TUS Eiche, gegründet 1887, der nach dem 2.
Weltkrieg seinen Vereinsbetrieb wieder aufnahm und über
Rüstersiel/Himmelreich auch in Fedderwardergroden aktiv wurde,
der Turn- und Rasensportverein Wilhelmshaven (TURA), der als einer
der ersten Vereine 1945 durch die Besatzungsmächte genehmigt
wurde und dessen Einzugsbereich vornehmlich Fedderwardergroden und
Voslapp war sowie der FC COMET, der aus einer Abspaltung Turaner
Fußballer entstand und dem später eine Boxabteilung
angegliedert wurde, setzten sich zum Ziel, Sportler aus dem
Stadtnorden in einem Großverein zu bündeln, das
Sportangebot zu erweitern sowie die Sportstätten zu
zentralisieren und besser zu nutzen.
Vorausgegangen waren
viele Gespräche zwischen den Vorständen der Muttervereine
und drei speziell für die Fusion eingerichteten Arbeitsgruppen.
Neben einer
Vereinssatzung musste auch eine Geschäftsordnung für den
seinerzeit ca. 2100 Mitglieder umfassenden Großverein
entwickelt werden.
Ein neuer Vereinsname und ein Vereinsemblem
wurden mittels eines Wettbewerbes gesucht. Bei den Namensvorschlägen
dominierten VfL und SG Nord, wobei der Vorschlag VfL
Wilhelmshaven dann das Rennen gewann.
Eine
längere Debatte entspann sich über das Vereinsemblem. Zum
Abschluss der fast 3 ½ stündigen Gründungsversammlung
stimmte die Mehrheit für ein rot-blaues Emblem, das mit dem
Vereinsnamen sowie einer Kogge versehen ist.
Unter der Leitung
des damaligen Bürgermeisters Eberhard Krell wählte
die Gründungsversammlung Hans-Jörg Sandelmann zum
1.Vorsitzenden (vorher Tura).
Stellvertretende Vorsitzende mit speziellen Aufgabenbereichen wurden der bisherige Chef des FC Comet, Kurt Neubacher sowie der bisherige Vorsitzende des TuS Eiche, Willi Pauer.
Jochen Karte übernahm den Bereich Verwaltung und Dieter Burgdorff die Liegenschaften.
Dem erweiterten
Vorstand gehörten weiterhin Heinrich Mertens, Liesel Zaiß,
Willi Harms, Helmut Kaufmann, Günter Hinrichs, Dieter Helmis und
Heinz-Günther Nohl an.
Nach der Fusion vereinigten
sich im neuen Großverein sieben Sparten:
F
u ß b a l l ,
H
a n d b a l l (seit 1972
besteht hier eine Spielgemeinschaft mit dem STV Voslapp) ,
T
u r n e n / G y m n a s t i k ,
L
e i c h t a t h l e t i k ,
B
o x e n ,
T
i s c h t e n n i s und
V
o l l e y b a l l .
1978 wurde
dann die T
e n n i s a b t e i l u n g
gegründet. In der ersten Bauphase
wurden drei Hartplätze erstellt, später folgten weitere 2
Plätze und der Anbau des Tennisheimes. Alle Plätze
erhielten zu diesem Zeitpunkt eine Kunstrasenauflage mit
Quarzsandfüllung, um ein gelenkschonendes Spielen zu
ermöglichen. Heute zählt die Anlage insgesamt sieben
Plätze.
Für die Dauer von ca. 7 Jahren unterhielt der
Verein auch eine B a s k e t b a l l a b t e i l u n g ,
welche hervorragende Resultate sowohl im Damen- als auch im
Herrenbereich erzielte. Aufgrund berufs- und ortsbedingter
Veränderungen im Vorstands- und Trainerstab musste hier 1994
leider der Übungs- und Wettkampfbetrieb eingestellt werden.
Eine S
c h w i m m a b t e i l u n g wurde 1976 ins Leben
gerufen. Ziel war und ist die Förderung des Kinder- und
Jugendschwimmsports. Sie erfreut sich auch heute eines regen
Zuspruches.
Die S
k a t a b t e i l u n g wurde 1999 in den VfL
integriert. Sie ist die jüngste und zugleich auch kleinste
Abteilung des Vereins. Einmal wöchentlich trifft sich hier eine
Gruppe von Profis, um die Karten zu mischen. Natürlich
wird hier nach Wettkampfregeln um den jeweiligen Tagessieg gespielt.
Aber auch überörtliche Meisterschaften stehen auf dem
Programm.
Die
bisherigen Vorsitzenden:
|
Hans-Jörg Sandelmann |
12.06.73 |
- |
21.01.77 |
|---|---|---|---|
|
Heinrich Mertens |
21.01.77 |
- |
31.01.87 |
|
Hans-Jörg Sandelmann |
31.01.87 |
- |
08.03.93 |
|
Rolf Röpnack |
08.03.93 |
- |
09.03.00 |
|
Manfred Brandt |
seit 09.03.2000 |
|
|
Als im April 1968
das Jugend- und Vereinsheim von Tura im würdigen Rahmen
seiner Bestimmung übergeben wurde, war ein Kapitel
Vereinsheimbau in Wilhelmshaven geschrieben.
Mit dem Elan, wie die
Verantwortlichen des Verein dieses zu dieser Zeit bemerkenswerte
Bauvorhaben angingen, wurde es zu einer Pioniertat und
richtungsweisend für den Wilhelmshavener Vereinsheimbau der
Zukunft.
Da die Geldmittel nicht aufzubringen waren, um alle
Gewerke von der Bauwirtschaft ausführen zu lassen, hieß
das Schlagwort Eigenhilfe. Es waren Vereinsmitglieder,
die sich uneigennützig und unentgeltlich zur Verfügung
stellten, um den größten Teil der anfallenden Arbeiten zu
bewerkstelligen.
Im ersten Bauabschnitt wurde eine
Begegnungsstätte mit vier Umkleidekabinen, Dusch- und WC-Räumen,
Geräteraum, Jugend- und Tagesraum sowie einem Geschäftszimmer
erstellt.
Bereits im Jahr 1972 wurde der Erweiterungsbau
mit drei Umkleideräumen, Dusch- und WC-Möglichkeiten sowie
einer Vereinsmietwohnung seiner Bestimmung übergeben. 1974
erhielt das Vereinsheim dann einen großen Veranstaltungsraum.
Beide Vorhaben wurde ebenfalls überwiegend in Eigenarbeit
erstellt. Im Jahre 1985 wurde mit den Arbeiten zum Anbau eines
Tennis-Heimes begonnen. Ein Jahr später konnte ein
Aufenthaltsraum mit Theke, Umkleide- und Sanitärräume zur
Freunde der damals im Tennis-Boom aufstrebenden Abteilung
fertiggestellt werden.
Im Rahmen der Bauhauptarbeiten wurden
ebenfalls Gebäude für die Lagerung von Sportgeräten
und Getränkegut erstellt.
Außerdem gehören für
das Vereinsleben unabdingbare Parkplätze, ein Kinderspielplatz,
ein überdachter Grillstand sowie eine Terrasse mit Sitz- und
Verweilmöglichkeiten im Grünen zum Angebot.