Bauern und Heuerleute in Klein Dohren

Geschichte der Heuerstelle Brümmer / Recker
des Bauern Wübbels / Wilken / Blankmann


2.1 Holterhaus / Dulle / Brümmer / Recker. Finkenweg 14. Am nördlichen Ende des Finkenwegs an der Ecke des Weges, der nach Ostermann/Renze führt. UK: 31/71.

Am Anfang des 20. Jahrhunderts war hier der Heuermann Franz Holterhaus ansässig. Sein Sohn Franz heiratete eine geborene Büscher. Er starb vermutlich vor 1939, woraufhin sein unverheirateter Sohn, der auch Franz hieß, die Heuerstelle übernahm. Er wurde im Zweiten Weltkrieg als Soldat eingezogen und fiel. Seine Schwester Maria heiratete Hermann Dulle und führte die Heuerstelle seit der Kriegszeit weiter. Ende der 1950er Jahre bauten sie in Dohren am Ziegeleiweg 11 ein eigenes Haus und zogen daraufhin von hier weg. Blankmann versuchte die Heuerstelle neu zu besetzen. Als Interessenten fanden sich der Mauerer Hermann Brümmer und seine Frau Antonia geb. Stolte, die in Neuenlande eine Heuerstelle bewirtschafteten. Sie wollten jedoch nicht als Heuerleute weiterarbeiten, sondern die Stelle käuflich erwerben. Da sich anscheinend keine anderen Interessenten fanden, konnten sie das bisherige Heuerhaus am Finkenweg und 2000 m2 Land im Jahre 1959 erwerben. 1983 heiratete ihre Tocher Anneliese den aus Suddendorf bei Schüttorf stammenden Werner Recker. 1986 bauten sie auf der alten Heuerstelle ein neues Wohnhaus. Das alte Heuerhaus wurde noch im gleichen Jahr abgerissen.
Die Heuerstelle hatte eine Größe von etwa 6 ha. An Pacht mußten 120 Mark pro Jahr entrichtet werden.

Quellen: Gespräch mit Anneliese Recker geb. Brümmer und ihrer Mutter Antonia Brümmer, geb. Stolte, am 29.05.1999. Gespräch mit Alois Blankmann und seiner Frau Aloisia, geb. Feye, sowie seiner Mutter Agnes Blankmann, geb. Wilken, und deren Schwester Aloisa Kuhlmann, geb. Wilken, am 4.6.1999.
 

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