, Elsterfehn 10. UK: 33/24.3.2 Weber / Vox
Dieses Heuerhaus wurde nach dem Brand des Bauernhauses Ostermann (1905/06) im Jahre 1909 errichtet. Dabei wurden die teilweise noch erhaltenen Balken des abgebrannten Bauernhauses verwendet. Der erste und einzige Heuermann hier war Heinrich Weber, der die Heuerstelle zusammen mit seiner Frau Catharina bewirtschaftete. 1930 kam das kinderlose und veramte Ehepaar in ein Armenhaus, das etwa im Bereich der heutigen Waldstraße 23 (Fröhleke) lag. 1931 erwarb die Familie Vox diese Heuerstelle vom Bauern Ostermann. Clemens Fox war Ziegelbrenner in der Ziegelei in Felsen. 1932 wurde ein neues Haus errichtet. Das alte Heuerhaus blieb noch bis etwa 1951 stehen und wurde dann abgerissen. In der Zeit zwischen dem Kriegsende (1945) und der Währungsreform (1948) wurde hier, wie in vielen anderen Dohrener Häusern in Clubs von 10 bis 12 Leuten, Schnaps gebrannt, und zwar wie bei den meisten anderen auch aus Zuckerrüben. Am Sylvestertag 1947 führte vermutlich eine Verstopfung an der Destillationsanlage zu einer Explosion, bei der alle Scheiben des Hauses zu Bruch gingen. 1954/55 baute die Familie Vox eine Diehle und einen Schweinestall an des 1932 errichtete Haus an. 1995 wurde der Stall abgerissen und 1996 erfolgte der Anbau eines neuen Wohnhauses zur Straßenseite hin, in das die Familie 1997 einzog.
Die Heuerstelle hatte eine Größe von 9,5 ha. Der in die Flurbereinigung eingehende Grundbesitz der Familie Vox umfaßte 9,0279 ha, wovon danach noch 8,1572 ha übrig blieben.
Quellen: Gespräch mit Paul Rapien, Elsterfehn 12, am 11.05.1999. Gespräch mit Grete Ostermann im Altenheim St. Josef in Haselünne am 31.5.1999. Gespräch mit Clemens Vox und seiner Frau Helga geb. Wöstmann sowie Hubert Lampe und seiner Frau Maria geb. Vox am 2.6.1999. Gespräch mit Bernhard Rüther, Poststraße, am 22.1.2000.