3.5 Stein / Kötter / Prieshoff / Kammlage / Brümmer-Flerlage / Janke, Hohe Fehn. UK: 32/27.
Zu Ende des 19. Jahrhunderts bewirtschaftete eine Familie Stein diese Heuerstelle. Vermutlich um die Jahrhundertwende (um 1900) heirate Wilhelm Kötter aus Felsen eine Tochter der Familie Stein und kam damit auf diese Stelle. Er brachte seinen leicht geistig behinderten Bruder Bernhard, genannt Stutenbernd oder Spütterbernd mit. Einen seiner Kosenamen hatten er daher, daß er oft einen Pfannkuchen auf seinen Kopf legte und damit herumlief. Den anderen Rufnamen bekam er, weil er oft Papier zerkaute und die Fasern oder Kügelchen wieder ausspuckte. Die Familie hat ihn bis ins hohe Alter gepflegt. Johannes Völker, ein Sohn vom Heuerhof Völker des Bauern Ostermann, heiratete hier etwa um 1930 ein, indem er sich mit Tochter Maria Kötter verehelichte. Etwa 1933 wurde die Heuerstelle von Ostermann an Prieshoff verkauft. Etwa in dieser Zeit (1934) verlies die Familie Völker diese Heuerstelle und zog nach Hilkenbrook (vergl. Hilling). Prieshoff baute 1937/38 dort ein neues Haus, das er an Wilhelm Lübken vermietete. Die Familie Lübken wirtschaftete hier bis in die 1960er Jahre. Vermutlich wurde das Haus dann an Heinrich Brümmer aus Westrum vermietet. Dieser hatte eine Witwe Flerlage geheiratet. Aus dieser Ehe ging ein Kind, Doris, hervor. Heinrich Brümmer, genannt Brümmer-Flerlage, kaufte vielleicht schon zusammen mit seiner Tochter Doris das Haus. Jedenfalls ging das Haus später an Doris Völker, geb. Brümmer, über, der es wohl auch heute noch gehört. Seit etwa 1994 ist das Haus an Hans Jahnke vermietet, der mit seiner Lebengefährtin, einer Frau Eick, hier wohnt.
Quelle: Gespräch mit Grete Ostermann im Altenheim St. Josef in Haselünne am 31.5.1999. Gespräch mit Bernhard Rüther, Poststraße, am 29.01.2000. Gespräch mit Frau Eick am 30.01.2000.