5.1 Behner, Am Esch 2, auf der Ecke Dorfstraße / Am Esch, östlich der Dorfstraße, südlich der Straße Am Esch. Alte Hausnummer: Klein Dohren Nr. 5b. UK: 28/104 später 28//227/104.
Im 19. Jahrhundert war hier ein Brüggen Heuermann. Dessen Tochter heiratete einen Mersch, der die Heuerstelle dann übernahm. Der Schmiedemeister Josef Behner kam um 1893 von Grafeld nach Dohren und machte sich auf dieser Heuerstelle als Schmied selbständig. Nach ihm führte sein Sohn Bernhard die Schmiede weiter. Nachdem er im Zweiten Weltkrieg als Soldat eingezogen worden war, übernahm ab ca. 1946 Hermann Dieker der Schmiede. Er betrieb sie bis etwa 1951/52 und zog dann nach Bochum. Bernhard war erst 1948/49 aus der Kriegsgefangenschaft nach hause zurückgekehrt. Er gab die Schmiede auf. Nachdem noch 1952 ein Stall an das Heuerhaus angebaut worden war, wurde das gesamte Haus 1957 abgerissen, die Heuerstelle unter Beteiligung der Siedlungsgesellschaft einschließlich 6 ha Land gekauft und noch im gleichen Jahr ein neues Wohnhaus – nun als Eigentum der Familie Behner - errichtet.
Zur Heuerstelle gehörten 6 ha Land. Außerdem hatte die Familie Behner im Laufte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts 6 ha Land an der Dohren – Wettruper Grenze gekauft. Im Rahmen der Flurbereinigung und der Auflösung des Hofes Dr. Müller / Robben wurden weitere 12 ha erworben. Die Heuerleute Behner mußten für die Heuerstelle Pacht in unbekannter Höhe zahlen und während der Ernte beim Bauern helfen.
Quelle: Gespräch mit Alfons Behner, Dohren, am 31.03.1999.