Bauern und Heuerleute in Klein Dohren

Geschichte des Hofes
Feye / Dr. Müller / Robben

5. Feye / Dr. Müller / Robben, Hauptstraße. Der Hof, der heute bis auf eine Scheune nicht mehr besteht, lag zwischen den Höfen Toben und Hemmen. Das Bauernhaus stand direkt westlich vom Wohnhaus Toben, im heutigen Garten von Toben. UK: 18/28

Schon im Steuerregister von 1553 wird der Hof Feye erwähnt. Auch im Status Animarum von 1749 und danach in den Registern von 1759, 1760 und 1829 ist er verzeichnet. Wie auf anderen Höfen in Dohren ist auch hier die Erbfolge mehr als einmal über die Tochter erfolgt, weil vermutlich kein männlicher Hoferbe zur Verfügung stand. So hat 1778 ein Tobias Hemmen, der sich danach Feye nannte, hier eingeheiratet. In der nächsten Generation ist es ebenso. Hermann Albert Hüls heiratet die Hoftochter Maria Adelheid Feye(n). Ihr Sohn Johann Hermann Feye(n) ist zweimal verheiratet. In erster Ehe mit Maria Gesina Ahe und in zweiter mit Maria Ostermann. Vermutlich aus der zweiten Ehe geht Anna Feye hervor. Durch ihre Heirat mit dem Haselünner Arzt Dr. Albert Müller gelangt der Hof vermutlich zwischen 1883 und 1889 in das Eigentum der Familie Müller. 1889 verpachtet Dr. Müller den Hof an die Familie Robben aus Bookhof. Josef Robben, der den Hof als Pächter übernommen hatte, gab ihn an seinen Sohn Wilhelm weiter. Dieser Wilhelm Robben war bis 1945 Bürgermeister von Klein Dohren. Er gab den Hof an seinen Sohn, der ebenfalls Wilhelm hieß weiter. Als Eigentümer tritt Dr. med. Ferdinand Müller, München später Starnberg, die Nachfolge seines Vaters Albert an. 1958 verkauft er den Hof mit Ausnahme des Waldes an eine Siedlungsgesellschaft (vermutlich NLG). Dabei erhält er von dieser Institution die Zusage, daß die Familie Müller eine eigene Siedlerstelle bekommt. Im Jahre 1960 geht das Pachtverhältnis, das jetzt mit der Siedlungsgesellschaft besteht, auf Anne Robben, geb. Markus, die Witwe des verstorbenen Wilhelm Robben, über. Zusammen mit ihrem Sohn, der auch wieder Wilhelm heißt, betreibt sie den Hof bis zum Wegzug der Familie auf die neue Siedlerstelle an der Friesenstraße 4 am 24.04.1964. Das alte Bauernhaus, das laut einer Balkeninschrift 1808 gebaut wurde, wurde im Januar 1965 von Alfons Behner und Bernd Linger abgebrochen.

Der Hof hatte 1895 eine Größe von 105,6 ha.

Quellen: Gespräch mit Alfons Behner, Dohren, am 31.03.1999. Gespräch mit Wilhelm Robben und seiner Frau Emma geb. Determann am 02.04.1999.

 

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