6.3 Gebbeken, Merschweg 9. Alte Hausnummer: Klein Dohren Nr. 6d. UK: 26/76.Dieses Heuerhaus ist schon 1874 vorhanden. Vor etwa 1890 betrieb ein Hellmann diese Heuerstelle. Er wechselte etwa 1899 auf die Heuerstelle Schwarte / Vorwerk (heute: Getränke Müller) und 1900 auf die Parzelle an der Moorstraße, wo die Familie Hellmann heute noch lebt. Sie kam vermutlich aus Drope bei Lengerich nach Dohren. Nach dieser Familie bewirtschafteten Bernhard Gebbeken und seine Frau Theresia geb. Hellmann diese Heuerstelle. Nachdem der älteste Sohn Bernhard auf die Heuerstelle Drente in Groß Dohren, Lieninghagen, eingeheiratet und die Söhne Heinrich und Josef im Ersten Weltkrieg gefallen waren, übernahm der jüngste Sohn, Clemens, schließlich (etwa 1930) die Heuerstelle. Aus seiner Ehe mit Maria Henneken gingen drei Kinder hervor: Agnes heiratete den Siedlersohn Engelbert Grote vom Grünen Weg und Bernhard wurde Bauunternehmer in Haselünne. Der älteste Sohn, Josef, übernahm die Heuerstelle. Er kaufte sie im Jahre 1969 und baute 1972 ein neues Haus. Da er 1994 unverheiratet starb, ging das Eigentum an seine Geschwister über, die den Hof im September 1994 an Christel und Reinhard Beinhauer verkauften. Die Landwirtschaft wird von ihrem Sohn Thorsten Beinhauer weitergeführt, der sie dem Vernehmen nach aber aufgeben will.
Die Heuerstelle hatte ein Größe von 8 bis 9 ha. Dafür mußte an etwa 15 Tagen pro Jahr beim Bauern gearbeitet werden. Welche Pachtsumme zu entrichten war, ist unbekannt.
Quelle: Gespräch mit Engelbert Grote und seiner Frau Agnes geb. Gebbeken am 11.07.1999.