Bauern und Heuerleute in Klein Dohren

Geschichte des Hofes
Ahillen


8. Ahillen, Dorfstraße, nordwestliche Ecke Dorfstraße / Hauptstraße, heute Riepenhausen. UK: 28/137

Auf dem Hof Ahillen lebten um 1900 Heinrich Ahillen mit zwei Schwestern und seiner Mutter. Er war verheiratet mit Agnes Lindemann aus Andervenne und verstarb im Jahre 1908. Sein Tod war wohl nach langem wirtschaftlichem Niedergang der Anlaß zur Aufgabe des Hofes. Angeblich zogen die Eltern Lindemann in Andervenne den Hof Ahillen an sich und veräußerten ihn in vielen Teilen. Witwe Agnes Ahillen, geb. Lindemann, heiratete in zweiter Ehe Heinrich Hegger aus Dohren, bekam vom Hof Ahillen die Heuerstelle Burrichter (siehe: Klein Dohren, 8.1) und zog auf den Hof Hegger / Holtgers. Die beiden Schwestern des Heinrich Ahillen verheirateten sich außerhalb von Dohren, davon mindestens eine in Andervenne. Die Hofstelle selbst wurde 1908 oder 1909 an Johannes Dreyer verkauft. Woher dieser Heuermann und Schneider das Geld für den Kauf hatte, blieb unklar. Noch undurchsichtiger erschien es den Dohrenern als er kurz nach dem Kauf die baufälligen Gebäude des Hof abbrach und gegenüber das heutige Haus Frericks errichtete. Die Viehtränke des Hofes Ahillen befand sich an der Stelle des heutigen Kriegerdenkmals und bestand aus einer Bodenvertiefung ("Kuhle"). Sie wurde mit dem Bauschutt aus dem Kirchenbau aufgefüllt. In den 1950er Jahren entstand auf dem ehemaligen Hofraum die Fa. Riepenhausen.

Der Hof hatte 1895 eine Größe von 97,3 ha.

Quellen: Chronik Többen / Barlage, S.114. Gespräch mit Bernhard Rüther, Poststraße 4, am 01.04.1999.

 

 

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